FilmUnion

Newsletter 02/2014

Newsletter 02/2014

vom 1. April 2014

Schön warm war’s dieses Jahr auf der Berlinale – und erfolgreich aus Sicht der ver.di FilmUnion. Ihre beiden traditionellen Veranstaltungen, das Filmfrühstück und das Panel erleben einen ungebrochenen Zustrom, vor allem zum Frühstück in der Stadtklause kamen besonders viele junge, ver.di-interessierte Filmschaffende. Das Panel war spannend, die Preisverleihung des neugeschaffenen ver.di-Preises »Starker Einsatz« für Courage im Filmalltag gelungen. Nun ist die Zeit gekommen, sich als ver.di FilmUnion wieder hinter die Schreibtische zu klemmen, Sets und andere Tatorte zu besuchen und das ehrgeizige Arbeitsprogramm für dieses Jahr anzugehen.

Begonnen haben wir bereits: Anfang März veröffentlichte ver.di ein Thesenpapier zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Darüber hinaus unterbreitete die ver.di FilmUnion zusammen mit anderen Verbänden einen Vorschlag, wie ein Teil der Rundfunkabgabe für ein besseres Programm und bessere Arbeitsbedingungen zu nutzen wären. Und ab Mitte März treffen sich die Mitglieder der ver.di Film Union auf regionalen Mitgliederversammlungen, um ihre Tätigkeitsberichte vorzulegen, die Vorstände neu zu wählen und Arbeitsschwerpunkte zu setzen.

Doch lest selbst.

  • 1. Regionale Mitgliederversammlungen

    Regionale Mitgliederversammlungen der ver.di Film Union – Berlin-Brandenburg macht den Anfang

    Am 12. März legte der noch amtierende Vorstand den Mitgliedern der Region Berlin-Brandenburg seinen Tätigkeitsbericht vor. Keine trockenen Zahlen, sondern vier bunte und bewegte Jahre ließ der Vorstand Revue passieren. Der frisch gewählte Vorstand freut sich besonders über die Unterstützung durch neue Gesichter, die in den neu gebildeten Arbeitsgruppen aktiv werden wollen.

    Auch die Termine der Mitgliederversammlungen der ver.di FilmUnion in München und Köln stehen fest:

    • München: 
      Mittwoch, 9. April 2014 um 18 Uhr im DGB-Haus, Schwanthaler Str. 64, 80336 München.
      Info und Anmeldung bei Valentin Döring:
      valentin.doering@connexx-av.de
      siehe: [LINK]
    • Köln:
      Sonnabend, 10. Mai 2014 um 10 Uhr im ver.di-Haus, Hans-Böckler-Platz 9, 50672 Köln, 5. OG.
      Info und Anmeldung bei Johannes Brückner:
      johannes.brueckner@connexx-av.de
      siehe: [LINK]

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  • 2. Urhebererlösbeteiligung: Ein Meilenstein

    »Die Urhebererlösbeteiligung:
    Ein Meilenstein in der Filmtarifpolitik!«

    »Wem gehört welcher Anteil am Filmerfolg – und wie wird gerecht verteilt?«, war das Thema des diesjährigen Berlinale-Panels am Potsdamer Platz. Über 10 Jahre nach der Novelle des Urhebervertragsrechts 2002 ist der Abschluss eines Tarifvertrages von ver.di und dem Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) mit der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen gelungen.

    Fast ein ebenso großes Stück Arbeit war es zu erarbeiten, wie und an wen die Urhebererlöse verteilt werden sollten. ver.di-Tarifsekretär Matthias von Fintel, Dietmar Kraus, Mitglied des Bundesverbandes Filmschnitt Editor e.V. (BFS) und Heinrich Schafmeister, Vorstandsmitglied im BFFS waren Hauptakteure unter den mehr als 30 Mitwirkenden, die daran mitgearbeitet haben. Während die beteiligten Verbände stolz auf das Erreichte sind, kündigte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Film- und Fernsehregisseure e.V. eine Klage dagegen an.

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  • 3. Fünf Thesen zur Zukunft des ö.-r. Rundfunks

    Fünf Thesen zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – ver.di benennt die Verantwortung der Sender für Produktionsbedingungen

    Anlässlich der Ministerpräsidentenkonferenz am 13. März 2014 hat ver.di den Länderchefs ein Thesenpapier zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zugestellt. Darin macht ver.di deutlich, dass das bestehende System einiger Verbesserungen bedarf, wenn es auch in Zukunft noch relevant sein und seinem gesellschaftlichen Auftrag gerecht werden soll.

    Besonders wichtig für die Film- und Fernsehschaffenden ist die These 3, in der ver.di fordert, dass Kreative von ihrer Arbeit leben können müssen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll die Urheberrechte und tarifliche Standards wahren. Die Realität sieht an vielen Produktionsstätten und in vielen Produktionsprozessen jedoch noch ganz anders aus. ver.di fordert eine Umkehr dieses Negativtrends. Denn als öffentliche Unternehmen tragen ARD und ZDF eine besondere soziale Verantwortung für alle bei Produktionen Beschäftigte.

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  • 4. 25 Cent je Haushalt/Monat: Programmoffensive ...

    25 Cent je Haushalt und Monat für eine Programmoffensive von ARD und ZDF und zur Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen bei Film und Fernsehen – gemeinsame Stellungnahme von der Produzentenallianz, ver.di FilmUnion und Verbänden

    Die nach Einführung der Rundfunkhaushaltsabgabe zu erwartenden Überschüsse gegenüber dem bisher ermittelten Finanzbedarf von ARD und ZDF haben eine Diskussion über die Verwendung der Überschüsse ausgelöst. Von manchen Seiten wird eine Reduzierung der Haushaltsabgabe um 0,73 Euro je Haushalt und Monat und eine Rückstellung der darüber hinausgehenden Mehreinnahmen vorgeschlagen, von anderen die Verwendung zur Beseitigung von insbesondere im gewerblichen Bereich aufgetretenen Härtefällen.

    Die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen (Produzentenallianz), der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS), die Bundesvereinigung der Filmschaffenden Verbände (Die Filmschaffenden), der Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD), der Berufsverband Kinematografie (BVK) und die ver.di Film Union haben sich in dafür ausgesprochen, jedenfalls Teile der zu erwartenden Überschüsse zu nutzen, um ARD und ZDF in die Lage zu versetzen, eine Programmoffensive zu starten und die äußerst prekären Bedingungen des audiovisuellen Schaffens in Deutschland zu verbessern.

    Eine solche Programminitiative würde es beiden Sendern ermöglichen, vermehrt Programme in Auftrag zu geben, die internationale Qualitätsstandards erreichten und die mit Produktionsbudgets ausgestattet wären, welche es den Produzenten ermöglichen, den Kreativen und den Filmschaffenden Arbeits- und Vergütungsbedingungen zu bieten, die der hohen Qualität ihrer Leistungen entsprechen. So könnten die Produktionsunternehmen wieder in die Lage versetzt werden, innovative Programmideen zu entwickeln und zu realisieren.

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  • 5. Tarifverhandlungen Film- und Fernsehschaffende

    Tarifverhandlungen Film- und Fernsehschaffende:
    Erste Annäherung in vierter Verhandlungsrunde

    Endlich hat es bei den Verhandlungen zwischen ver.di FilmUnion und der Produzentenallianz für die rund 23.000 Film- und Fernsehschaffenden eine erste Annäherung gegeben. Neben einer Gagenerhöhung standen am 26. Februar 2014 in Berlin die im Manteltarifvertrag geregelten Arbeitsbedingungen zur täglichen Arbeitszeit, Pausenlänge und Zuschlägen im Mittelpunkt der Gespräche.

    Eine Einigung auf einen Tarifabschluss konnte bislang noch nicht erzielt werden. Die Verhandlungen werden am 7. April 2014 in Berlin fortgesetzt.

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  • 6. Preis für Courage im Filmalltag: »Starker Einsatz«

    Preis für Courage im Filmalltag: ver.di FilmUnion und BFFS vergaben im Rahmen des Deutschen Schauspielerpreises erstmals die Auszeichnung »Starker Einsatz«

    Mit einer festlichen vierstündigen Gala wurde zur Berlinale am 10. Februar 2014 im Stage Theater des Westens der Deutsche Schauspielerpreis 2014 verliehen. Erstmalig ehrten ver.di FilmUnion und der Bundesverband der Film- und mit dem Sonderpreis »Starker Einsatz« ein Filmproduktionsteam, das sich engagiert und erfolgreich für Fairness und gute Arbeitsbedingungen am Set eingesetzt.

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  • 7. Seminar für Freie: Kleidung als Kommunikationsmittel

    Veranstaltungshinweis für Freie: Kleidung als Kommunikationsmittel

    Tagesseminar am 10. Mai 2014 im DGB-Haus Frankfurt am Main

    Kleidung ist Ausdruck unserer Persönlichkeit. Sie verrät etwas über unsere Mentalität, Individualität, Temperament, mögliche Gruppenzugehörigkeiten, berufliche Professionalität, Respekt gegenüber einer besonderen Situation oder Umgebung. Und das ist gut so, denn Menschen sind neugierig auf Menschen. Wenn äußeres Erscheinungsbild, Körpersprache und Persönlichkeit übereinstimmen, wirken Menschen nicht nur authentisch, sondern auch sympathisch. In dem Seminar lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich so darzustellen, wie sie es sich wünschen. Referentin: Astrid Bode, Dress Coach aus Hamburg verrät dazu Hintergründe und Tricks.

    Für ver.di-Mitglieder kostenlos.
    Nicht-Mitglieder zahlen einen Unkostenbeitrag von 20,00 Euro.
    Anmeldung und Info bei Anja Willmann, connexx.av Frankfurt, anja.willmann@connexx-av.de

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  • 8. Kurzmeldungen


    Nach Urteil des Verfassungsgerichts:
    Unabhängigkeit des Rundfunks gestärkt

    Als einen guten Tag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland erklärte der stellvertretende ver.di Vorsitzender Frank Werneke den 25. März 2014 anlässlich des Urteils des Bundesverfassungsgerichts, wonach Teile des ZDF-Staatsvertrages mit der Staatsferne nicht vereinbar seien und der Politikeranteil in den Gremien auf ein Drittel gesenkt werden müsse.

    »Entscheidungen in einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt dürfen nicht durch die Politik vorgeprägt werden. Das ist nicht mit der Rundfunkfreiheit und dem Grundgesetz vereinbar«, betonte Werneke.

    Anlass des Normenkontrollverfahrens war die verweigerte Vertragsverlängerung für den ehemaligen Chefredakteur des ZDF, Nikolaus Brender, durch die CDU-nahe Mehrheit im ZDF-Verwaltungsrat im November 2009, die eine heftige öffentliche Debatte auslöste und nach Ansicht von ver.di politisch motiviert war.

    ver.di hatte sich von Anfang an für eine Normenkontrolle eingesetzt und gefordert, dass Vertreterinnen und Vertretern aus Bundes- und Landesregierungen im Sinne der Staatsferne prinzipiell der Zugang zu den öffentlich-rechtlichen Aufsichtsgremien verweigert wird.

    ver.di wertet es als Erfolg, dass das Gericht neben dem ZDF-Verwaltungsrat auch die Zusammensetzung des Fernsehrates überprüft und für verfassungswidrig erklärt hat. Ebenso ein Erfolg sei die Entscheidung, wonach es künftig den in die Rundfunkgremien entsendenden gesellschaftlichen Gruppen zustehen solle, ihre Vertreterinnen und Vertreter ohne bestimmenden Einfluss der Politik zu benennen - und nicht durch die Berufung durch die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, wie bisher üblich.

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    Happy Birthday, BFS!

    ver.di FilmUnion gratuliert den Kolleginnen und Kollegen des Bundesverbandes Filmschnitt Editor e.V. (BFS) zu 30 Jahren erfolgreicher Verbandsarbeit. »Mit dem BFS verbindet uns eine langjährige Kooperation und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir schätzen die Kolleginnen und Kollegen als kompetente Partner an unserer Seite in den Tarifverhandlungen für Film- und Fernsehschaffende und vor allem auch für unseren jüngsten Erfolg: die harte Nuss der Urhebererlösbeteiligung, die wir gemeinsam geknackt haben. Wir freuen uns auf die weitere Arbeit mit euch. Viel Erfolg und bleibt, wie ihr seid!«, so FilmUnions-Vorstandsmitglied Hans-Werner Thiele.

    Der BFS wurde 1984 gegründet und ist in Deutschland das Netzwerk für freiberuflich tätige Film- und Soundeditoren und Editorinnen, sowie ihre Mitarbeiter. Aufgabe des Verbands ist die berufsspezifische Interessensvertretung. Der Geburtstag des BFS wurde am Samstag, den 29.03. mit einem rauschenden Fest im ZKU gefeiert, dem Moabiter Zentrum für Kunst und Urbanistik.

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    Grimme-Preise 2014

    Überreicht werden die Grimme-Preise 2014 erst am 4. April in Marl – die Gewinner stehen jedoch bereits jetzt fest. Aus 57 Nominierten der öffentlich-rechtlichen Sender und neun Formaten aus dem Privatfernsehen wählten die Jurymitglieder zwölf Gewinner. Hauptgewinner ist die ARD mit ihren Dritten Programmen und Arte. Das ZDF schließt mit drei Grimme-Preisen in diesem Jahr deutlich schlechter ab. Das Duo Joko & Klaas holt mit der Pro-Sieben-Show Circus HalliGalli die einzige Auszeichnung für einen Privatsender.

    Die Preise im Einzelnen:

    • Fiktion:
      Eine mörderische Entscheidung (NDR/ARTE)
      Grenzgang (WDR/NDR)
      Tatort: Angezählt (rbb/ORF)
      Mord in Eberswalde (WDR)
      Zeit der Helden (SWR/ARTE)
    • Information:
      Betongold (rbb/ARTE)
      Sonneborn rettet die Welt (ZDF/ZDFneo)
      Restrisiko (BR)
      The Voice of Peace – Der Traum des Abie Nathan (NDR)
      Work Hard Play Hard (ZDF/ARTE)
    • Unterhaltung:
      Circus HalliGalli (ProSieben)
      NEO MAGAZIN (ZDF/ZDFneo)
    • Sonderpreise:
      Sonderpreis Kultur des Landes NRW: stark! – Der Sommerclub. Für immer Freundinnen (ZDF)
      Publikumspreis der Marler Gruppe: The Voice of Peace (NDR)
      Eberhard-Fechner-Förderstipendium der VG Bild-Kunst: Oma & Bella (RB)

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  • 9. Impressum | Abo

    Die ver.di FilmUnion will mit diesem Newsletter für bessere Information und Transparenz bei den Beschäftigten der Produktionswirtschaft von Film und Fernsehen sorgen. Insbesondere greifen wir film- und sozialpolitische Themen auf. Die ver.di FilmUnion bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Fernsehschaffenden und allen anderen Beschäftigten in Produktions-, Dienstleistungs- und Studiobetrieben.

    Wir treten für Kunstfreiheit, gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und vor allem die Umsetzung tariflicher Bestimmungen ein. Als vorrangiges Ziel streben wir eine integrierte Interessenvertretung der Film- und Fernsehbeschäftigten in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an.

    Der ver.di-FilmUnion-Newsletter erscheint alle zwei Monate. Wenn Sie den ver.di-FilmUnion-Newsletter nicht mehr erhalten wollen, melden Sie ihn bitte hier ab:

    Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie uns unter:
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    Autor und Texter der Beiträge:
    Christoph Brandl

    Redaktion:
    Kathlen Eggerling

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