FilmUnion

Newsletter 06/2012

ver.di FilmUnion

Newsletter 06/2012

Die ver.di FilmUnion will mit diesem monatlichen Newsletter für bessere Information und Transparenz bei den Beschäftigten der Produktionswirtschaft von Film- und Fernsehen sorgen. Insbesondere sollen hier film- und sozialpolitische Themen aufgegriffen werden.

Die ver.di FilmUnion bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Fernsehschaffenden und allen anderen Beschäftigten in Produktions-, Dienstleistungs- und Studiobetrieben. Sie tritt für Kunstfreiheit, gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und insbesondere der Umsetzung tariflicher Bestimmungen ein. Als vorrangiges Ziel strebt sie eine integrierte Interessenvertretung dieser Filmbeschäftigten in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an:
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  • 1. Koalition gegen Verbesserungen des ALG I

    Regierungskoalition weist wirkungsvolle Verbesserungen zum ALG I-Bezug für kurzzeitig Beschäftigte zurück

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert, dass die Regierungskoalition bei der Entscheidung über verschiedene Anträge zu einer Verbesserung der verkürzten Anwartschaft auf das Arbeitslosengeld (ALG I) eine Chance für eine wirkungsvolle Absicherung vergeben hat. Die Koalition habe alle weitgehenden Vorschläge der Oppositionsparteien zurückgewiesen und beschlossen, nur kleine Schritte nach vorne zu gehen. »Die CDU/FDP vergibt – entgegen der berechtigten Erwartungen der Betroffenen – die Chance, eine sinnvolle Absicherung für Projektbeschäftigte auch tatsächlich wirkungsvoll zu verbessern«, kritisierte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

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  • 2. Allianz deutscher Produzenten: Frühjahrsumfrage

    Die Ergebnisse der Frühjahrsumfrage 2012 der Allianz deutscher Produzenten – Film und Fernsehen liegen vor:
    Die Produzenten bleiben optimistisch – Hoffnung für Filmschaffende?


    Zum vierten Mal seit 2009 hat die Produzentenallianz ihre Mitglieder zu der wirtschaftlichen Lage, den Aussichten und den drängendsten Problemen der deutschen Produktionswirtschaft befragt. Ein Blick auf das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass trotz einer insgesamt nicht zufriedenstellenden Lage des Film- und Fernsehmarkts in Deutschland die Produzenten optimistisch bleiben und insgesamt eine Steigerung der Umsätze und der Beschäftigung erwarten.

    Das Ergebnis zeigt aber auch, woran die Branche krankt: Den Produzenten mangelt es an den nötigen Zweit-, Dritt- und Online-Verwertungsrechten, um Rücklagen zu bilden, mit denen sie Krisenzeiten überleben, oder mit unerprobten, neuen Formaten experimentieren können – ohne gleich Schiffbruch zu erleiden. Ob die Filmschaffenden von der günstigen Situation der Produzenten profitieren werden? Jein.

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  • 3. Das große Leid der Dokumentarfilmer

    In Bezug auf Archivmaterial nutzen ARD und ZDF weiterhin ihre marktbeherrschende Position aus

    Die Schwierigkeiten, in der heutigen Zeit Dokumentarfilme herzustellen, sind vielzählig. Nicht nur das Massensterben dokumentarischer Sendeplätze und dem damit verbundenen Auftragsschwund trägt dazu bei; nicht allein die schrumpfenden Budgets und die gestiegenen Anforderungen an unbezahlte, produzentische Zusatzleistungen, wie Recherchereisen; auch nicht die Tatsache, dass Redakteure der Öffentlich-Rechtlichen schon keine Partner mehr der Dokumentarfilmer sind; die Situation für Dokfilmer wird seit einiger Zeit auch deswegen schwieriger, weil das Auftreten der öffentlich-rechtlichen Sender immer mehr dem Verhalten von Monopolisten ähnelt, die ihre Machtfülle eiskalt missbrauchen.

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  • 4. »Die Rekordgewinne der Privaten entstehen ...«

    »Die Rekordgewinne der Privaten entstehen
    auf Kosten der Produzenten und der Filmschaffenden«

    In einem Interview berichtet Alexander Thies, Produzent und Vorsitzende des Gesamtvorstands der Produzentenallianz, über die Probleme der Produzenten.

    »Wir erleben ein gutes Miteinander der Sozialpartner wie den Filmschaffenden: sachorientiert und immer konstruktiv. Natürlich gibt es unterschiedliche Interessen, die nach unserer Einschätzung aber fair besprochen und ausgetragen werden«, sagt Jens Steinbrenner, der Pressesprecher der Produzentenallianz. Die Frage ist, ob das andersherum genauso gesehen wird, ob also die Filmschaffenden die Einschätzung ihrer Arbeitgeber teilen.

    Zur Meinungsbildung dient ein Interview, das Alexander Thies, der Vorsitzenden des Gesamtvorstands der Produzentenallianz kürzlich der Zeitschrift Blickpunkt:Film gegeben hat. Nach der Lektüre wird vermutlich keiner der Filmschaffenden in Mitleid für Produzenten ausbrechen, doch es dient dem fairen Umgang miteinander, die andere Partei wenigstens anzuhören. Dazu kommt, dass Thies bereits öfters Interesse an einer Zusammenarbeit mit der ver.di FilmUnion gezeigt hat. So war er bei der vorletzten Berlinale auf dem ver.di-Panel und hat erst Mitte Juni auf dem Sommerfest der Produzentenallianz ein solches Interesse – über Tarifverhandlungen und Gremienarbeit hinaus – bekräftigt.

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  • 5. Aktionstag »Kultur gut stärken« – Bilanz

    Der 2. Aktionstag am 21. Mai stand dieses Jahr unter dem Motto: »Wert der Kreativität«. Eine Bilanz

    Nach dem Erfolg der Premiere im letzten Jahr fand auch dieses Jahr am 21. Mai bundesweit der Aktionstag »Kultur gut stärken« statt. »Wert der Kreativität« war das Motto des veranstaltungsreichen Tages, der vom Deutschen Kulturrat und der Kulturstiftung des Bundes organisiert wurde.

    Bei diesem Aktionstag geht es nicht ums kollektive Jammern einer hoffnungslosen verzweifelten Branche. Vielmehr ging es dieses Jahr darum, »zu zeigen, wie wichtig kreative Leistungen sind, dass sie nicht kostenlos zu haben sind, und dass neben den Künstlern noch viele andere Beschäftigte in der Kulturwirtschaft einen Beitrag dazu leisten, dass Bücher erscheinen, Musik aufgeführt wird, ein Film entsteht und vieles andere mehr,« sagte Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. Der Aktionstag »Kultur gut stärken« wollte also aufklären, informieren, Diskussionsmöglichkeiten bieten und vor allem: Mut machen.

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  • 6. Meldungen

    ver.di FilmUnion
    lädt zu Stunt-Treff in München, Köln und Berlin

    Ein Stuntkollege ist bereits im Tarifausschusses Film- und Fernsehschaffende aktiv, wo die ver.di FilmUnion sehr gute Fortschritte macht und auch konkret für die Stuntleute tätig werden kann. Hier setzt sich Vorstand und Stuntkollege, Sönke Korries »Curlee«, für alle Film- und Fernsehschaffenden und seine Stuntkollegen ein. Die Arbeit fällt dem Stuntman allerdings nicht ganz leicht, weil viele seiner Kolleginnen und Kollegen sich nicht gewerkschaftlich engagieren. Doch wenn sie nichts davon wissen, wie sollen sie auch?

    Der Kollege will deshalb die Berufsgruppe »Stunt« in der ver.di FilmUnion bis zum Jahresende 2012 zu gründen. Hierzu hat bereits eine Informationsveranstaltung am 21. Juni 2012 in München stattgefunden. »Das Treffen war spannend, spaßig und dauerte bis spät in die Nacht. Es trafen sich Kolleginnen und Kollegen, die dieselben Probleme und Sorgen haben. Anekdoten und Stunts am Rande sorgten für einen tollen Abend. Ein herzliches Dankeschön gilt im übrigen den Bavaria Musik Studios für die familiäre Atmosphäre,« erklärte Sönke Körries. Zwei weitere Informationsveranstaltungen, auf denen u. A. die Unterschiede von Berufsverband und Gewerkschaft erläutert werden, sollen folgen:

    • Am: Dienstag, 3 Juli 2012
      Um: 19:30 Uhr
      Im: Weissbräu, Am Weidenbach 24 (Haltestelle Babarossa Platz), 50676 Köln
    • Am: Freitag, 6. Juli 2012
      Um: 20:00 Uhr
      Im: Max und Moritz, Oranienstraße 162, 10969 Berlin

    Bei diesen »Treffen am Stammtisch« sind alle Stuntleute der Regionen herzlich eingeladen, und der Stuntkollege der ver.di FilmUnion steht Rede und Antwort sowie für persönliche Fragen zur Verfügung. Mit einer Berufsgruppe »Stunt« soll ein sozialer Pool für das Stuntbiz geschaffenen werden, der dadurch in Zukunft Kraft und Einfluss erhalten wird.

    Anmeldung bitte an S. Korries, curlee(at)stuntdriver.de oder +49 171 8303866


    Umfragen:

    Als hätten wir es nicht schon immer gewusst: Das ZDF ist zu alt, die ARD-Talkshows, die auf Sendeplätzen laufen, die für den Dokumentarfilm vorgesehen waren, sind langweilig, doppeln sich, haben an Schärfe verloren. Sender-interne Untersuchungen von ARD und ZDF bestätigen nun die Erkenntnisse des vermeintlich ach so unkundigen Zuschauers – hätte man doch bloß früher auf ihn gehört:

    Image-Umfrage des ZDF

    Einem »Spiegel«-Bericht zufolge hat das ZDF eine Zuschauerbefragung durchgeführt, um herauszufinden, wie der Sender denn so ankommt. Befragt wurden sowohl die vorwiegend älteren Stammzuschauer, die in der Untersuchung offenbar als »sterbende« Zuschauergruppe bezeichnet werden, aber auch Jüngere, die das Zweite kaum einschalten. Demnach ist das ZDF in der allgemeinen Wahrnehmung kein Familienprogramm mehr, sondern »ein Sender für alte Zuschauer«. Unter 50-Jährige fühlen sich »über weite Strecken ausgegrenzt«. Das Informationsangebot wird als »zu weit weg vom Zuschauer« sowie als »steif, trocken, künstlich« bezeichnet.

    Auch die Tonalität der fiktionalen Programme sei "nicht modern genug", so das Urteil der Zuschauer. Die Shows des Senders erscheinen dazu als "wenig präsent und wenig besonders". So würden die Sendungen mit Jörg Pilawa " nicht als Highlight erlebt". Hinzu kommt, dass der oft erst gegen Mitternacht startende Talk von Markus Lanz so spät laufe, "dass er im Gefühl der Zuschauer kaum existiert". Die Kochshows, die am Nachmittag laufen, vermitteln den Eindruck von "Monotonie und Stagnation".

    Das ZDF teilte dem "Spiegel" mit, die Ergebnisse der Image-Untersuchung würden in die "redaktionelle und planerische Entwicklungsarbeit" einfließen. Wir sind gespannt.

    Der Programmbeirat der ARD kritisiert die abendliche Talkschiene:
    Ein internes Papier des ARD-Programmbeirates, der aus Vertretern der verschiedenen Landesrundfunkanstalten besteht und unter anderem den Programmdirektor Volker Herres berät, wurde offensichtlich dem „Spiegel“ zugespielt. In diesem Papier wirft der Beirat den Talks nicht nur "Themendoppelungen und -verschleiß" sondern auch "Gästedoppelungen- und verschleiß" vor.

    "In den Sendungen tauchten zunehmend wieder die altbekannten Talkshowgäste auf, die bereits seit mehreren Jahren in den Runden sitzen", so das Papier. 38 Personen seien im Zeitraum von September bis April mindestens dreimal zu Gast in den ARD-Talks gewesen; 14 Gäste mindestens viermal. Ursula von der Leyen, Karl Lauterbach, Hans-Ulrich Jörges, Sahra Wagenknecht und Gertrud Höhler waren fünfmal dabei, Heiner Geißler sogar sechsmal. Rund 40 Prozent der Talkgäste seien Politiker und Journalisten, nur zwei Prozent sind jünger als 30, gerade mal zehn Prozent jünger als 40. Der Beirat fordert die Redaktionen auf, "aktiv nach neuen Gesichtern zu suchen, nach Querdenkern und zum Beispiel Gästen unter 40 Jahren".

    Besonders auch über Günther Jauch ereifern sich die Kritiker. Der Moderator betreibe "Stimmungsmache", seine Einspieler mit Passantenbefragungen "gaukeln eine vermeintliche Realität vor." In seinen Fragen nehme er meistens die "Antworten vorweg".

    In den vergangenen Wochen hatte bereits der WDR-Rundfunkrat öffentlich die Diskussionsrunden kritisiert. Zudem wurden Papiere aus dem Programmausschuss des NDR-Rundfunkrats öffentlich gemacht, in denen er seine Kritik äußerste. Beide forderten ebenfalls, die Zahl der Sendungen zu reduzieren sowie mehr Abwechslung bei Themen und Gästen.

    Diese Kritik ist nun nicht mehr zu ignorieren, und man kann nur hoffen, dass sich bald etwas ändert. Wie wäre es z.B. mit einem spannenden Dokumentarfilm am Montagabend? (s. nächste Meldung)


    ARD-Dokusendeplatz am Montag in Gefahr -
    ARD darf Doku-Kompetenz nicht weiter aufs Spiel setzen


    Nach Informationen des Hamburger Abendblatts gibt es in der ARD „sehr konkrete Überlegungen“, die Talkshow von Reinhold Beckmann vom Donnerstag auf ihren alten Sendeplatz am späten Montagabend zurückzuverlegen. Darüber soll in der ARD-Programmdirektorenkonferenz Anfang kommender Woche entschieden werden. „Sollten Programmdirektoren diesem Vorschlag folgen, würde ein sehr gut eingeführter und vom Zuschauer angenommener fester Sendeplatz für Dokumentationen am Montagabend wegfallen“, erläutert Dagmar Biller, Vorsitzende der Produzentenallianz-Sektion Dokumentation, und fragt: „Soll dieser Dokumentations-Sendeplatz auf den schwierigen Donnerstagabend geschoben, noch weiter in die Nacht gelegt oder am Ende ganz abgeschafft werden?“ „Die massive Talkshow-Programmierung in der ARD steht ohnehin in der Kritik vieler Sendergremien“, so Dagmar Biller weiter: „Dass jetzt überlegt wird, dafür ausgerechnet einen – ohnehin schon spät platzierten – Dokumentations-Sendeplatz in Frage zu stellen, wäre eine Missachtung des dokumentarischen Journalismus in der ARD.“ „Die Sektion Dokumentation der Produzentenallianz fordert eine Stärkung des dokumentarischen Journalismus im öffentlich-rechtlichen Fernsehen“, erklärt Dagmar Biller: „Bislang gehörten Dokumentationen zur journalistischen Kernkompetenz der ARD. Der Senderverbund darf diese Kompetenz nicht aufs Spiel setzen."


    Und noch eine Befragung: Europäische Umfrage zu Veränderungen der Beschäftigung in den Medien

    Die Studie "Mapping Change in the Media and Journalism" richtet sich an Medienschaffende und Journalisten, die als Angestellte oder Freie in Europa arbeiten. Sie wurde in Auftrag gegeben von der European Federation of Journalists (EFJ) und der europäischen Sektion von UNI-MEI, einer globalen Interessenvertretung von Beschäftigten in Medien, Unterhaltung und Künsten. Sie wird unterstützt durch die Europäische Kommission, Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration. Erhoben werden Angaben zur Ausbildung und beruflichem Werdegang, zur Tätigkeit, zum Arbeitgeber bzw. Auftraggebern, zum Einkommen, zur Gewerkschaftsmitgliedschaft sowie Einflussfaktoren auf Arbeit und Arbeitsleben. Erste Zwischenergebnisse der befragten Medienschaffenden aus England und Frankreich ergeben:

    • jede berufliche Medientätigkeit für den Beschäftigten bedeutet, dass er in durchschnittlich in 2-3 verschiedene Tätigkeitsfelder involviert ist
    • ein Drittel der Medienschaffenden arbeiten an Webseiten, meistens als Teilgebiet ihrer Aufgaben
    • Medienschaffende, die nicht Gewerkschaftsmitglieder sind, werden eher geringer bezahlt.

    Die Umfrage (auf englisch) läuft noch bis auf weiteres. Bitte beteiligt euch unter http://www.surveymonkey.com/s/Mapping_change (dauert ca. 15 Min).

    Mehr Informationen: http://www.uniglobalunion.org
    http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=4fe313f54f7d8&akt=neuemedien


    Degeto-Geschäftsführerin Strobl will Neuausrichtung

    Christine Strobl, 40, ab Juli Inhalte-Geschäftsführerin der ARD-Produktionstochter Degeto, will die ARD-Fernsehfilme modernisieren: "Wir müssen die Filme heutiger, zeitiger, moderner und farbiger erzählen, ohne die Leichtigkeit, die Herzlichkeit und die Liebesmomente zu verlieren“, sagte Strobl der "Heilbronner Stimme".

    Eines ihrer Ziele sei es, den Freitagsfilm um 20:15 Uhr in der ARD aus der Schnulzenecke herauszuholen. Ein weiteres Ziel der Tochter von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sei, donnerstags und samstags um 20:15 Uhr hochwertige Filme mit unterscheidbaren Programmfarben zu etablieren.

    Neben Strobl, die bisher Spielfilmchefin beim SWR war, gibt es bei der Degeto einen Geschäftsführer für Finanzen und Verwaltung. Interimistisch ist das Kurt Bellmann. Strobls Vorgängerin Bettina Reitz ist bereits Anfang Juni als Fernsehdirektorin zum Bayerischen Rundfunk (BR) zurückgekehrt. Ihr Co-Geschäftsführer Hans-Wolfgang Jurgan wurde schon vergangenen November wegen "gravierender organisatorischer Mängel" abberufen.

    Quelle: PM der Produzentenallianz


    Start des neuen Pilotförderprogramms zur Entwicklung innovativer Entertainmentformate, in NRW gestartet

    „Entertainment ist eines der wichtigsten Programmgenres des deutschen Fernsehens, das bislang weitgehend von internationalen Formaten bestimmt wurde“, erklärt Dr. Christian Franckenstein, Vorsitzender der Produzentenallianz-Sektion Entertainment: „Mit einem solchen Förderansatz werden Produzenten stärker in die Lage versetzt, eigene Formate zu entwickeln und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Entertainment-Produzenten in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf die Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells im digitalen Zeitalter. Unser Dank gilt daher dem Land NRW und der Film- und Medienstiftung für diese zukunftsweisende und innovative Pilotförderung.“

    Der Pilot-Formatentwicklungsfonds läuft über drei Jahre und verfügt über ein Volumen von 500.000 Euro jährlich. Er wurde in enger Zusammenarbeit von der Produzentenallianz und der Film- und Medienstiftung NRW konzipiert und soll kreative Produzenten aus NRW bei der Entwicklung ihrer Format-Ideen unterstützen und ihre Position im nationalen und internationalen Programm- und Formatmarkt verbessern.


    Einladungen in München
    AG DOK Diskussionsveranstaltung »Weiterdenken in der digitalen Welt!«

    Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm sieht vor dem Hintergrund der aktuellen Urheberrechtsdebatte die historische Chance, die Grund-Idee eines öffentlich finanzierten frei zugänglichen Rundfunksystems neu und zukunftsfähig weiter zu entwickeln.

    Wenn im nächsten Jahr statt der derzeitigen Rundfunkgebühr eine Haushaltsabgabe eingeführt wird, ließe sich damit der größte Reformschritt der deutschen Rundfunkgeschichte seit langem verbinden: zehn Prozent der zu erwarteten GEZ-Mehr-Einnahmen von 8 Milliarden Euro – also 800 Millionen Euro im Jahr, könnten dann zur direkten Finanzierung freier Projekte im Internet verwendet werden. Für Projekte, die ohne aufwändige Sender-Strukturen und damit kostengünstig entstehen und die für alle Bürger jederzeit kostenlos und frei zugänglich sind.

    Anlässlich des 30. Internationalen Filmfestes München lädt die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm deshalb alle Urheber und Interessierte zu einer Fachdiskussion: Am Samstag, den 30. Juni von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr in der HFF im Seminarraum 3, Gabelsbergerstraße 33, in München ein.

    Mit Thomas Frickel, Autor, Regisseur, Produzent und Vorstandsvorsitzender der AG DOK und C. Cay Wesnigk, Autor, Regisseur, Produzent und Mitglied im Vorstand der AG DOK.

    Weitere Informationen: http://www.agdok.de


    Talk auf dem Münchner Filmfest
    Are you talking to me?! Sender und Kreative: Eine Hassliebe?

    Am Montag den 2. Juli lädt die Deutsche Akademie für Fernsehen im Rahmen des diesjährigen Münchner Filmfestes zum Diskurs "Are you talking to me?! Sender und Kreative: Eine Hassliebe? Wer versteht was wie und warum (nicht)?" mit Wolfgang Bergmann, Dietrich Brüggemann, Sigrid Narjes und Prof. Gebhard Henke.
    Moderation: Rüdiger Suchsland

    Anmeldung an: info@deutscheakademiefuerfernsehen.de


    Neues ISFF Kursprogramm

    Das neue Programm des ISFFfür die Saison Herbst/Winter 2012/13 ist Online! Das Institut für Schauspiel Film- und Fernsehberufe (iSFF) bietet mit seinen Lehrgängen und Kursen ein umfassendes Weiterbildungsangebot für die unterschiedlichen Disziplinen im Bereich Film, Fernsehen und Bühne. Das Credo: Von der Branche für die Branche. Alle Dozentinnen und Dozenten sind erfahrene Profis, die ihr Wissen an die Kolleginnen und Kollegen und den Nachwuchs weiter geben.

    Informieren Sie sich über das aktuelle Programmspektrum des iSFF mit einem Blick in diesen Newsletter.

    Bitte beachten Sie darin den neuen Lehrgang Script Consultant, eine Professionalisierung mit viel Zukunftspotential.

    Die Lehrgänge des iSFF sind zertifiziert und somit förderungsfähig. ver.di Mitglieder erhalten auf die kurzen Seminare und Lehrgänge Rabatte.

  • 7. Anmeldung/Impressum

    Erscheinungsdatum:
    Der ver.di-FilmUnion-Newsletter erscheint grundsätzlich am Ende eines Kalendermonats. Aus Termingründen sind Verschiebungen des Versandes nicht auszuschließen. Wenn Sie den ver.di-FilmUnion-Newsletter kostenlos erhalten wollen, melden Sie sich bitte persönlich an unter [LINK].

    Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie uns unter:
    ver.di FilmUnion & connexx.av GmbH
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    Olaf Hofmann
    Besenbinderhof 60 | 20097 Hamburg
    fon: 040.2858-4151, fax: 040.25328815
    mail: olaf.hofmann@connexx-av.de

    Autor und Texter der Beiträge:
    Christoph Brandl

    Redaktion:
    Olaf Hofmann

    Impressum und V.i.S.d.P.
    Dieser Newsletter wird von Wille Bartz, Geschäftsführer connexx.av GmbH, dem Projekt der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, monatlich herausgegeben.
    connexx.av GmbH
    c/o ver.di LBZ Niedersachsen
    Wille Bartz
    Goseriede 10-12 | 30159 Hannover

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