FilmUnion

Newsletter 05/2013

Newsletter 05/2013

vom 11. Oktober 2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Freunde des Dokumentarfilms haben das DOK Filmfest in Leipzig natürlich schon eingeplant. ver.di engagiert sich hier seit vielen Jahren mit einem gut dotierten Preis. Und ein paar Karten haben wir auch zu verlosen.

Bevor ihr euch an die Lektüre des Newsletters macht, möchten wir euch noch mal an unsere Umfrage zur Tarifrunde erinnern. Der Tarifvertrag für Film- und Fernsehschaffende ist zum Jahresende gekündigt, die Verhandlungen beginnen im Oktober. Ihr habt noch die Gelegenheit eure Stimme zu Inhalten und vor allem auch zu eurer Bereitschaft, etwas für den Tarifvertrag zu tun, mit in unsere Umfrage einfließen zu lassen.
Zur Umfrage

Bei denjenigen, die dies bereits getan haben, bedanken wir uns an dieser Stelle!

Eure ver.di FilmUnion

  • 1. Karten für die DOK Leipzig zu gewinnen

    Wenn sich in diesem Jahr die Kinovorhänge für das 56. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm vom 28. Oktober bis 3. November 2013 öffnen, können ver.di Mitglieder mit dem Gewinn einer Tageskarte oder Dauerakkreditierung dabei sein. Wir verlosen 8 Tageskarten und 6 Dauerkarten beziehungsweise Freiakkreditierungen. Die Tages- und Dauerkarten ermöglichen den Besuch aller DOK Leipzig Festival Filmvorführungen.

    Die Festival-Akkreditierung ist ein echter Leckerbissen für Filmschaffende. Denn sie berechtigt nicht nur zum Besuch aller DOK Leipzig Festival-Filmvorführungen, sondern auch zu Festival-Veranstaltungen sowie zum Besuch zahlreicher DOK Industry-Angebote. Außerdem beinhaltet jede Akkreditierung einen DOK Leipzig Festival-Katalog.

    Mit etwas Glück gewinnen Sie durch eine Mail an berlin@connexx-av.de Stichwort: DOK Leipzig 2013. Beantworten Sie die Frage, welcher Film im letzten Jahr mit dem ver.di Preis bei der DOK Leipzig 2012 ausgezeichnet wurde. Kleiner Tipp: Stöbern Sie im Webarchiv der DOK Leipzig: http://www.dok-leipzig.de  oder auf http://www.connexx-av.de!

    Einsendeschluss ist der 15. Oktober2013. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Auch in diesem Jahr verleiht ver.di im Internationalen Wettbewerb des Festivals einen Preis über 2.500 Euro.

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  • 2. CinePostprodution meldet Insolvenz an

    Die CinePostproduction GmbH hat am 13. August 2013 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Vorerst geht der Geschäftsbetrieb normal weiter.

    Dabei ist für die MitarbeiterInnen der Niederlassungen in München, Hamburg, Berlin, Köln und Halle an der Saale die Zukunft ungewiss. Noch bis Ende Oktober erhalten sie Insolvenzgeld.

    Im vergangenen Jahr waren bereits die Kopierwerke der Cinepostproduction in Hamburg und Köln geschlossen worden.

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  • 3. Eckpunktpapiere der Produzentenallianz mit ZDF/ARD

    Das ZDF hat sich mit der Produzentenallianz darauf geeinigt, die Eckpunkte der vertraglichen Zusammenarbeit bei vollfinanzierten Auftragsproduktionen auf alle TV-Entertainment-Genres außer Talkshows auszuweiten. Damit werden Unterhaltungsproduktionen den fiktionalen Produktionen gleichgestellt.

    ARD und Produzentenallianz haben sich auf Leitlinien verständigt, um ihre Zusammenarbeit zu vertiefen. Im Zentrum steht das Bekenntnis der Partner, gemeinsam hochwertige Programminhalte für die Senderfamilie ARD herzustellen. Sie verpflichten sich, dies zu angemessenen und marktgerechten Preisen zu tun. Die ver.di Film Union begrüßt beide Papiere.

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  • 4. Mehr Transparenz – Kosten für ARD-TV-Produktionen

    Vielleicht war der Druck der Filmindustrie zu groß. Jedenfalls hat die Leitung der ARD dem vielfachen Wunsch von Produzenten, Produktionsfirmen, ver.di FilmUnion, Berufsverbände und Fernsehmachern entsprochen, die Kosten öffentlich-rechtlicher TV-Produktionen transparenter zu machen. Das Geheimnis ist nun gelüftet – die ARD nannte kürzlich die Preise von Filmen und Serien.

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  • 5. Tipp: Cherrypicking, nur das Beste aus dem TV

    Der Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffende (TV FFS) muss eins zu eins von tarifgebundenen Mitgliedern der Produzentenallianz angewendet werden. Aber wie sieht es aus mit Produktionsfirmen, die nicht tarifgebunden sind? Dürfen sich diese die Rosinen aus dem Tarifvertrag picken, beispielsweise die Regeln zur Arbeitszeit? Dürfen diese Filmschaffende bis zu 13 Stunden täglich arbeiten lassen, aber nur 25 % Zuschläge zahlen?

    Nein, so geht es schon mal gar nicht. Nur einseitig dürfen die Vorteile für einen Arbeitgeber zulasten einer Arbeitnehmerin nicht heraus gesucht werden. Zwar dürfen grundsätzlich Regeln aus dem Tarifvertrag in Arbeitsverträge übernommen werden, ohne den gesamten Inhalt des Tarifvertrages zu übernehmen. Allerdings dürfen tarifvertragliche Regelungen, die sachlich zusammengehören, nicht willkürlich auseinandergerissen werden. Eine einzelne Regelung muss grundsätzlich als Ganzes übernommen werden.

    Es ist also rechtlich nicht möglich, wirksam zu vereinbaren, dass eine tägliche Höchstarbeitszeit bis zu 13 Stunden anfallen kann, ebenso muss zwingend die gesamte Regelung zur Arbeitszeit übernommen werden. Diese umfasst die gestaffelten Mehrarbeitszuschläge von 25 % bis 100 %, die Gewährung des Arbeitszeitkontos, zusätzliche Nachtarbeitszuschläge, Zuschläge und Ausgleichstage für Sonn- und Feiertagsarbeit, Ruhezeitregeln von 11 Stunden bzw. 24 plus 11 Stunden bei einem Ruhe- oder Urlaubstag sowie die Pausenregel.

    Die gesamte Regel zur Arbeitszeit finden Sie im TV FFS unter 5. – Von 5.1 bis 5.9.3. ab Seite 11. Entweder ganz oder gar nicht!

    Zum TV FFS

  • 6. Filmbranche – Geschlechter geteilte Welt?

    Interview mit der Schauspielerin Belinde Ruth Stieve

    Die in Berlin lebende Schauspielerin Belinde Ruth Stieve macht seit Anfang 2013 Strichlisten von Cast und Crew deutscher und internationaler Filme und bloggt darüber. Ihre Erkenntnisse sind ernüchternd: Sowohl die Anzahl der Schauspieler als auch die Anzahl der männlichen Teammitglieder ist doppelt so hoch wie die der Kolleginnen. Der ver.di Film Union Newsletter sprach mit ihr über Zahlen und Hintergründe der Arbeit von Stieve.

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  • 7. »Jemand müsste mal ...« – eine Glosse

    Eine wütende Glosse von Stefan Nowak (ver.di FilmUnion, Köln)

    'Jemand' und 'Man' tauchen in der täglichen Arbeit immer wieder auf, sind aber gerade nicht anwesend oder jedenfalls wie Dr. Kimble einfach nicht zu fassen.

    Steffen Nowak sinniert über einen »Jemand, der« ihm immer wieder in den gleichen Situationen begegnet, er rätselt über die Identität von »Man«, der Anstoß zu Aktivitäten geben sollte... – ein Denkanstoß: »Verdammt. Da ist er wieder, dieser 'Jemand'. 'Jemand' sollte, 'Jemand' müsste mal ... warum macht nicht endlich mal 'Jemand' was...? Ich begegne 'Jemand' in allen Situationen, in denen sich Unzufriedenheit über miese Bezahlung oder skandalöse Arbeitsbedingungen breitmacht; bei der Arbeit, auf eigentlich allen Gewerkschaftsversammlungen oder Berufsverbandstreffen«.

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  • 8. Termintipp: Workshop für Schauspieler/-innen

    »Erfolgreich und gut arbeiten – wer unterstützt uns dabei?« – Workshop für Schauspielerinnen und Schauspieler

         Mittwoch, 6. November 2013
         13.00-18.30 Uhr
         Bürgerzentrum Alte Feuerwache
         Melchiorstraße 3, 50670 Köln
         KVB-Haltestelle: Ebertplatz

    Freiberuflichkeit, befristete Engagements, Urheberrecht, Krankenkasse, Rentenversicherung, Selbstständigkeit, Projektförderung – wichtige Fragen ergeben sich hier oft im Berufsalltag. Rat und Unterstützung bieten dabei z. B. Berufsverbände, Kultur- und Beratungsinstitutionen, Gewerkschaften.

    Aber wer hat schon die Zeit von einem zum anderen zu laufen? Deshalb bietet der Workshop einen Überblick: Wer macht was? Welche Positionen werden vertreten? Wo sind Probleme, wo sind Lösungen? Und gleichzeitig gibt es die Gelegenheit für Kontakte und persönliche Gespräche.

    Der Workshop ist kostenfrei.
    Bitte anmelden unter workshop@aim-mia.de oder FAX 0221/88895481

    Weitere Informationen:
    AIM KoordinationsCentrum, Anne Schulz,
    Im Mediapark 7, 50670 Köln, Tel 0221/5743360

    Unter anderem Gesprächs- und Kontaktbörse mit:

    • Julia Beerhold,
      Schauspielerin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS)
    • Rainer Bode,
      LAG Soziokultureller Zentren NRW und Mitglied im Beirat der Künstlersozialkasse
    • Johannes Brückner,
      connexx.av, ver.di
    • Ines Duda,
      Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) Künstlervermittlung (Schauspiel Film/Fernsehen)
    • Günter Jeschonnek,
      Geschäftsführer Fonds Darstellende Künste (angefragt)
    • Volkmar Kampmann,
      Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) Künstlervermittlung (Schauspiel Bühne)
    • Mechthild Kaub,
      FILM+TV Consulting
    • Marlies Knodel,
      Stadt Köln, Amt für Wirtschaftsförderung, Gründungsberatung
    • Andreas Külzer,
      Schauspieler, NRW Landesvorstand bei der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger
    • Burkhard Küppers,
      nrw gruendercoaching
    • Harald Redmer,
      Geschäftsfüher des NRW Landesbüro Freie Kultur, Kulturrat NRW e.V., Sektion Theater
    • Peter Reinhardt,
      InteressenVerband Synchronschauspieler e.V.
  • 9. Kurzmeldungen

    Freie bei Pixomondo: Prekär und preisgekrönt

    Wenn Unternehmen in Zahlungsengpässen sind, wird zuerst am schwächsten Glied gespart: den Freien. Diese warten oft monatelang auf ihr Geld, wie gerade bei Pixomondo. Das Unternehmen ist auf visuelle Effekte spezialisiert und für seine Effekte in vielen Filmen preisgekrönt, wie gerade bei "Game of Thrones". Doch diejenigen, die diese Preise einfahren, warten seit Ewigkeiten auf ihr Geld. Auf der Facebook haben sich die Betroffenen unter der Forderung " Pay us Pixomondo". Auch wenn die Forderung alle verbindet, kämpft jeder für sich allein. Und die Angst ist groß, die Kunden zu verlieren, wenn man zu unbequem wird. Anja Willmann von connexx.av sprach mit der FAZ über das Problem: „Wer klagt, verliert den Kunden“

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    Fortbildungen für Filmschaffende: Winterprogramm des iSFF

    Das aktuelle Weiterbildungsprogramm des Instituts für Schauspiel, Film-, Fernsehberufe (iSFF) an der VHS Berlin Mitte ist online. So bereitet es mit den Lehrgängen „Regieassistenz & Aufnahmeleitung“ sowie „Produktionsleitung“ auch auf IHK-Prüfungen vor. Die Weiterbildung zum Script Consultant für audiovisuelle Medien wurde 2012 erstmalig angeboten und findet jetzt Herbst 2013 zum zweiten Mal statt. Alle Angebote sind auch auf die Erfordernisse des internationalen Marktes ausgerichtet – insbesondere auch zwei Angebote für Schauspieler: Der Lehrgang „Casting-Training: national & international“ und der Workshop „Akzentfreies Englisch: E-Casting / Interview-Training“.
    Für die Teilnahme am Workshop-Programm erhalten ver.di Mitglieder 20 % Ermäßigung.

    Das komplette Kursprogramm finden Sie online unter:
    http://isff-berlin.eu/isff_neu/Content/Page/Programm2Halbjahr_102


    Neuer Tatort-Ermittler in Frankfurt

    Nach dem Abschied von Joachim Król als Frankfurter „Tatort“-Kommissar wird bald Wolfram Koch für den Hessischen Rundfunk auf Spurensuche gehen. Er wird gemeinsam mit seiner TV-Partnerin Margarita Broich ermitteln. Der erste Krimi des neuen Teams soll im kommenden Jahr gedreht werden. Zunächst werden noch zwei weitere Frankfurter „Tatort“-Folgen mit Joachim Król gezeigt.

    Der Frankfurter „Tatort“ ist nach hr-Angaben die erfolgreichste Produktion des Senders für die ARD. Nach dem Abschied von Nina Kunzendorf aus dem hessischen „Tatort“-Team hatte der Hessische Rundfunk zunächst die Schauspielerin Broich als neue Kommissarin und Partnerin Króls vorgestellt – bis dieser überraschend seinen Abschied ankündigte.


    Salzburger Filmfest startete

    "Vide_o_Drom" heißt ein am 3. Oktober startendes kleines Filmfestival in Salzburg zu einem außergewöhnlichen Thema: Roma und Sinti. Veranstalter ist das Studio West, das nach 2009 zum zweiten Mal eine Filmreihe von und über diese Volksgruppe präsentiert. Heuer sind es 15 Filme, die im Filmkulturzentrum Das Kino (Eintritt) sowie im Theater Toihaus (gratis) gezeigt werden. Ergänzt wird das Filmprogramm mit Diskussionen, einer vom Historiker Gerd Kerschbaum geführten, kritischen Stadtwanderung auf den Spuren der Roma und Sinti in der NS-Zeit, einer Party, dem Geschichten-Erzähl-Abend "Ungarn von unten" sowie dem Verkauf von Produkten der Volksgruppe an diversen Verkaufsständen. Das Festival läuft bis zum 14. Oktober 2013.


    FilmStoffEntwicklung 2013 -
    Tag der Dramaturgie am 10. November 2013 in Berlin

    Mit FilmStoffEntwicklung 2013 betrachtet der Verband für Film- und Fernsehdramaturgie (VeDRA) einen Tag lang Kino, TV und Neue Medien aus einem gezielt dramaturgischen Blickwinkel. Der Dramaturgentag findet bereits zum 5. Mal statt. In 15 Einzelveranstaltungen, von Podiumsdiskussionen und Case Studies über Workshops bis zu Expertenrunden, werden aktuelle dramaturgische Fragestellungen behandelt. Unter www.filmstoffentwicklung.de kann man sich nicht nur anmelden; dort sind ebenfalls ausführliche Informationen zu Programm und Gästen zu finden.

  • 10. Impressum | Abo

    Die ver.di FilmUnion will mit diesem Newsletter für bessere Information und Transparenz bei den Beschäftigten der Produktionswirtschaft von Film und Fernsehen sorgen. Insbesondere greifen wir film- und sozialpolitische Themen auf. Die ver.di FilmUnion bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Fernsehschaffenden und allen anderen Beschäftigten in Produktions-, Dienstleistungs- und Studiobetrieben.

    Wir treten für Kunstfreiheit, gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und vor allem die Umsetzung tariflicher Bestimmungen ein. Als vorrangiges Ziel streben wir eine integrierte Interessenvertretung der Film- und Fernsehbeschäftigten in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an.

    Der ver.di-FilmUnion-Newsletter erscheint alle zwei Monate. Wenn Sie den ver.di-FilmUnion-Newsletter nicht mehr erhalten wollen, melden Sie ihn bitte hier ab: http://www.connexx-av.de/publikationen_newsletter_bfv.php.

    Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie uns unter:
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    Autor und Texter der Beiträge:
    Christoph Brandl

    Redaktion:
    Kathlen Eggerling

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