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Newsletter 02/2017

Newsletter 02/2017

vom 14. März 2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das aktuelle Szenario gibt Anlass zu Sorgen: Die Freiheitsrechte der Medien in vielen Ländern Europas und in den USA werden mehr und mehr beschnitten. Der Internet-Gigant Google reguliert seine Bildersuche gegen alle Widerstände von Rechteinhabern neu. Die Novellierung des Urhebervertragsrechts ist für Autorinnen und Autoren eine große Enttäuschung – außer einem gesetzlich verbrieften Auskunftsrecht der Urheber/innen bei den Verwertern gibt es keine neuen klareren Regelungen. Dies und vieles andere empfinden wir als ungerecht. Bleibt nur, uns dagegen zu wehren.
Auf der Berlinale wurde es beim FilmFrühstück der ver.di FilmUnion schon diskutiert: Ende 2017 geht es um einen neuen Abschluss des Tarifvertrags für Film- und Fernsehschaffende (TV FFS). Jeder und jede kann aktiv mithelfen, dass Gerechtigkeit nicht nur eine Worthülse bleibt. Gute Arbeit gibt es tatsächlich, wenn wir uns dafür einsetzen.

Eure ver.di FilmUnion
http://filmunion.verdi.de
http://www.facebook.com/connexx.av


Inhalt

  1. Berlinale FilmFrühstück
  2. Fairste Produktion ausgezeichnet
  3. Setbesuch mit Lösungsansätzen
  4. Crew Scouts gesucht
  5. Der Realitätscheck
  6. #krassmedial: Medientage am Wannsee
  7. Der Rechtstipp: Dürfen Feiertage in der Produktionszeit mit dem Urlaub verrechnet werden?
  8. Protest gegen Google-Bildersuche
  9. FilmUnion Berlin: offenes Treffen
  10. VG Bild-Kunst: neue Meldefristen Film
  11. Ausschreibung 50. Deutscher Wirtschaftsfilmpreis
  12. Öffentlich-rechtliche Sender kritisch
  13. Facebook: Daumen runter
  14. Neuer Ratgeber Elterngeld
  15. Filmpiraten gewinnen gegen FPÖ
  16. Impressum / Abo
  • 1. Berlinale FilmFrühstück

    Berlinale FilmFrühstück

    Im Fokus des traditionellen Berlinale FilmFrühstücks der ver.di FilmUnion standen die häufig prekären Arbeitsbedingungen von Filmschaffenden, die auch mehr und mehr in der breiteren Öffentlichkeit thematisiert werden. connexx-Frau Kathlen Eggerling stellte einige Schwerpunkte der Arbeit für 2017 vor. Am Jahresende läuft der TV FFS aus, die kommende Tarifrunde ist bereits in Vorbereitung. „Dafür ist es unerlässlich, dass die Filmschaffenden sich organisieren. Nur so können sie auch Gehör finden mit ihren berechtigten Ansprüchen auf gute Arbeitsbedingungen und sich und ihre Gewerkschaft stärken“, so Eggerling.

    https://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++00ddeb5a-f2a1-11e6-b561-525400afa9cc

  • 2. Fairste Produktion ausgezeichnet

    Fairste Produktion ausgezeichnet

    Fair statt prekär – diese Forderung steht auch im Mittelpunkt eines Preises, der bereits zum siebten Mal im Rahmen des traditionellen Berlinale-Empfangs der „Vereinigung der Berufsverbände Film und Fernsehen- Die Filmschaffenden“ verliehen wurde. Der FairFilm®Award für die fairste Produktion 2016 ging an den Polizeiruf 110 „Nachtdienst“ von „die film gmbh“. Vor der Verleihung diskutierten Vertreter aus Politik, Verbänden und Wissenschaft über faire Bedingungen beim Film, denn dieses Thema bewegt die Branche mehr denn je.

    https://mmm.verdi.de/beruf/die-fairness-im-film-wird-politikum-38691

     

     

  • 3. Setbesuch mit Lösungsansätzen

    Setbesuch mit Lösungsansätzen

    Am Set der Low-Budget Produktion „Atlas“ läuft bisher anscheinend alles nach Plan, ergab ein Setbesuch der ver.di FilmUnion. Die 23/5 Filmproduktion bezahlt die Filmschaffenden nach Tarif, die Arbeitszeiten werden eingehalten. Dennoch blieb die Frage: Warum gilt nicht überall einfach der Tarifvertrag? Die ver.di FilmUnion fordert die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für Film- und Fernsehschaffende (TV FFS). Um das zu erreichen, braucht es viele Mitstreiter_innen und einen langen Atem.

    https://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++af118dde-ed52-11e6-b870-52540077a3af

     

     

     

     

     

     

  • 4. Crew Scouts gesucht

    Crew Scouts gesucht

    Welche Arbeitszeiten müssen eingehalten werden und wie oft Pausen eingelegt? Wie sind die Regelungen des TV FFS und was gilt für unser Team? Wenn Ihr selbst gerne mehr Durchblick am Set hättet und ein offenes Ohr für die Bedingungen auch über Euer eigenes Gewerk hinaus habt, suchen wir Euch als Crew Scouts. Dazu bieten wir euch eine Schulung vom 22. Bis 23. April 2017 an und teilen unser Wissen miteinander. Interesse? Dann meldet Euch bis zum 7. April bei uns! Und schickt uns eine Email an: mail@connexx-av.de.

    Mehr Infos unter:
    https://filmunion.verdi.de/

     

     

     

     

     

  • 5. Der Realitätscheck

    Der Realitätscheck

    Im Rahmenprogramm des 46. Studentenfilmfestivals „sehsüchte“ bietet die ver.di FilmUnion einen Workshop für junge Filmemacher*innen an, die von der Arbeit bei Film und Fernsehen leben möchten.
    „Ich zahl‘ dann mal später!“ Brötchen auf Rückstellung gibt es nicht im wirklichen Leben. Deshalb muss aus der unbezahlten Filmarbeit irgendwie ein Beruf werden, von dem man auch wirklich leben kann.
    Bloß, wie geht das? Was sollte ich beachten, wenn der Arbeitsvertrag vorliegt? Wann sollte er überhaupt vorliegen und wann schreibe ich Rechnungen? Was kann ich verlangen? Welche Arbeitszeiten sind üblich? Was ist mit Versicherung und Rente? Und was macht dieser Kram mit meiner kreativen Freiheit?
    Alles Sachen, mit denen Einsteiger*innen und Profis beim Film konfrontiert sind. Fragen, die die ver.di Filmunion beantworten kann. Im Rahmen eines Workshops zusammen mit erfahrenen Filmschaffenden und Tarif-Verhandler*innen wollen wir uns anhand von typischen Situationen und Praxisbeispielen mit Euch überlegen, wo Eure (Film-)Realität von Euch gestaltet werden kann.
    Wer mit uns den Realitätscheck durchführen will, ist herzlich eingeladen zu unserem Workshop. Wie bei einem ordentlichen Film wird für Euer leibliches Wohl gesorgt sein – wir freuen uns auf Euch!

    Meldet Euch unter berlin@connexx-av.de an und lasst uns Eure Tätigkeit oder Studienfach, Fragen und Interessen gerne auch vorher wissen!

    Am Freitag, den 28.4.2017 von 15-19 Uhr
    http://sehsuechte.de/

     

     

     

     

     

  • 6. #krassmedial: Medientage am Wannsee

    #krassmedial: Medientage am Wannsee

    Die Qualität der Veranstaltung, die tolle Gelegenheit, sich mit Kolleg_innen auszutauschen und aktuellen Entwicklungen im Journalismus nachzugehen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Deshalb sind die Plätze meist schnell weg. Deshalb fix anmelden für die Medientage vom 12. bis 14. Mai am Wannsee.
    Bei der 7. Ausgabe geht es unter dem Motto „#Krassmedial: Medien, Menschen, Maschinen – wo bleibt die Moral?“ u.a. darum, wie Algorithmen, Hightech und Phänomene wie Social Bots und Fake News den Journalismus und die politische Kommunikation verändern. Dazu sind eine Reihe hochkarätiger Referentinnen und Referenten eingeladen.

    Das ausführliche Programm und die Online-Anmeldung findet Ihr hier: https://dju.verdi.de/medientage

     

     

  • 7. Rechtstipp

    Der Rechtstipp: Dürfen Feiertage in der Produktionszeit mit dem Urlaub verrechnet werden?

    Nein, das geht nicht! Das Gesetz sagt vielmehr das Gegenteil: Der Feiertag ist zu bezahlen, auch wenn nicht gearbeitet wird. Entgeltfortzahlungsgesetz §2 Absatz 1: »Für Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Arbeitsentgelt zu zahlen, das er ohne Arbeitsausfall erhalten hätte.«
    Laut § 5.2.1. im Manteltarifvertrag ist die Arbeitszeit auf die Wochentage Montag bis Freitag zu verteilen.
    Ein Beispiel: Eine Produktionswoche geht von Ostermontag bis zum nächsten Sonntag. Auch wenn am Ostermontag nicht gearbeitet wird, wird er als voller Arbeitstag gewertet. Also sind in dieser Produktionswoche nur noch vier weitere Tage zu arbeiten. Das ist eine gesetzliche Bestimmung. Würde im gleichen Fall am Ostermontag auch gearbeitet werden, würden 100 Prozent Zuschlag und ein bezahlter Ersatzruhetag fällig.

    Mehr Rat gibt es in unseren FAQs: https://filmunion.verdi.de/tarife/faq

     

     

     

     

     

  • 8. Protest gegen Google-Bildersuche

    Protest gegen Google-Bildersuche

    Google hat nun auch in Deutschland seine umstrittene Ergebnis-Darstellung bei der Bildersuche eingeführt. Dagegen protestieren neun Verbände aus dem Bildbereich, darunter auch die dju in ver.di. Sie fordern von Google, zur ursprünglichen Version zurückzukehren. In einem offenen Brief haben sie viele gute Argumente dafür.

    Hier ist der Brief von ver.di und anderen Verbänden in voller Länge:
    http://bvpa.org/wp-content/uploads/2017/02/Brief_Google_gemeins_Brief_2017-02-27.pdf

     

     

  • 9. FilmUnion Berlin: offenes Treffen

    FilmUnion Berlin: offenes Treffen

    Am 25. April trifft gibt es in Berlin wieder ein mitgliederoffenes Treffen des FilmUnion-Vorstandes der Hauptstadt. Wir freuen uns auf den Austausch mit möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen. Meldet euch einfach kurz bei berlin@connexx-av.de an – dann erfahrt ihr Ort und genaue Zeit.

    http://filmunion.verdi.de/service/veranstaltungen/++co++7c2aa8e4-dd8d-11e6-a1db-525400ed87ba

     

     

  • 10. VG Bild-Kunst: neue Meldefristen Film

    VG Bild-Kunst: neue Meldefristen Film

    Das im Juni 2016 in Kraft getretene Verwertungsgesellschaftengesetz macht eine Neubewertung der Filmverteilung notwendig. Über eine entsprechende Anpassung konnte in der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember jedoch keine Einigung erzielt werden. Diese soll nun 2017 erfolgen. Unabhängig davon muss die VG Bild-Kunst die Erlöse für die Ausstrahlungsjahre 2014 bis 2016 nach dem bisherigen Verteilungsplan so schnell wie möglich verteilen. Die Bewertungskommission Film legte die 2016 abrechnungsfähigen Sender sowie Sendepunkte und Kulturfaktoren fest. Mitglieder der Berufsgruppe III können anhand dieser Werte beurteilen, welche TV-Ausstrahlungen in 2016 sie melden können.

    Hier geht’s zur Übersicht der Meldefristen:
    http://www.bildkunst.de/vg-bild-kunst/news/detailansicht/article/meldefristen-film-2017.html

  • 11. Ausschreibung 50. Deutscher Wirtschaftsfilmpreis

    Ausschreibung 50. Deutscher Wirtschaftsfilmpreis

    Der deutsche Wirtschaftsfilmpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie geht in seine 50. Runde. Der Preis wird für besondere filmische Darstellungen in fünf Kategorien vergeben – die besten Beiträge in der Kategorie „Nachwuchs“ werden mit Geldpreisen in Höhe von insgesamt 20.000 Euro ausgezeichnet. Die Preisverleihung wird im Rahmen einer festlichen Gala am 4. Juli 2017 im Kino International in Berlin stattfinden. Die Anmeldung für den Wettbewerb erfolgt online, Anmeldeschluss ist der 2. April 2017. Weitere Informationen gibt’s hier: www.deutscher-wirtschaftsfilmpreis.de

     

     

  • 12. Öffentlich-rechtliche Sender kritisch

    Öffentlich-rechtliche Sender kritisch

    Wenn es um die kritische Berichterstattung über die Lebensmittelbranche geht, machen viele Sender in der Programmankündigung mit reißerischen Titeln auf, die auf eine negative Tendenz schließen lassen - und alle dieser Sender gehören zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung der Unternehmensberatung für Kommunikation Engel & Zimmermann AG, die für das Jahr 2016 die Fernsehberichterstattung über Lebensmittel untersucht hat.

    http://engel-zimmermann.de/tv-berichterstattung-in-der-lebensmittelbranche-jede-dritte-sendung-bereits-im-titel-tendenziell-kritisch/

     

     

  • 13. Facebook: Daumen runter!

    Facebook: Daumen runter!

    Nun kommt der Daumen, der nach unten zeigt. Der so genannte Dislike-Button ist in einer neuen Beta-Version des Facebook-Messengers zu finden. Auch eine Kennzeichnung für Fake News wird gerade getestet. Ob das auch liebevoll „Fratzenbuch“ oder „Facespuck“ genannte soziale Netzwerk dadurch sozialer, fairer und wahrer wird, bleibt abzuwarten.

    https://www.wired.de/collection/tech/facebook-kennzeichnet-jetzt-fake-news-und-testet-den-dislike-button

    In der aktuellen „M – Menschen machen Medien“ gibt es ein ganzes Dossier zum Thema Fake News, Social Bots und anderen Formen der Meinungsmanipulation im Internet.
    https://mmm.verdi.de/dossier/

     

     

  • 14. Neuer Ratgeber Elterngeld

    Neuer Ratgeber Elterngeld

    Die neue Auflage des mediafon-Ratgebers zu Mutterschafts-und Elterngeld ist da.
    Die 28seitige Broschüre „Wenn Selbstständige Kinder kriegen" von mediafon-Berater Rüdiger Lühr enthält alle aktuellen Regelungen für das Mutterschaftsgeld, Elterngeld und Elternzeit, das Kindergeld, Kinderzuschlag und Freibeträge bei der Einkommensteuer, außerdem zum Betreuungsgeld und Kinderkrankengeld.

    Infos, Download oder Bestellung unter:
    http://www.mediafon.net/ratgeber_haupttext.php3?id=4fa7e1b3ad819

     

     

     

  • 15. Filmpiraten gewinnen gegen FPÖ

    Filmpiraten gewinnen gegen FPÖ

    Ihre endgültige Niederlage eingefahren hat die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) in ihrer Klage gegen den kleinen Erfurter Verein „Filmpiratinnen und Filmpiraten e.V.“: Der Oberste Gerichtshof in Österreich hat die außerordentliche Revision der Partei abgewiesen. Mit der Klage wollten die FPÖ und der Freiheitliche Parlamentsklub feststellen lassen, dass keine Urheberrechtsansprüche der Filmpiratinnen und Filmpiraten e.V. an die FPÖ bestünden. Die FPÖ hatte mit der Verletzung der CC-Lizenz gegen Urheberrechte verstoßen, weil sie ungefragt das Videomaterial des Filmvereins verwendet hatte und es immer noch tut. Nun berät der Verein eine Unterlassungsklage gegen die FPÖ.

    Ausführliche Informationen gibt es unter der Rubrik „Infos FPÖ-Prozess“ hier:
    http://www.filmpiraten.org

     

     

     

  • 16. Impressum / Abo

    Impressum / Abo

    Die ver.di FilmUnion will mit diesem Newsletter für bessere Information und Transparenz bei den Beschäftigten der Produktionswirtschaft von Film und Fernsehen sorgen. Insbesondere greifen wir film- und sozialpolitische Themen auf. Die ver.di FilmUnion bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Fernsehschaffenden und allen anderen Beschäftigten in Produktions-, Dienstleistungs- und Studiobetrieben. Wir treten für Kunstfreiheit, gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und vor allem die Umsetzung tariflicher Bestimmungen ein. Als vorrangiges Ziel streben wir eine integrierte Interessenvertretung der Film- und Fernsehbeschäftigten in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an.

    Der ver.di-FilmUnion-Newsletter erscheint alle zwei Monate. Wer den ver.di-FilmUnion-Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann sich hier abmelden:
    https://filmunion.verdi.de/service/newsletter.

    Bei Fragen, Anregungen oder Kritik sind wir erreichbar:
    ver.di FilmUnion & connexx.av GmbH
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    mail: kathlen.eggerling@connexx-av.de

    Texte: Gundula Lasch

    Redaktion: Kathlen Eggerling
    Impressum und V.i.S.d.P.:
    Matthias von Fintel, Geschäftsführer
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    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin

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