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Newsletter 03/2016

Newsletter 03/2016

vom 25. Mai 2016

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wie ist es um die Glaubwürdigkeit der Medien in Deutschland bestellt? Eine Umfrage hat ergeben, dass die Mehrheit der Deutschen die Medien für gelenkt hält. Zudem würde zu viel über Probleme und zu wenig über Lösungen berichtet. Das hat eine repräsentative Umfrage des Instituts TNS Emnid für den Bayerischen Rundfunk ergeben. Demnach glauben 60 Prozent der Befragten, dass als unerwünscht geltende Meinungen in der Berichterstattung ausgeblendet würden (siehe auch Meldung 13). Ebenso viele gehen davon aus, dass es Vorgaben für die Berichterstattung gebe - vor allem von Seiten der Regierung oder staatlicher Stellen, der Wirtschaft oder den Parteien. 65 Prozent sind der Ansicht, dass Journalisten nicht immer das sagen dürfen, was sie wirklich denken. (http://www.br.de/nachrichten/inhalt/br-medien-studie-100.html)
Auch der „Fall Böhmermann“ hat den Glauben an die Meinungs- und Pressefreiheit beschädigt.
Doch ganz so einfach sollten wir es uns alle nicht machen: Als Film- und Fernsehmacher_innen, Journalist_innen, Autor_innen, Gewerkschafter_innen sind wir Teil des Mediensystems. Und auch von unserem Mut, der Qualität unserer Recherchen, unserer profilierten, kompetenten und meinungsstarken Berichterstattung hängt es ab, wie glaubwürdig unsere Medien zukünftig sein werden. Es gilt, die Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit täglich zu verteidigen – dazu muss man nicht Böhmermann heißen.
Eine spannende Zeit wünscht euch

Eure ver.di FilmUnion
http://filmunion.verdi.de
http://www.facebook.com/connexx.av

 

Inhalt

  1. "Starker Einsatz" für Martin "Martini" Küster
  2. Tarifdumping beim NDR: "Nordlichter" mit 3/4-Gagen
  3. Abgemacht, abgedreht, abgezockt? Vertragsverhandlungen für Filmschaffende
  4. Neuer Tarifvertrag für die Hosentasche
  5. Filmfest Emden: DGB-Filmpreis und Treffs
  6. DOK-Preisträger erhält France Culture Cinéma 2016
  7. Filmwettbewerb zum Thema "Der bessere Mensch"
  8. Deutsch-Polnischer Filmfonds: Anträge bis 15. Juli
  9. Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2016: bis 12. Juni bewerben
  10. ProSiebenSat.1: Videowettbewerb für Schüler
  11. Premiere in Cannes: "Ma Loute" von Bruno Dumont
  12. Bild.de experimentiert mit Virtual Reality-Filmen
  13. Sind Fernsehanstalten wirklich unabhängig?
  14. Kameramnn ist trotz Selbstverleih Arbeitnehmer
  15. Gewerkschaftsgeschichte zum Eintauchen
  16. Impressum / Abo
  • 1. "Starker Einsatz"

    "Starker Einsatz" für Martin "Martini" Küster

    Im Rahmen des Deutschen Schauspielerpreises wurde der Innenrequisiteur Martin „Martini“ Küster am 20. Mai im Berliner Zoo-Palast vor mehr als 800 geladenen Gästen mit dem ver.di-Preis „Starker Einsatz“ ausgezeichnet. Mit dem Starken Einsatz ehren die ver.di FilmUnion und der Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) Filmschaffende, die sich für faire Arbeitsbedingungen, Transparenz und ein gemeinsames Verständnis am Filmset einsetzen.
    Schauspieler und langjähriger Set-Kollege Wanja Mues hob in seiner Laudatio hervor:
    „Er macht aus einem Set eine Gemeinschaft von Menschen, die sich wieder daran erinnern, dass sie den Film lieben.“ Und das sei keineswegs selbstverständlich. Denn nach einer Woche mit 14-Stunden-Tagen könne man schon mal vergessen, dass man diesen Job nicht mache, weil man dazu gezwungen worden sei, sondern weil man den Film und Filme eben liebe.

    Mehr unter:
    https://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++2c07fa1e-1e5d-11e6-ba14-52540077a3af

    https://mmm.verdi.de/beruf/ver-di-preis-starker-einsatz-fuer-courage-im-filmalltag-verliehen-31427

  • 2. Tarifdumping beim NDR

    Tarifdumping beim NDR: "Nordlichter" mit 3/4-Gagen

    Die neue Reihe „Nordlichter“ im NDR hatte als junges, unterhaltsames, mutiges Projekt eine Menge Vorschusslorbeeren kassiert und wurde u.a. auf dem Hamburger Filmfest im November 2015 über den grünen Klee gelobt. Bei der Programminnovation werden erstmals im NDR Filme von Nachwuchstalenten aus der speziellen norddeutschen Perspektive produziert. Doch die Freude über das neue Projekt währte nicht lange: Schon bald sickerte durch, dass die Bezahlung der jungen Filmschaffenden alles andere als zukunftsweisend ist: Sie bekommen nur 75 Prozent der Tarifgagen; der zwischen Produzentenallianz und der ver.di FilmUnion ausgehandelte Tarifvertrag wird schamlos unterlaufen. Seit April bemüht sich ver.di um Klärung des Problems – in einem Brief an den NDR-Verwaltungsrat, die Aufsichtsräte der nordmedia sowie der Filmförderung Hamburg werden die Gremien ermahnt, sich an tarifvertragliche Regelungen zu halten.

    Mehr unter:
    http://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++cef2e9a4-0211-11e6-82bc-525400ed87ba

    https://mmm.verdi.de/tarife-und-honorare/tarifdumping-bei-ndr-debuetreihe-nordlichter-29389

  • 3. Abgemacht, abgedreht, abgezockt?

    Abgemacht, abgedreht, abgezockt? Vertragsverhandlungen für Filmschaffende

    Die ver.di FilmUnion lädt zum Stammtisch am Donnerstag, den 9.6.2016, um 19 Uhr im Max & Moritz, 1. Stock in der Bibliothek, Oranienstraße 162, 10969 Berlin
    Viel Zeitdruck, wenig Vorlauf, kein Vertrag – und schon gehen die Dreharbeiten los. Oft werden Filmschaffende in letzter Minute angefragt, nach einem kurzen Gespräch sagen sie den Job zu, und mitten in der Produktion bekommen sie den schriftlichen Vertragsentwurf, der deutlich vom Vorgespräch abweicht. Auf die Rahmenbedingungen in der Branche hat die/der Einzelne leider wenig Einfluss, aber wie macht man das Beste daraus?
    An diesem Stammtisch-Abend werden von Kathlen Eggerling und Ida Storm Jansen (selbständige Unternehmensberaterin) Vertragsverhandlungen beleuchtet: was ist der rechtliche Rahmen, wie bereite ich mich vor, welche Strategien helfen mir, wie sichere ich mein Verhandlungsergebnis?
    Die Bedingungen in der Branche sind knallhart. Das können wir leider nicht ändern. Aber wir können helfen, besser auf die Verhandlung vorbereitet zu sein und das ist schon die halbe Miete.
    Der Thementeil ist bis 21 Uhr geplant. Wer hinterher noch Lust hast, bleibt noch auf einen Plausch!

    Mehr unter:
    https://filmunion.verdi.de/service/veranstaltungen/++co++2ae23fe2-21bd-11e6-a668-5254008a33df

     

     

  • 4. Tarifvertrag für die Hosentasche

    Neuer Tarifvertrag für die Hosentasche

    Seit April gilt der neue Tarifvertrag für Film- und Fernsehschaffende (TVFFS), in dem 5,75 Prozent mehr Geld in zwei Stufen sowie weniger 13-Stunden-Tage mit der Produzentenallianz vereinbart wurden.
    Wieviel verdiene ich jetzt? Die Frage lässt sich leicht beantworten, denn die neuen, aktualisierten Tarifverträge für Film- und Fernsehschaffende (TVFFS) für die Hosentasche (inklusive der Mindestgagentabelle 2016/17) sind gedruckt und können bei connexx.av bestellt werden. Besser noch ist aber, Bescheid zu geben, wo ihr gerade dreht – dann statten euch die Kolleg_innen der FilmUnion gern einen Besuch am Set ab und bringen die neuen Tarifverträge gleich mit.

    Zum Herunterladen gibt’s das neue Tarifwerk hier:
    https://filmunion.verdi.de/tarife/++co++a0a66a4c-0b7a-11e4-9afb-52540059119e

    Die Einzelheiten zum Tarifabschluss sind hier nachzulesen: http://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++dc21f1d8-f762-11e5-b404-52540059119e

    http://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++f328de80-0b82-11e6-833b-525400ed87ba

     

     

  • 5. Filmfest Emden: DGB-Filmpreis

    Filmfest Emden: DGB-Filmpreis

    Vom 1. bis 8. Juni steigt das 27. Internationale Filmfest Emden/Norderney. Traditionell wird dort auch der Filmpreis des DGB, mit dem gesellschaftlich besonders engagierte Regisseur_innen ausgezeichnet werden, verliehen. Neben interessanten Filmen gibt es viele Gelegenheiten für Treffs und Diskussionen. So findet am 3. Juni ab 14.30 Uhr das DGB-Filmgespräch statt, bei dem die für den DGB-Preis nominierten Filme vorgestellt werden. Gekürt werden die Sieger dann am 5. Juni im Neuen Theater in –Emden.
    Mehr Infos zum Filmfest unter www.filmfest-emden.de

     

     

  • 6. DOK-Preisträger 2014

    DOK-Preisträger erhält France Culture Cinemá 2016

    Gut´ Ding will Weile haben: Der ver.di-Preisträger der DOK Leipzig von 2014 erhält jetzt den renommiertesten französischen Kinopreis France Culture Cinemá für seinen Dokumentarfilm „Toto and his sisters“ – ein Film über das Leben von drei Geschwistern im Armenviertel von Bukarest. Wir gratulieren!
    Schon im Jahr nach der Ehrung durch die ver.di-Jury in Leipzig hatte Nanaus Film einen Siegeszug durch die europäischen Kinos angetreten und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Nur in Deutschland war der Erfolg bislang eher mäßig. Im Gespräch mit „M – Menschen Machen Medien“ hatte der gebürtige Rumäne schon letztes Jahr mehr Mut von deutschen Verleihern gefordert.
    https://mmm.verdi.de/beruf/mehr-mut-von-deutschen-verleihern-gewuenscht-743

    Zur aktuellen Nachricht auf dem Facebook-Profil von „Toto and his Sisters“.
    https://www.facebook.com/Toto-and-His-Sisters-353850531448673/?fref=nf

  • 7. Filmwettbewerb "Der bessere Mensch"

    Filmwettbewerb zum Thema "Der bessere Mensch"

    Das neue interdisziplinäre Projekt der Jungen Akademie „be a better being“ bringt durch einen internationalen Filmwettbewerb und einen begleitenden Blog Wissenschaft und Film in einen Austausch. Filmschaffende weltweit sind aufgerufen, Filme zum Thema „Der bessere Mensch“ einzureichen. Alle Genres sind erlaubt: Vom Kurzfilm über Animationen bis zum Dokumentar- oder Experimentalfilm können die Beiträge Perspektiven auf den „besseren/verbesserten“ Menschen aufzeigen. Die Filme sollten nicht älter als drei Jahre sein und eine Länge von ca. 15 Minuten nicht überschreiten. Einsendeschluss ist der 24. Juni 2016.

    Weitere Infos unter http://www.betterbeing.info

     

  • 8. Deutsch-Polnischer Filmfonds

    Deutsch-Polnischer Filmfonds: Anträge bis 15. Juli

    Im Rahmen des neuen Deutsch-Polnischen Filmfonds (DPFF) fördern die Mitteldeutsche Medienförderung, das Medienboard Berlin-Brandenburg und das Polnische Filminstitut deutsch-polnische Filmvorhaben. Nächster Einreichtermin des DPFF für Anträge auf Entwicklungs- oder Produktionsförderung ist der 15. Juli 2016. Über die Anträge wird dann im September 2016 entschieden.

    Antragsformulare und weitere Informationen hier: http://www.mdm-online.de

  • 9. Deutscher Wirtschaftsfilmpreis

    Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2016: bis 12. Juni bewerben

    Der Wettbewerb zum "Deutschen Wirtschaftsfilmpreis 2016" ist gestartet. Anmeldeschluss ist am 12. Juni 2016. Der Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist einer der ältesten Filmpreise in Deutschland und wird in in vier Kategorien vergeben: Wirtschaftsfilme (Kurz- und Langfassungen),
    Imagefilme aus der Wirtschaft, Audiovisuelle Beiträge für digitale Medien und Nachwuchsfilme. Allein in der Kategorie „Nachwuchs“ werden Geldpreisen in Höhe von insgesamt 20.000 Euro verliehen.

    Mehr unter:
    http://www.bmwi.de/DE/Service/wettbewerbe,did=220862.html

  • 10. ProSiebenSat.1: Videowettbewerb

    ProSiebenSat.1: Videowettbewerb für Schüler

    Auf ein Neues können sich Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren kreativ austoben und am Schülerwettbewerb "SchoolsOn" teilnehmen. ProSiebenSat.1 sucht nämlich erneut Videobeiträge, die es bis ins Fernsehen schaffen können.

    Mehr unter:
    http://www.dwdl.de/nachrichten/55890/prosiebensat1_ruft_schueler_zum_videowettbewerb_auf/

  • 11. Premiere in Cannes

    Premiere in Cannes: „Ma Loute“ von Bruno Dumont

    Die französisch-deutsche Koproduktion „Ma Loute“ von Bruno Dumont („Camille Claudel 1915“, „Kindkind“) feierte beim 69. Filmfestival in Cannes (11.-22. Mai) im Wettbewerb Weltpremiere. Der Film unter Beteiligung von Pallas Film aus Halle (Saale) wurde von der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) mit 280.000 Euro, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, FFA/Mini Traité, CNC sowie Pictanovo unterstützt.
    Der Vergabeausschuss der MDM vergab in seiner zweiten Sitzung 2016 Ende April Fördermittel in Höhe von 4.286.100 Euro für insgesamt 25 Projekte von Kinderfilm über europäisches Arthouse-Kino bis hin zu anspruchsvollen Dokumentarfilmprojekten.

    Mehr unter:
    http://www.mdm-online.de

  • 12. Virtual Reality-Filme

    Bild.de experimentiert mit Virtual Reality-Filmen

    Virtual Reality gilt als „großes Ding der Zukunft“. Nun versucht sich auch „Bild“ mit Filmchen und machte im April den Anfang mit einem Besuch im Haus des Basketballstars Dirk Nowitzki im texanischen Dallas. Aufgenommen wurde das Ganze durch eine von Jaunt VR gesponserte Kamera, die 24 Linsen besitzt und dadurch einen 360-Grad-Raum entstehen lässt. Sofern man die Jaunt-App, eine VR-Brille oder ein Cardboard und natürlich ein Smartphone besitzt, kann man das Treffen virtuell erleben. Der Springer-Verlag ist seit September 2015 an der Firma Jaunt VR aus dem Silicon Valley beteiligt, die als führendes Startup für hochwertige Virtual-Reality-Produktionen gilt.

    Mehr unter:
    http://www.dwdl.de/nachrichten/55518/bild_experimentiert_mit_nowitzki_bei_virtual_reality/

  • 13. Sind Fernsehanstalten wirklich unabhängig?

    Sind Fernsehanstalten wirklich unabhängig?

    In einem Post auf Facebook wirft Oskar Lafontaine (Die Linke) Fernsehsendern vor, "im Dienst der neoliberalen Parteien" zu stehen und bemüht dabei eine Studie des als unabhängig geltenden Instituts für empirische Medienforschung (IFEM). Das hatte im April die Beteiligung von Parteienvertretern in TV-Nachrichten ausgewertet. Das Ergebnis: Spitzenreiter CDU mit 402 Auftritten – Schlusslicht Die Linke mit 52 Auftritten noch nach der AfD. Die Linke werde auch von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bekämpft, meint Lafontaine in seinem Post: „Demokratie setzt unabhängige Medien voraus, davon sind wir weit entfernt.“
    https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https://www.facebook.com/oskarlafontaine/posts/1090087557719377&width=500

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) reagierte nur zwei Tage später mit einem Artikel unter dem Titel „Lafontaines Lügenpresse“ und sprang darin den Öffentlich-Rechtlichen bei. Das sei reine „Legendenbildung“, so der Autor der FAZ, der die Studie offenbar anders gelesen hat. Schaut man nämlich nach der Fernsehpräsenz von Personen, liegt der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch (15mal), noch vor Horst Seehofer (CSU/12mal).
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/oskar-lafontaine-wittert-medien-verschwoerung-gegenueber-der-linken-14239753.html

  • 14. Kameramann trotz Selbstverleih Arbeitnehmer

    Kameramann ist trotz Selbstverleih Arbeitnehmer

    Ein Kameramann kann als Arbeitnehmer einer Rundfunkanstalt gelten, obwohl er sich selbst über eine Arbeitnehmerverleih-GmbH verliehen hat. Der Verleih ist deswegen unerheblich, da sich der Kameramann als Geschäftsführer der Arbeitnehmerverleih-GmbH nicht selbst verleihen darf. Weiß dies die Rundfunkanstalt, kann sie sich zudem nicht auf den Arbeitnehmerverleih berufen. Im konkreten Fall war ein Kameramann seit 1996 freiberuflich für eine Rundfunkanstalt tätig gewesen. Da die Einsatzzeit eines freien Kameramann aufgrund einer internen Vorschrift auf maximal 60 Tage im Jahr begrenzt war, gründete der Kameramann im Jahr 2000 auf Vorschlag des damaligen Produktionschefs der Rundfunkanstalt eine Arbeitnehmerverleih-GmbH, wurde deren Geschäftsführer und verlieh sich selbst als Arbeitnehmer an die Rundfunkanstalt. Da der Kameramann seit September 2007 fast ausschließlich für die Rundfunkanstalt tätig war und seine Arbeit auch nicht frei gestalten konnte, vertrat er die Meinung, für die Rundfunkanstalt als Arbeitnehmer tätig zu sein. Da diese das anders sah, erhob der Kameramann schließlich Klage. Das Landesarbeitsgericht (LAG) Schleswig-Holstein entschied zu Gunsten des Kameramanns: Der Kameramann sei aufgrund der Dauer, des Umfangs und der Art seiner Tätigkeit als Arbeitnehmer der Rundfunkanstalt anzusehen gewesen. Dabei habe es keine Rolle gespielt, dass sich der Kameramann selbst verliehen hat. Die Rundfunkanstalt habe versucht, die Schutzvorschriften des Arbeitsrechts zum Nachteil des Kameramanns zu umgehen.
    LAG Schleswig-Holstein vom 01.12.2015 (Az.: 1 Sa 439b/14)
    http://www.kostenlose-urteile.de/smart.newssearch.htm?ref=globalInHeaderSegment1&st=Kameramann

  • 15. Gewerkschaftsgeschichte

    Gewerkschaftsgeschichte zum Eintauchen

    Was bedeutet eigentlich die Rote Nelke? Und wer war nochmal Carl Legien? Ein neues Internet-Portal der Hans-Böckler-Stiftung und des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung widmet sich ausführlich der Gewerkschaftsgeschichte in Deutschland. Das Angebot wird durch zahlreiche unterhaltsame Elemente wie ein Quiz oder eine Schau der schönsten Gewerkschaftsplakate abgerundet.
    http://www.gewerkschaftsgeschichte.de

  • 16. Impressum / Abo

    Die ver.di FilmUnion will mit diesem Newsletter für bessere Information und Transparenz bei den Beschäftigten der Produktionswirtschaft von Film und Fernsehen sorgen. Insbesondere greifen wir film- und sozialpolitische Themen auf. Die ver.di FilmUnion bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Fernsehschaffenden und allen anderen Beschäftigten in Produktions-, Dienstleistungs- und Studiobetrieben. Wir treten für Kunstfreiheit, gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und vor allem die Umsetzung tariflicher Bestimmungen ein. Als vorrangiges Ziel streben wir eine integrierte Interessenvertretung der Film- und Fernsehbeschäftigten in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an.

    Der ver.di-FilmUnion-Newsletter erscheint alle zwei Monate. Wer den ver.di-FilmUnion-Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann sich hier abmelden: https://filmunion.verdi.de/service/newsletter.

    Bei Fragen, Anregungen oder Kritik sind wir erreichbar:
    ver.di FilmUnion & connexx.av GmbH
    c/o ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg
    Kathlen Eggerling
    Köpenicker Str. 30
    10179 Berlin
    fon: 030.88665416, fax: 030.88665935
    mail: kathlen.eggerling@connexx-av.de

    Texte: Gundula Lasch

    Redaktion: Kathlen Eggerling
    Impressum und V.i.S.d.P.:
    Matthias von Fintel, Geschäftsführer
    connexx.av GmbH
    c/o ver.di
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin

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