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Newsletter 01/2016

Newsletter 01/2016

vom 02. Feburar 2016

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das neue Jahr nimmt Fahrt auf - und vor uns liegen wichtige Termine und Herausforderungen: Die dritte Verhandlungsrunde um den Tarifvertrag für Film- und Fernsehschaffende (TVFFS) am 1. März soll den Mauerkurs der Produzentenallianz brechen - damit das gelingen kann, brauchen wir viele aktive Mitstreiterinnen und Mitstreiter und das solidarische Handeln aller Filmschaffenden. Damit möglichst viele sich beteiligen können, werden wir den gesamten Februar über Filmsets in ganz Deutschland besuchen und mit euch über eure Knackpunkte im Alltag und die Tarifforderungen reden. Wir bringen Postkarten mit, die von euch ausgefüllt werden können und die wir vor dem nächsten Verhandlungstermin an die Produzentenallianz übergeben wollen, zusammen mit "Grüßen vom Set" via Fotos. Macht mit - für bessere Arbeitsbedingungen aller Filmschaffenden!

Auch die Berlinale wird Gelegenheit geben, sich zu treffen, über die Situation in der Branche zu diskutieren und sich über gemeinsame Aktionen zu verständigen. In diesem Sinne: Wir sehen uns und laden euch herzlich zu unseren Veranstaltungen ein!

Eure ver.di FilmUnion
http://filmunion.verdi.de
http://www.facebook.com/connexx.av

Inhalt

  1. TV FFS: Produzentallianz mauert - Filmschaffende demonstrieren
  2. Setbesuche im Februar: "Grußbotschaften" an die Produzenten
  3. Berlinale I: Podiumsdiskussion "Art versus Labour - (Über-)Leben in Film- und Kreativbranche
  4. Berlinale II: Pensionskasse für Filmschaffende - Besser heute an morgen denken, als morgen von gestern sein
  5. Berlinale III: FilmFrühstück
  6. Abschluss bei den Bavaria Studios
  7. Studio Berlin schließt Außenübertragung in Hamburg
  8. Sozialtarifvertrag fürs Babylon abgeschlossen
  9. DGB-Filmpreis: Einreichungsfrist 31. März
  10. ARD und Produzentenallianz: "Faire Aufteilung von Verwertungsrechten"
  11. Meldungen
  12. Die Letzte: Findige Waliser kopieren Steuersparmodelle der Großen
  13. Impressum/Abo
  • 1. TV FFS

    Produzentenallianz mauert - Filmschaffende demonstrieren

    Keine Bewegung gab es in der zweiten Verhandlungsrunde um den Tarifvertrag Film- und Fernsehschaffende (TVFFS) am 21. Januar in München. Vor dem Verhandlungslokal demonstrierten mehr als 60 Filmschaffende unter dem Motto "Kreativität braucht keine 13 Stunden!".

    Die Produzentenallianz mauerte jedoch weiter. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 1. März 2016 geplant.

    Die ver.di-FilmUnion fordert für die rund 25.000 Film- und Fernsehschaffenden, die für die Dauer von einzelnen Filmproduktionen angestellt werden, neben höheren Gagen eine Begrenzung der überlangen täglichen Arbeitszeiten von 13 auf maximal zwölf Stunden "Die Arbeitstage sind zu lang und damit zu gefährlich. Bei Fernsehfilmen darf eigentlich nur an zwei von fünf Tagen, bei Kinofilmen an vier von fünf Tagen bis zu 13 Stunden gearbeitet werden, die Regel heißt: Nach zwölf Stunden ist Schluss. Doch das wird oft nicht eingehalten. Bei den mobilen Arbeitsorten, den technischen Auf- und Umbauten muss alles passen. Durch Müdigkeit oder Unkonzentriertheit passieren Fehler, die gesundheitlich schwere Folgen haben können. Die Produktionen brauchen weniger Budget- und Zeitdruck", erklärte ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel. Er verwies auf Umfrage unter rund 900 Filmschaffenden. Darin hatten etwa zwei Drittel der Befragten angegeben, dass die Höchstarbeitszeitregeln von maximal zwölf Stunden nicht eigehalten werden.

    Solidarisches Handeln aller Filmschaffenden sowie aktive Beteiligung an Aktionen für die Forderungen sind gefragt, um die Tarifverhandlungen zum Erfolg zu führen. Ein Kollege brachte es in seinem Post auf Facebook auf den Punkt: "Wir reden hier von einer 60 Stunden Woche!!! Die IG Metall möchte immer noch die 35 Stunden Woche haben. Meint Ihr nicht mal langsam in die Wirklichkeit kommen zu müssen? Legale Ausbeutung bei Film und TV finden so nie ein Ende."

    Einen Eindruck von den Aktionen am 21. Januar gibt es hier.

  • 2. Setbesuche im Februar

    "Grußbotschaften" an die Produzenten

    Nachdem auch die zweite Verhandlungsrunde um den TV FFS noch ohne Ergebnis blieb, muss unser Protest stärker werden. Damit sich viele hinter die Forderungen nach maximal zwölf Stunden Arbeitszeit und höheren Gagen stellen können, wird die ver.di FilmUnion den gesamten Februar über Filmsets in ganz Deutschland besuchen und Postkarten mit dem Motto: "Kreativität braucht keine 13 Stunden" verteilen, die von den Filmschaffenden ausgefüllt und dann vor dem nächsten Verhandlungstermin an die Produzentenallianz übergeben werden sollen.

    Außerdem bringen wir ein Banner mit, vor dem wir auf den Setbesuchen Fotos machen wollen mit Kolleginnen und Kollegen, die sich hinter die Forderungen der ver.di FilmUnion stellen. Flagge bzw. Gesicht zeigen ist also gefragt.

    Wie das aussehen kann, seht ihr hier.

  • 3. Berlinale I: Podiumsdiskussion

    "Art versus Labour - (Über-)Leben in Film- und Kreativbranche"

    Die Kultur- und Kreativwirtschaft setzt Milliarden um und spielt inzwischen bei der Anzahl der Beschäftigten und dem Jahresumsatz in einer Liga mit der deutschen Automobilbranche. Können jetzt also alle Künstler sein und gut davon leben? Weit gefehlt. Prekäre Arbeitsverhältnisse, unterdurchschnittliche Löhne und eine ungenügende Altersvorsorge, so sieht die Arbeitsrealität vieler Kreativer aus. Das damit verbundene Ideal von Selbstverwirklichung, Flexibilität und Mobilität entpuppt sich nicht selten als Selbstausbeutung, unbegrenzte Verfügbarkeit und fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

    Das ist ein hoher Preis für eine vermeintliche Freiheit in einem kreativen Beruf. Niedrige Löhne und Honorare sowie fehlende Sicherheiten werden über lange Zeit billigend in Kauf genommen oder bewusst wie unbewusst ausgeblendet.

    Die Arbeitgeber profitieren davon, dass ihre Kreativarbeiter in der Regel Einzelkämpfer und selten in Berufsverbänden oder Gewerkschaften organisiert sind.

    Sind die Kreativen mit ihrem Selbstverständnis, in dem die Kunst über dem Arbeitnehmerbegriff steht, also nichts anderes als die treuen Diener des Neoliberalismus nach dem Motto: "Art versus Labour"? Oder gibt es doch eine gesellschaftliche Chance, von der eigenen Kreativität zu leben, Freiheit und Selbstverwirklichung zum Lebenskonzept zu machen, ohne auf die über Jahrhunderte erkämpften Arbeitnehmerrechte völlig zu verzichten?

    Aus der Perspektive der Filmschaffenden als wichtigem Teil der Kreativwirtschaft diskutieren wir mit unseren Gästen
    am 15. Februar 2016
    um 11:30 Uhr
    im Simon-Bolivar-Saal in der Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Str. 35, 10785 Berlin.

    Unsere Gäste:
    Christoph Backes - Wirtschaftswissenschaftler, Theaterschauspieler, u-institut
    Lisa Basten - Filmschaffende, Masterarbeit: "Wir Kreative. Zum Selbstverständnis einer Branche"
    Burkhard Blienert - MdB, filmpolitischer Sprecher der SPD
    Ingo Weerts - ver.di und ehemaliger Außenrequisiteur
    Moderator Jan Lerch

    Im Anschluss an die 1 ½ stündige Diskussion lädt die ver.di FilmUnion zu einem Get Together bei Häppchen und Getränken ein.

    Bitte anmelden unter Stichwort "Podiumsdiskussion": berlin@connexx-av.de

    https://filmunion.verdi.de/service/veranstaltungen

  • 4. Berlinale II: Pensionskasse für Filmschaffende

    Besser heute an morgen denken, als morgen von gestern sein

    Am Mittwoch, 17. Februar 2016
    um 11:00 bis 14:00 Uhr
    im ver.di-Haus, 10179 Berlin, Köpenickerstr. 30, Raum: 6.01

    Auch Du kommst ins Rentenalter und kannst dann tun und lassen, was Du willst.

    ABER: Die staatliche Rente wird immer geringer - dafür wird sie aber zunehmend besteuert! Was also tun, damit man nicht von Altersarmut bedroht ist? - Private Rentenversicherungen nützen vor allem: den Versicherern. - Der freie Anlagemarkt bringt kaum Zinsen. Wie lässt sich also die Versorgungslücke am besten schließen?

    Hier greift die Pensionskasse Rundfunk bei allen, die für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk - auch für Auftragsproduktionen - auf Produktionsdauer beschäftigt, tätig sind. Das trifft heute auf praktisch jeden Filmschaffenden zu, denn ausschließlich Kino zu machen kann sich heute kaum mehr jemand leisten. Die Pensionskasse Rundfunk funktioniert anders als herkömmliche Versicherungen - und ausschließlich zu DEINEN Gunsten! Wie es geht und warum die Pensionskasse genau das Richtige für Dich ist, erklärt anschaulich und ausführlich Iris Gebing von der Pensionskasse Rundfunk.

    Diese Veranstaltung ist ein gemeinsames Angebot von
    ver.di FilmUnion, Die Filmschaffenden e.V. und Bundesverband Schauspiel - BFFS

    Bitte anmelden unter Stichwort "Pensionskasse": berlin@connexx-av.de

    https://filmunion.verdi.de/service/veranstaltungen

  • 5. Berlinale III - FilmFrühstück

    Am ersten Sonnabend der Berlinale lädt die ver.di FilmUnion auch in diesem Jahr wieder herzlich alle filmschaffenden ver.di-Kolleginnen und -Kollegen sowie Freundinnen und Freunde ein. In der »Stadtklause« tischen wir ein rustikales Frühstück auf und laden ein zum Austausch über Film und was das Leben sonst noch ausmacht.

    Das Frühstück findet statt am 13. Februar 2015 - ab 11 Uhr in der »Stadtklause«, 10963 Berlin, Bernburger Straße 35 (nähe S Anhalter Bahnhof)

    Bitte anmelden unter Stichwort "FilmFrühstück": berlin@connexx-av.de

    https://filmunion.verdi.de/service/veranstaltungen

  • 6. Abschluss bei den Bavaria Studios

    Nach fast einem dreiviertel Jahr Verhandlungsdauer konnte am 26. Januar 2016 für die Bavaria Studios wieder ein Gehaltstarifabschluss erzielt werden:

    Die Entgelte werden ab 01.02.2016 um 2 Prozent angehoben, dazu kommt für alle Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro. Die Laufzeit wurde für 18 Monate vereinbart. Zusätzlich konnte eine Altersteilzeitvereinbarung abgeschlossen werden.

    https://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++ae080130-c412-11e5-98c4-525400ed87ba

  • 7. Studio Berlin schließt Außenübertragung in Hamburg

    Das Fernsehproduktionsunternehmen STUDIO BERLIN hat die Schließung seines Bereiches zur Außenübertragung am Hamburger Standort zu Ende März 2016 bekannt gegeben. Betroffen sind etwa 20 Beschäftigte, die zum Teil schon seit mehreren Jahrzehnten für die hundertprozentige Tochter des NDR-Tochterunternehmens STUDIO HAMBURG arbeiten.

    Die Geschäftsführung begründet die Schließung mit den schlechten Geschäftsaussichten im Jahr 2016. In Hamburg wurden Produktionen wie "Quizduell" oder "Gefragt, gejagt" und viele Kultur - und Sportereignisse durch die Außenübertragungen realisiert.

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  • 8. Sozialtarifvertrag fürs Babylon abgeschlossen

    Die Tarifauseinandersetzung bei der Neue Babylon Berlin GmbH wurde einen Tag vor Weihnachten 2015 mit den Unterschriften auf einem Sozialtarifvertrag (u.a. mit Regelungen wie sofortige Freistellung aller betroffenen Beschäftigten unter Fortzahlung der Monatsgehälter und deren betriebsbedingte Kündigung zum 31. März 2016, der Zahlung von Abfindungen usw.) beendet.

    Am 14. Dezember 2015 hatten die Beschäftigten ihren seit 23. Juli 2015 laufenden unbefristeten Streik unterbrochen, als es ein Signal zur Wiederaufnahme der Verhandlungen gegeben hatte. Alle ver.di-Mitglieder/Streikteilnehmer hatten erklärt, dass sie kein Interesse an einer Weiterbeschäftigung im Kino mehr haben, da die Geschäftsführung massivste Geschütze wie Klagen oder Nazivorwürfe gegen sie aufgefahren hatte. Der Sozialtarifvertrag wurde von den Betroffenen einstimmig angenommen.

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  • 9. DGB-Filmpreis: Einreichungsfrist 31. März

    Die Ausschreibung der Filmwettbewerbe des 27. Internationalen Filmfestes Emden-Norderney vom 1. bis 8. Juni 2016 in Emden läuft. Einreichungen für die verschiedenen Filmwettbewerbe, also auch für den DGB-Preis für gesellschaftlich engagierte Filme, sind ab sofort möglich. Der Einreichungsschluss für Filmanmeldungen unter Beachtung der Regularien ist der 31.03.2016.
    Anmeldeformulare und Regularien finden sich unter www.filmfest-emden.de.

  • 10. ARD und Produzentenallianz

    "Faire Aufteilung von Verwertungsrechten"

    Die ARD verpflichtet sich zu Eckpunkten für ausgewogene Vertragsbedingungen und eine faire Aufteilung der Verwertungsrechte bei Fernsehproduktionen:

    Nach einem rund zweijährigen Gesprächsprozess mit der Allianz Deutscher Produzenten Film & Fernsehen e.V. hat sich die ARD zu neuen Eckpunkten für von ihr beauftragte Fernsehproduktionen in den Genres Fiktion, Dokumentation und Unterhaltung verpflichtet. Neben den bereits früher durch entsprechende Eckpunkte geregelten vollfinanzierten Fernsehauftragsproduktionen, an denen die ARD mit vollständigem Rechteübertrag festhält, sind nun auch erstmals teilfinanzierte Auftragsproduktionen einbezogen. Erstmals in der Geschichte der Auftragsproduktion in Deutschland erhalten Produzenten bei Teilfinanzierung jetzt in größerem Umfang die Möglichkeit, den Anspruch auf Rechte an ihren Produktionen geltend zu machen, um sie von Anfang an selbst zu verwerten. Ebenfalls erstmals wird darüber hinaus eine systematische Erfolgsprämierung für Produzenten geschaffen.

    "Qualitativ hochwertige TV-Produktionen können nur entstehen, wenn der Partnerschaft zwischen der ARD und den deutschen TV-Produzenten ausgewogene Vertragsbedingungen und eine faire Aufteilung von Verwertungsrechten zu Grunde liegen", so die ARD-Vorsitzende und Film-Intendantin Karola Wille in einer ARD-Pressemitteilung. Aus der Sicht der ver.di FilmUnion sollten sich die Chancen für einen guten und fairen Abschluss des TV FFS deutlich erhöhen.

  • 11. Meldungen

    Premiere am 2. Februar: Insiderfilm "Projekt A"

    Schnelle Berliner/innen könnten es noch zur Premiere in der Volksbühne schaffen: Am 2. Februar wird erstmals der Film "Projekt A" von Moritz Springer und Marcel Seehuber gezeigt. Kinostart ist zwei Tage später.

    Der Insider-Film gewährt Einblicke in die faszinierende Gegenwelt anarchistischer Projekte. Dabei wird nicht nur die Geschichte der Anarchie erzählt, die beiden schaffen vielmehr eine Perspektive aus dem Inneren der Bewegung. Das Kamerateam muss sich bei Aktionen gegen einen Castor-Transport selbst unter Planen vor Polizei-Hubschraubern verstecken; bei einem Gang durch das Athener Stadtviertel Exarchia brennt nicht nur ein Mercedes aus, sondern bald auch das Feuerwehrauto...Es geht um die Gewaltfrage, den endlosen Kampf gegen die staatlichen Machtstrukturen, um Widerstand und Kompromisslosigkeit. Der Film wurde mit dem Publikumspreis beim Filmfest München 2015 geehrt.
    www.projekta-film.net

    Wolfgang Rademann gestorben

    Der Fernsehproduzent Wolfgang Rademann ist tot. Der Berliner galt als einer der Größten der Branche, der ein feines Gespür fürs Publikum hatte und Meilensteine der Unterhaltung schuf: Ob Fernsehshows mit den großen Stars wie Peter Alexander oder Wencke Myhre, beliebten Serien wie "Das Traumschiff" oder "Die Schwarzwaldklinik" - Rademann traf mit seinen Produktionen fast immer den Geschmack der Massen. "Ich werde nicht von Kritikern bezahlt, sondern von den Zuschauern", hatte er einmal in einem Interview gesagt.

    Preis der deutschen Filmkritik 2015: Nominierungen stehen fest

    Die Jurys des Verbandes der deutschen Filmkritik haben ihre Favoriten für den seit 1956 vergebenen Preis der deutschen Filmkritik bekannt gegeben: Insgesamt 32 verschiedene Filme aus dem vergangenen Kinojahr wurden für die 12 Kategorien der renommierten Auszeichnung nominiert: Gleich vier Nominierungen erhielten sowohl Burhan Qurbanis "Wir sind jung. Wir sind stark" über die ausländerfeindlichen Übergriffe im Rostock der Nachwendezeit als auch Christian Froschs "Von jetzt an kein zurück" über die Auswirkungen der 1968er-Revolte. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Berlinale am Montag, den 15. Februar 2016, in der Tube Station (Friedrichstr. 180-184, 10117 Berlin) statt.

    MDM vergibt über fünf Millionen Euro Projektförderung

    Der Vergabeausschuss der Mitteldeutschen Medienförderung GmbH (MDM) hat in seiner ersten Sitzung 2016 am 27. Januar Fördermittel in Höhe von über fünf Millionen Euro für insgesamt 33 Projekte vergeben. Zu den geförderten Projekten gehören u.a. der Abenteuerfilm "Die Unsichtbaren (AT)" unter der Regie von Markus Dietrich (600.000 Euro, ostlicht filmproduktion), der im Rahmen der Initiative "Der besondere Kinderfilm" realisiert wird. Ein Animationsfilm mit dem Titel "Fritzi war dabei - Eine Wendewundergeschichte" nach dem gleichnamigen Buch von Hanna Schott wird als europäische Produktion für die Kinoleinwand entstehen (550.000 Euro, Balance Film Dresden). Auch die Fortsetzung der erfolgreichen Animationsserie "Die Abenteuer des jungen Marco Polo 2 - Auf dem Weg nach Madagaskar" unter der Regie von Dave Barton Thomas und Tony Loeser wird von der MDM gefördert (553.000 Euro, MotionWorks Halle).

    Weiterbildungsprogramm des Instituts für Schauspiel, Film-, Fernsehberufe (iSFF) für das 1. Halbjahr 2016 ist da

    Seit 25 Jahren bietet das iSFF Weiterbildung in den Bereichen Film/TV, Synchron, Sprech- und Musiktheater. Anerkannte Experten aus der Branche vermitteln den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praxisnah ihr Wissen und garantieren so die hohe Qualität der Weiterbildungen. Zur Finanzierung bestehen diverse Fördermöglichkeiten. Hier geht es zum Programm

    Konferenz: "Kino machen andere..."

    Erstmals laden der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) und die Heinrich-Böll-Stiftung am Vorabend der Berlinale zu einer internationalen Konferenz ein, die sich dem Zustand der deutschen Filmkultur widmet. Unter dem Titel "KINO MACHEN ANDERE - Warum der deutsche Film nur unter sich feiert" diskutieren internationale Gäste über den anhaltenden Misserfolg der Filme auf internationalen Festivals, der 2015 darin seinen Tiefpunkt fand, dass kein einziger Beitrag aus Deutschland in den Wettbewerben von Cannes, Venedig und Locarno vertreten war. Die Konferenz findet am Mittwochabend, 10. Februar 2016 um 18:30 Uhr im "silent green Kulturquartier" (Gerichtstr. 35, 13347 Berlin) statt. Anmeldung bitte an konferenz@vdfk.de (freier Eintritt im Rahmen der verfügbaren Plätze).

    Arbeitnehmervertretungen in Europa weit verbreitet

    In der Mehrzahl der europäischen Länder gibt es Regeln, die Arbeitnehmer/innen die Mitsprache in Führungsgremien von Unternehmen garantieren. In 18 von 28 EU-Mitgliedsstaaten und in Norwegen haben Arbeitnehmervertreter das Recht, im Aufsichts- oder Verwaltungsrat mitzuentscheiden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des European Trade Union Institute (ETUI). Obligatorische Arbeitnehmervertretungen an der Unternehmensspitze seien so weit verbreitet, dass sie als "zentrale Komponente des europäischen Sozialmodells" gelten können, heißt es in der Studie. Das heißt: Ein Unternehmen, das die Voraussetzungen erfüllt, ist dazu verpflichtet, Arbeitnehmervertreter in sein Führungsgremium aufzunehmen.

  • 12. Die Letzte

    Findige Waliser kopieren Steuersparmodelle der Großen

    Die kleinen Geschäftsleute im britischen Crickhowell wünschen sich gerechte Steuern. Weil die großen Konzerne wie Amazon, Starbucks & Co. diese umgehen, haben die Waliser deren Tricks einfach mal kopiert...

    Das ARD-Magazin "Plusminus" dokumentiert in dem sechsminütigen Beitrag den witzigen Umgang der Kaufleute mit einem gar nicht komischen Thema. Hier ist der Beitrag zu sehen

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    Die ver.di FilmUnion will mit diesem Newsletter für bessere Information und Transparenz bei den Beschäftigten der Produktionswirtschaft von Film und Fernsehen sorgen. Insbesondere greifen wir film- und sozialpolitische Themen auf. Die ver.di FilmUnion bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Fernsehschaffenden und allen anderen Beschäftigten in Produktions-, Dienstleistungs- und Studiobetrieben. Wir treten für Kunstfreiheit, gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und vor allem die Umsetzung tariflicher Bestimmungen ein. Als vorrangiges Ziel streben wir eine integrierte Interessenvertretung der Film- und Fernsehbeschäftigten in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an.

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    Texte: Gundula Lasch

    Redaktion: Kathlen Eggerling
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