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Newsletter 03/2015

Newsletter 03/2015

vom 24. April 2015


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir sehen uns, wenn ihr wollt. In den nächsten Wochen kommen wir zu euch ans Set und fragen nach, wo für euch Knackpunkte liegen; wir mischen uns ein in die Diskussion um Arbeitslosengeld-Ansprüche.
Ganz nebenbei steigt bei uns das Lampenfieber, denn am 29. Mai wird im legendären Berliner Zoopalast unser Preis »Starker Einsatz« für faire Arbeitsbedingungen beim Film verliehen. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Eure ver.di FilmUnion

http://filmunion.verdi.de
http://www.facebook.com/connexx.av

Inhalt

  1. Setbesuchswochen vom 27. April bis 8. Mai 2015
  2. »Starker Einsatz« auf der Zielgeraden
  3. Forderungen zum Arbeitslosengeld für Kulturschaffende
  4. Deutsche Welle: Programm- und Sprachvielfalt sichern
  5. Tarifrunde bei öffentlich-rechtlichen Sendern gestartet
  6. ver.di: Urheber- und Verbraucherrechte nicht gegeneinander ausspielen
  7. Meldungen
  8. Impressum/Abo
  • 1. Setbesuchswochen vom 27. April bis 8. Mai 2015

    Sagt uns, wo ihr seid!

    Vom 27. April bis zum 8. Mai 2015 schwärmen wir aus: Konzentriert an den Standorten Hamburg, Berlin, Köln und München wollen wir zahlreiche Sets besuchen. Dort werden wir Informationen verteilen, z.B. den Tarifvertrag für die Hosentasche, damit ihr die rechtlichen Basics immer dabei haben könnt. Vor allem aber wollen wir hören, wie es an eurem Set läuft, welche Fragen oder Probleme ihr habt, wie wir euch unterstützen können.

    Deshalb die große Bitte an euch: Teilt uns mit, wann und wo euer Dreh sein wird, dann kommen wir zur Stippvisite. Schreibt uns einfach eine Mail an mail@connexx-av.de – wir melden uns dann kurzfristig zurück und besprechen alles Nötige für einen Besuchstermin bei euch.

    mehr zu Setbesuche

  • 2. »Starker Einsatz« auf der Zielgeraden

    Gewinner aus Verlosung live dabei

    Die Spannung steigt: Die gemeinsame Jury von Kolleginnen/Kollegen aus dem Bundesverband Schauspiel, BFFS und ver.di FilmUnion sitzt über der langen Liste von Vorschlägen für den Preisträger »Starker Einsatz«. Es sollen eine Person oder Gruppe geehrt werden, die sich couragiert für gute und faire Arbeitsbedingungen am Set einsetzen. Das kann zum Beispiel ein Teammitglied sein, das sich für faire Arbeitsbedingungen einsetzt, am Set vermittelnd wirkt und das Arbeitsklima verbessert. Eben jemand, der sich auch mal etwas traut und starken Einsatz zeigt. Auf wen die Wahl der Jury gefallen ist, wird am 29. Mai 2015 verkündet.

    Der »Starke Einsatz« ist der Nachfolger des ver.di Filmpreises, der 1964 mit dem Fernsehpreis der Deutschen Angestellten Gewerkschaft (DAG) begann und zuletzt als ver.di Fernsehpreis an Drehbuch und Regie verliehen wurde. Er ist von ver.di gestiftet und wird in Kooperation mit dem BFFS verliehen.

    Die feierliche Verleihung des Preises »Starker Einsatz« findet im Rahmen des Deutschen Schauspielerpreises am 29. Mai 2015 im legendären Berliner Zoo Palast statt. Wir haben Karten für die Preisverleihung verlost – die Gewinner dürfen diesen besonderen Abend im Zoo Palast genießen und an der After-Show-Party teilnehmen.

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  • 3. ALG-Anspruchs für Kulturschaffende verbessern!

    Forderungen

    Es ist Alltag in Film- und Fernsehproduktionen sowie an Theatern und in anderen Medienbereichen, dass Beschäftigte auf die Dauer von Projekten befristet angestellt sind. In diesen Zeiträumen entrichten die Medien- und Kulturschaffenden zumeist die Höchstsätze der Sozialversicherungsbeiträge, scheitern dann aber nach den kurzen Beschäftigungsphasen an zu eng gefassten Anwartschaftsregeln und erhalten kein Arbeitslosengeld 1 (ALG 1).

    Die seit 2009 für diese kurzfristig Angestellten geltenden verkürzten Anwartschaftsregelungen sehen neben der Vorbeschäftigungszeit von sechs Monaten in zwei Jahren weitere restriktive Kriterien vor. Das Ergebnis: Die bei Film, Fernsehen und Theater befristet Tätigen erlangen tatsächlich einen Anspruch auf ALG 1. Dazu ist die Dauer des Anspruchs auf ALG 1 kürzer als bei Erreichen der regulären Anwartschaft von zwölf Monaten. So unzureichend diese spezielle Gesetzesregelung auch ist – sie läuft Ende des Jahres aus und bislang hat die Regierungskoalition noch keine Initiative für eine Neuregelung gezeigt.

    Deshalb haben ver.di FilmUnion, Bundesverband Regie (BVR), Bundesverband Schauspiel (BFFS), die Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände Neuregelungen des ALG-1-Bezugs für kurzfristig Beschäftigte vorgeschlagen. Sie sehen u.a. vor, die Verdienstobergrenzen zu streichen, die Dauer der versicherungspflichtigen Beschäftigungen auf insgesamt 14 Wochen zu erweitern. Zurzeit legt das Gesetz fest, dass die erworbenen Beschäftigungstage sich überwiegend aus versicherungspflichtigen Beschäftigungen ergeben müssen, die im Voraus nicht länger als
    10 Wochen zeit- oder zweckbefristet sind.

    Der Vorschlag sieht ebenso vor, dass nach mindestens viermonatiger Versicherungspflicht ein zweimonatiger Leistungsanspruch besteht oder die Rahmenfrist zur Erfüllung der Anwartschaftsdauer von derzeit zwei auf drei Jahre verlängert wird.

    Der Vorschlag im Wortlaut

  • 4. Deutsche Welle: Programm-/Sprachvielfalt sichern

    »Das Programm der Deutschen Welle (DW) ist gerettet«, hieß die erlösende Meldung Anfang März. Beschäftigte der Deutschen Welle hatten Ende Februar in Bonn für eine nachhaltige Sicherung der Programm- und Sprachenvielfalt und damit auch für die Sicherheit der Arbeitsplätze beim deutschen Auslandssender demonstriert.

    Der Erfolg der Kolleginnen und Kollegen, die sich zusammen mit ihren Gewerkschaften in zahlreichen Aktionen gegen Personalabbau und damit verbundene Programmkürzungen zur Wehr gesetzt hatten: Ab 2016 kann die DW mit 12 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich rechnen, versicherten Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU). Das zusätzliche Geld soll in die Programmgestaltung fließen, unter anderem die Programme in insgesamt 30 Sprachen, die crossmedialen Sendewege, den englischen Fernsehkanal und die Akademie.

    Seit Jahrzehnten hatte die Politik zu Lasten der Beschäftigten und des Programms gespart. Allein in den vergangenen Monaten verloren rund 300 freie DW-Mitarbeiter ihre Aufträge. Und: »Wo die Stimme des staatsfernen deutschen Auslandssenders nötiger sei denn je, etwa in Ungarn, gibt es bereits kein Programm der DW mehr«, so Wolfgang Uellenberg-van Dawen von ver.di. Es mache keinen Sinn, die Welle auf einen englischen Nachrichtenkanal zu reduzieren und Personal in den Redaktionen, der Technik und der Verwaltung abzubauen. Alle Beschäftigten, ob Freie, feste Freie oder fest Angestellte, brauchten Sicherheit. ver.di ist für eine Optimierung des englischen TV-Kanals, für neue und moderne Technik. Aber es müsse auch klar sein, dass die 30 Redaktionen in den jeweiligen Sprachen weiterhin ein wirklich gutes Programm machen  können. »Die Deutsche Welle muss im internationalen Chor der Medien hör- und sichtbar sein«, so der ver.di-Vertreter.

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  • 5. Tarifrunde bei öffentlich-rechtlichen Sendern

    »Jetzt ist Schluss mit lustig« ist das Motto der diesjährigen Gehalts- und Honorarrunde bei den ARD-Rundfunkanstalten, beim Deutschlandradio und beim ZDF. ver.di fordert für die Beschäftigten, fest Angestellten und Freien, sowie für die Bezieher von Betriebsrenten sechs Prozent mehr Geld.

    Die Tarifforderung enthält dabei senderindividuelle Komponenten wie zum Beispiel einen Sockelbetrag für Geringverdienende oder die Übernahme von Auszubildenden. Für die Freien soll sich die Tarifsteigerung an den tatsächlich gezahlten Honoraren und nicht an den Mindesthonoraren bemessen.

    »Die Kolleginnen und Kollegen in den öffentlich-rechtlichen Sendern leisten täglich hervorragende Arbeit. Sie liefern Informationen von vor Ort und aus aller Welt, analysieren und unterhalten und setzen mit den diversen Programmen hohe Standards. Die Arbeit, die darin steckt, muss von den Verantwortlichen in den Rundfunkanstalten durch angemessene Gehälter und Honorare anerkannt werden«, erklärte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. In allen Sendern verdichte sich die Arbeit spürbar und der Druck auf die Beschäftigten erreiche zum Teil gesundheitsschädliche Ausmaße.

    Hintergrund dafür seien die wachsende Zahl der Sendeplätze und Ausstrahlungswege bei gleichzeitigen Sparrunden und Stellenabbau. Das führe unter anderem auch dazu, dass sich die Bedingungen für Freie in Technik, Redaktion und Verwaltung stetig verschlechtern. »Die Unsicherheit in den Sendern nimmt zu. Das kann angesichts des hohen Stellenwerts des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht gewollt sein«, so Werneke. »Gutes Geld für gute Arbeit« lautet die unmissverständliche Forderung.

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  • 6. Urheber- und Verbraucherrechte

    ver.di:
    Urheber- und Verbraucherrechte
    nicht gegeneinander ausspielen

    Der europäische Berichtsentwurf zum Urheberrecht lässt die Urheberinnen/Urheber weitgehend außen vor. Profiteure seien dagegen Suchmaschinen- und Plattformbetreiber, kritisiert ver.di in einer Stellungnahme zum sogenannten Reda-Bericht. ver.di fordert, Urheber- und Verbraucherrechte nicht gegeneinander auszuspielen.

    Im Januar hatte die Abgeordnete der deutschen Piratenpartei im Europaparlament, Julia Reda, einen Berichtsentwurf über die Umsetzung der so genannten InfoSoc-Richtlinie veröffentlicht. Die darin vorgenommene Zusammenfassung und die Schlussfolgerungen hält ver.di für eine Gefahr in Bezug auf die wirtschaftliche Situation der professionellen Urheberinnen/Urheber sowie der ausübenden Künstlerinnen/Künstler in Europa. Die Umsetzung dieses Entwurfes würde letztlich eine Abkehr vom Kerngedanken des an den Urheberinnen/Urheber orientierten Rechts hin zu einem Rechtssystem bedeuten, das als zentralen Regelungsansatz die Interessen der Endverbraucher/innen gegenüber den Verwertern sieht. Die Folge wäre eine erhebliche Schwächung der Rechtsposition der europäischen Kultur- und Medienschaffenden.

    ver.di fordert vom Europäischen Parlament: »Ausgangspunkt für eine Weiterentwicklung des Urheberrechts sowie verwandter Schutzrechte haben stets die Interessen der professionellen Kultur- und Medienschaffenden zu sein.«

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  • 7. Meldungen


    Absage der VG Bild-Kunst
    zu Erlösbeteiligungen aus dem ErgTV Kinofilm

    Die VG Bild-Kunst hat dem ver.di-Vorschlag zu einer Verteilstelle für Erlösbeteiligungen für Filmurheber unter ihrem Dach eine Absage erteilt. Nun will ver.di an einer Kooperation mit der Deutschen Schauspiel Kasse arbeiten, um Verteilstellen für Schauspiel und die Sektionen der Filmurheber sowie eine Kopfstelle zu installieren. Ein erstes Gespräch dazu hat bereits stattgefunden.


    Treffpunkt für Filmschaffende in Hamburg

    Gelegenheit zum Treffen und Austausch sowie Veranstaltungen mit Nutzwert bietet regelmäßig der Treffpunkt Filmschaffende im Hamburger Gewerkschaftshaus (Besenbinderhof 62). Beim Apriltreffen ging es um das Thema »Gestaltung und Zulässigkeit von Arbeitsverträgen beim Film – Gesetz, Tarifvertrag und Arbeitsvertrag – wie passt das, was muss ich wissen und worauf muss ich achten?«

    Die nächsten Veranstaltungen sind für 19. Oktober und
    23. November 2015 geplant. Dann geht es um: »Pensionskasse für Film- und Fernsehschaffende – Altersvorsorge leicht gemacht« und»Arbeits- und Gesundheitsschutz konkret«.

    Rückfragen bzw. Anmeldungen bitte per Email an: hamburg@connexx-av.de
    Wer die nächsten Termine nicht verpassen will, schaut hier.


    Wir retten Lage-Hörste. Sei Du dabei!

    Der Fortbestand des ver.di-Bildungszentrums Lage-Hörste im Teutoburger Wald steht auf der Kippe: Ende 2014 waren überraschend gravierende Brandschutz- und bauliche Mängel festgestellt worden, deren Behebung einen finanziellen Mehrbedarf in Millionenhöhe ergibt.

    Der ver.di-Gewerkschaftsrat hat auf seiner Sitzung am 10. März 2015 die Entscheidung getroffen, die Bildungsstätte zu schließen, wenn es bis Mai nicht gelingt, ein tragfähiges Finanzierungskonzept vorzulegen, das auch Mittel über Partner einbezieht. Mittlerweile haben sich viele Kolleginnen und Kollegen entschlossen, Lage-Hörste zu retten. Auch ein Spendenkonto ist eingerichtet.

    http://wir-retten-hoerste.de/


    Weltpremiere: »Die Gewählten«

    Nach fünf Jahren Arbeit hat Nancy Brandt ihren Film »Die Gewählten« fertig gestellt. Die Langzeitbeobachtung über fünf junge Bundestagsabgeordnete feiert am 8. Mai 2015 Weltpremiere im Deutschen Wettbewerb des 30. Internationalen Dokumentarfilmfestivals München. Danach wird der Dokumentarfilm u.a. beim filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin sowie beim Dokumentarfestival Karlsruhe dokKa gezeigt.

    Mehr Informationen zum Film sowie eine Übersicht über die Spieltermine gibt es hier: http://www.nancybrandt-film.de.
    Dort finden sich auch die Termine der deutschlandweiten Vorführungen von Brandts Film »Out of society« über den US-Deserteur André Shepherd und Emil Richter, einen Deserteur aus dem 2. Weltkrieg.


    WDR-Projekt
    »Deine Arbeit – dein Leben«
    wird am 1. Mai 2015 gezeigt

    Ein abendfüllender Film, ein Hörspiel und ein Web-Angebot zum Thema »Deine Arbeit – dein Leben« ist aus mehreren hundert selbst gedrehten  Videos entstanden. Präsentiert werden die Ergebnisse am Tag der Arbeit, am 1. Mai 2015, in den Programmen des WDR. Im Spätsommer 2014 hatte der Sender in einer großen Kampagne alle Menschen in Nordrhein-Westfalen eingeladen, ihren Arbeitsalltag mit Smartphone oder  Videokamera zu dokumentieren.

    Die Dokumentation läuft im Fernsehen am 1. Mai 2015 um
    20:15 Uhr im WDR, das Hörspiel »Deine Arbeit, Dein Leben – Probezeit« senden 1LIVE und WDR3 um 23:05 Uhr.

    Web-Spezialangebot und Live-Chat unter http://www.deinearbeit.wdr.de.


    Kulturrat: Öffentlich-rechtliche Mediatheken ausweiten

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge. Das hat der Deutsche Kulturrat in einer Stellungnahme zur digitalen Medienwelt unterstrichen.

    »Auch in der digitalen Welt muss die gesellschaftliche Relevanz von Angeboten das leitende Moment sein. Einschaltquoten oder Klickzahlen sind kein zureichender Maßstab zur Beurteilung eines Angebotes oder dessen Bereithaltung in der digitalen Medienwelt. Es gilt vielmehr die gestalterische, ästhetische und redaktionelle Qualität, den Beitrag zur Aufklärung, Identitätsstiftung und kulturelle Vielfalt sowie die künstlerische Autonomie in den Vordergrund zu rücken. Die bestehenden Angebote müssen mit Blick auf solche Kriterien weitergedacht werden«, heißt es in der Stellungnahme.

    Hier die Stellungnahme


    Entwurf für neuen ZDF-Staatsvertrag beschlossen

    Ende März haben die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten den Entwurf für den neuen ZDF-Staatsvertrag beschlossen. Er soll Mitte Juni unterzeichnet werden. Damit haben die Länder das Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem vergangenen Jahr umgesetzt, in dem mehr Staatsferne in den Gremien des ZDF gefordert worden war.

    Der Fernsehrat wird nun von 77 auf 60 Mitglieder verkleinert,
    20 Sitze stehen der Politik zu, 24 Verbänden und Organisationen und 16 sollen durch die Länder mit Vertreterinnen und Vertretern gesellschaftlicher Gruppen besetzt werden.

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    DGB und ver.di zu Novellierung WDR-Gesetz

    Werbefreiheit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und ver.di in NRW halten das grundsätzlich für wünschenswert. Doch vorher sollten mehrere Voraussetzungen vor einer entsprechenden Änderung im WDR-Gesetz erfüllt sein.

    Was das konkret heißt, erklärte die Gewerkschaft in ihrer Stellungnahme Mitte März: Negative Wechselwirkungen auf andere Sendeanstalten sowie die Gefährdung von tarifgebundenen Arbeitsplätzen beim Lokalfunk in NRW sollten ausgeschlossen werden. Auch müsse gewährleistet werden, dass die fehlenden Werbeeinnahmen ausgeglichen und nicht durch Personalabbau und zu Lasten des Programms finanziert würden.
    Etwa 120 Arbeitsplätze sind innerhalb der WDR mediagroup unmittelbar von der Werbung abhängig. Einer Reduktion der Werbezeiten könnten ver.di NRW und DGB NRW nur zustimmen, wenn im Vorfeld ein schlüssiges Konzept zum Erhalt dieser Jobs vorgelegt werde.


    Kritik an Rundfunkgesetz Mecklenburg-Vorpommern

    Scharfe Kritik übte der DGB Nord an dem Mitte März vom Landtag Mecklenburg-Vorpommern beschlossenen neuen Landesmediengesetz.

    Schon im Vorfeld hatte der DGB gefordert, das Gesetz zu stoppen. Die Hauptgründe: Neue Aufgaben und Herausforderungen wie die Konvergenz der Medien, zunehmende Konzentrationsprozesse in allen Märkten, die Auswirkungen der Digitalisierung und des Internets sowie wachsende Aufgaben im Bereich der Medienkompetenz seien nicht oder nur unzureichend benannt. Regelungen zur Amtszeitbegrenzung in den Aufsichtsgremien beschädigten die fachliche Unabhängigkeit des Medienausschusses. Der Gesetzentwurf sei ein hilfloses, von inhaltlicher Ratlosigkeit geprägtes Papier, das den Medienausschuss zum zahnlosen Verwaltungsannex macht. Das gebe es so nirgendwo sonst in Deutschland, so der DGB.


    ver.di-Landeschefin neu im rbb-Rundfunkrat

    Susanne Stumpenhusen, ver.di-Landesbezirksleiterin Berlin-Brandenburg, gehört zu den 15 neuen Mitgliedern des rbb-Rundfunkrates.

    Die Gewerkschafterin arbeitete vor ihrer hauptamtlichen Gewerkschaftstätigkeit beim Bezirksamt Spandau in der Jugendförderung und in der Medienarbeit. Dieter Pienkny bleibt Vorsitzender des Programmausschusses des rbb-Rundfunkrates.


    n-tv lässt News bei WhatsApp aufpoppen

    n-tv schickt seine wichtigsten Nachrichten ab sofort per WhatsApp aufs Smartphone angemeldeter Nutzer. Als »erster deutscher Fernsehsender« bietet der RTL-Nachrichtenkanal diesen kostenlosen Push Service an. »Interessierte Nutzer können sich Breaking News ganz einfach über den Messenger aufs Handy schicken lassen«, heißt es aus Köln.

    Mehr Informationen


    Wie viel Medienschelte verträgt die Pressefreiheit?

    Wachsendes Misstrauen prägt die Beziehung zwischen Journalisten und ihrem Publikum. »Shitstorms« in den Diskussionsforen von Qualitätsmedien, Manipulationsvorwürfe u.a. bei der Ukraine-Berichterstattung, eine Beschwerde-Lawine nach dem Germanwings-Absturz.

    Was sind die Ursachen für diese Phänomene? Wie lässt sich ihnen begegnen? Wann schlägt Kritik an medialer Deutungsmacht in eine Gefahr für die Pressefreiheit um?
    Darüber diskutieren u.a. Medienjournalist Stefan Niggemeier, Alice Bota von »Die Zeit« und andere Medienprofis am 29. April 2015 ab 18:30 Uhr in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt,
    Luisenstraße 18, 10117 Berlin.

    Anmeldung bitte an dju@verdi.de.


    re:publica 2015 – BLN 575-Finding Europe

    Vom 5. bis 7. Mai 2015 findet in Berlin die re:publica statt.

    Mit erwarteten 450 Rednerinnen und Rednern aus aller Welt ist die re:publica auch in diesem Jahr die wichtigste Veranstaltung zur Digitalen Gesellschaft. Das Themenspektrum ist wieder vielfältig, mit dem Kongress Media Convention Berlin gibt es gemeinsame Veranstaltungen.

    Mehr Informationen

  • 8. Impressum | Abo

    Die ver.di FilmUnion will mit diesem Newsletter für bessere Information und Transparenz bei den Beschäftigten der Produktionswirtschaft von Film und Fernsehen sorgen. Insbesondere greifen wir film- und sozialpolitische Themen auf.

    Die ver.di FilmUnion bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Fernsehschaffenden und allen anderen Beschäftigten in Produktions-, Dienstleistungs- und Studiobetrieben.

    Wir treten für Kunstfreiheit, gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und vor allem die Umsetzung tariflicher Bestimmungen ein. Als vorrangiges Ziel streben wir eine integrierte Interessenvertretung der Film- und Fernsehbeschäftigten in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an.

    Der ver.di-FilmUnion-Newsletter erscheint alle zwei Monate.
    Wer den ver.di-FilmUnion-Newsletter erhalten oder nicht mehr erhalten möchte,
    kann sich hier an- oder abmelden: mail@connexx-av.de.

    Bei Fragen, Anregungen oder Kritik sind wir erreichbar:
    ver.di FilmUnion & connexx.av GmbH
    c/o ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg
    Kathlen Eggerling
    10179 Berlin, Köpenicker Straße 30
    fon: 030.88665416 | fax: 030.88665935
    mail: kathlen.eggerling@connexx-av.de

    Texte:
    Gundula Lasch

    Redaktion:
    Kathlen Eggerling

    Impressum und V.i.S.d.P.:
    Matthias von Fintel, Geschäftsführer
    connexx.av GmbH
    c/o ver.di
    10179 Berlin, Paula-Thiede-Ufer 10

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