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Newsletter 03/2017

Newsletter 03/2017

vom 19. Mai 2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

während in den USA die gefährliche Plaudertasche Trump zwischen Irrsinn und Größenwahn mäandert, wird in Frankreich ein junger und glühender Verfechter der europäischen Idee zum Präsidenten gewählt. In Deutschland zieht die AfD innerhalb weniger Monate in drei weitere Landesparlamente ein und die Sozialdemokratie rüstet sich für ihre vorerst letzte Gewinnchance zur Bundestagswahl im September.
Derweil hat die Drehsaison Fahrt aufgenommen, viele von uns haben viel zu tun und demzufolge kaum Zeit und Raum für politisches Nachdenken und Diskussionen. Dennoch sollte jeder und jede sich Zeit nehmen, nicht nur die Bilder der regionalen Kandidat_innen für den Bundestag anzuschauen, sondern auch hinter ihre Fassaden zu blicken. Für den großen Parteiencheck gibt’s den Wahlomaten in Kürze auch für die Bundestagswahl unter https://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/ - probiert ihn doch einfach mal aus und staunt unter Umständen, welches Parteiprogramm am besten zu euren Ansichten passt!

Eure ver.di FilmUnion

http://filmunion.verdi.de
http://www.facebook.com/connexx.av


Inhalt

  1. "Starker Einsatz" gesucht
  2. Workshop-Angebot: Filmen mit dem iPhone
  3. München: Diskussionsrunden für Filmschaffende
  4. Mitmachen: Crewscouts gesucht
  5. #Klartext: Feiertage
  6. Sehsüchte-Festival: Realitätscheck für den Film-Nachwuchs
  7. Arsch hoch für die Rente! Fahrradaktion der ver.di-Selbstständigen
  8. "Tschick" gewinnt den EFA Young Audience Award
  9. Vier MDM-geförderte Filme beim Festival in Cannes
  10. Social Media I - ver.di: Meinungsfreiheit first
  11. Social Media II - Inhalte prüfen, aber wie?
  12. Save the Date: 18. Juli 2017
  13. Impressum / Abo
  • 1. "Starker Einsatz" gesucht

    Die ver.di FilmUnion und der BFFS vergeben im Rahmen des Deutschen Schauspielerpreises wieder den „Starker Einsatz“, den Preis an Filmschaffende, die sich für faire Arbeitsbedingungen und gutes Miteinander am Set einsetzen. Er lenkt den Fokus auf jene Menschen, die in Verantwortung für ein produktives und wertschätzendes Miteinander gehen und sich für gute Bedingungen als Voraussetzung für einen guten Film stark machen. Jene Menschen, die sich für ihre Kolleginnen und Kollegen und für faire Arbeitsbedingungen einsetzen und aktiv an positiven Veränderungen arbeiten. Gesucht sind jene Filmschaffenden, die aus einem Set eine Gemeinschaft von Menschen machen, die sich wieder daran erinnern, dass sie den Film lieben. So die treffenden Worte von Wanja Mues in seiner Laudatio für den Preisträger des letzten Jahres, den Innenrequisiteur Martin ‚Martini‘ Küster.

    Die Verleihung des »Starken Einsatz« findet im Rahmen des Deutschen Schauspielerpreises am 22. September 2017 in Berlin statt.
    Wir freuen uns auf eure Vorschläge mit einer aussagekräftigen Begründung unter
    https://tinyurl.com/lw39wge

    Mehr Infos: https://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++96181160-31ac-11e7-bdc7-525400940f89

  • 2. Workshop-Angebot: Filmen mit dem iPhone

    Man kann mit dem iPhone sicher noch nicht alle Anforderungen an eine Kamera abdecken, aber für viele Motive ist es optimal. Das Ergebnis ist dabei oft besser als mit der Spiegelreflex, denn das iPhone ist nicht nur eine Kamera, sondern auch ein Computer, der die Bilder gleich bearbeiten und optimieren kann. Mit dem richtigen Know-how können Events professionell festgehalten werden. „Nicht die Kamera macht das Foto, sondern der Fotograf“, sagt der international tätige Fotograf und Filmproduzent Martin Helmers.
    Seit fast 40 Jahren ist er weltweit unterwegs für Zeitungen, Magazine, Internet und das Fernsehen. In den letzten Jahren wurde das iPhone sein ständiger Begleiter und ersetzt mittlerweile die traditionelle schwere Kameraausrüstung. Vielen Telefon-Fotografen vermittelte er seine gesammelten Erkenntnisse und läutete für diese das Ende der schweren Kamera-Ausrüstung ein. Dabei staunen die iPhone-Besitzer immer wieder, was sie alles noch nicht über den ständigen elektronischen Begleiter wussten.

    Das Seminar läuft am 1. und 2. Juni in der ver.di-Medienakademie (www.verdi-undeloh.de) und kostet für ver.di-Mitglieder 300 Euro. Alle weiteren Infos unter:
    https://www.facebook.com/events/198997070547842/

     

     

  • 3. München: Diskussionsrunden für Filmschaffende

    Am 15. Mai lud die Grüne Fraktion im Bayerischen Landtag zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „GrünFairFilm“ ein. Es ging um faire Produktionsbedingungen mit Tarif- und Arbeitszeitregeln, um angemessene Vergütung mit entsprechenden Zuschlägen, die der Arbeit am Set gerecht werden. Doch beides ist leider eher die Ausnahme. Regelmäßige Engagements sind selten; Rental und Postproduktion müssen mit „Restgeldern“ auskommen, weil das Budget der Produzent_innen zu knapp bemessen ist. Altersarmut unter den Filmschaffenden ist unter diesen Bedingungen vorprogrammiert. Das sind die Fakten einer Branche, die zu einem erheblichen Teil durch öffentliche Gelder finanziert wird. Nicht zuletzt deshalb sind diese Arbeitsbedingungen nicht länger hinnehmbar, so der Tenor der Runde, in der u.a. Lisa Basten vom Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin, Produzent Uli Aselmann und Schauspielerin Natja Brunckhorst diskutierten.
    Eine nächste Diskussionsrunde über Nachhaltigkeit in der Filmwirtschaft ist für den 29. Mai 2017 (ab 18 Uhr im Bayerischen Landtag) terminiert. Der Titel „Perfekter Film und ökologisch-soziale Filmproduktion - eine unbezahlbare Utopie?“

    Weitere Infos hier:
    https://www.facebook.com/events/1202742223167516/?active_tab=discussion

     

     

     

     

     

     

  • 4. Mitmachen: Crewscouts gesucht

    Wir meinen: Ungewöhnliche Bedingungen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Um den besonderen Voraussetzungen für gewerkschaftliche Arbeit an Filmsets Rechnung zu tragen, haben wir ein neues Konzept der Interessenvertretung und Tarifarbeit entwickelt: Die CrewScouts, aktive Filmschaffende, die von der FilmUnion geschult werden, um am Filmset als kompetente Ansprechpersonen und Mittler_innen zu ver.di zu fungieren. Eine erste Schulung fand bereits im April in Berlin statt. Matthias von Fintel, Geschäftsführer von connexx.av, dem Netzwerk für Medienschaffende in ver.di: „Die Teilnehmer_innen sollen ein solides Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben bekommen, um später am Filmset als Kontaktleute auftreten zu können. Außerdem soll die Schulung dazu dienen, einen guten Draht zu den Gewerkschaftssekretär_innen vor Ort herzustellen, mit denen die Crews Scouts künftig zusammenarbeiten werden.“ Weitere Mitstreiter_innen werden gesucht. Bitte meldet euch für eine der kommenden Crew Scout-Schulungen beim Team der ver.di-FilmUnion hier an: https://filmunion.verdi.de/ueber-uns/kontakt

    Wir freuen uns auf euch!
    https://mmm.verdi.de/gewerkschaft/crewscouts-gewerkschaft-beim-film-40855

     

     

     

     

  • 5. #Klartext: Feiertage

    Jedesmal vor Feiertagen fragen sich viele Filmschaffende, ob die aktuelle Produktion diese wohl auch bezahlen wird. Obwohl das eigentlich im Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) sowie auch im Tarifvertrag für Film- und Fernsehschaffende (TV FFS) klar geregelt ist, sieht es in der Praxis leider häufig anders aus. Ob vor Ostern, Himmelfahrt oder Pfingsten sind sich viele Produktionen um kaum eine Ausrede zu schade. Unter dem Link findet ihr die häufigsten „Argumente“, um die Feiertagsbezahlung zu umgehen.
    Wenn auch Euch das bekannt vorkommt, dann informiert uns über die Produktionen, die Feiertage nicht bezahlen und wir sorgen gemeinsam dafür, dass sich dieser unhaltbare Zustand ändert. Denn: Um die eigenen Rechte durchzusetzen, ist es auch notwendig, sie einzufordern. Wir unterstützen Euch dabei!

    https://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++0d86648e-1f94-11e7-bd80-525400940f89

     

     

     

     

     

  • 6. Sehsüchte-Festival: Realitätscheck für den Film-Nachwuchs

    Vom 26. April bis 1. Mai war das Sehsüchte Filmfestival wieder Treffpunkt Tausender junger Filmemacherinnen und Filmemacher, die in diesem Jahr unter dem Motto ‚surfaces’ an Oberflächen gekratzt und hinter die Oberfläch(lichkeit)en gesellschaftlich relevanter Themen geschaut haben. Gezeigt wurden 130 Filme aus 32 Ländern.
    Unter die Oberfläche, hinter die Fassade schauen - das war auch das Anliegen des Workshops der ver.di-FilmUnion, der im diesjährigen Sehsüchte-Rahmenprogramm unter dem Titel „Realitätscheck“ lief und sich an junge Filmemacher_innen richtete, die von ihrer Arbeit bei Film und Fernsehen leben wollen. Dabei ging es neben der kreativen Selbstentfaltung auch um soziale Absicherung und angemessene Vergütung.

    Hier ist der ganze Artikel bei M Online zum Nachlesen:
    https://mmm.verdi.de/beruf/realitaetscheck-auf-den-sehsuechten-41019

     

     

     

  • 7. Arsch hoch für die Rente!

     Fahrradaktion der ver.di-Selbstständigen

    Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Am Nachmittag des 19. Juni plant die ver.di-Bundeskommission Selbstständige (BKS) gemeinsam mit den Berliner Selbstständigen eine Fahrradaktion unter dem Motto „Arsch hoch für die Rente!“ Wir werden als „Critical Mass“ von der ver.di-Zentrale am Paula-Thiede-Ufer starten und verschiedene Schleifen drehen (u.a. am Alex, der Humboldt-Uni). Wir wollen hier und da anhalten, die Sattelüberzieher mit dem Motto „Arsch hoch für die Rente“ verteilen und mit Passanten ins Gespräch kommen. Unsere Räder schmücken wir mit frechen Sprüchen, tragen ver.di-Warnwesten und haben natürlich unsere Selbstständigen-Fahne mit dem Logo „selbstständig denken“ dabei. Coole Musik wird uns begleiten. Der Spaß soll auch nicht zu kurz kommen: Unser Ziel ist der Görlitzer Park, wo der Tag mit Grill, Getränken und hoffentlich guten Gesprächen ausklingen wird.

    Wer kommt mit? Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, ist herzlich willkommen! Bitte meldet euch unter selbststaendige@verdi.de bei uns an.

     

     

     

     

     

  • 8. „Tschick“ gewinnt den EFA Young Audience Award

    Beim European Young Audience Film Day haben Kinderjurys in 37 europäischen Städten am 7. Mai den Film „Tschick“ von Fatih Akin zum Gewinner des European Film Academy Young Audience Awards gekürt. Insgesamt 2.000 Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 14 Jahren sichteten zeitgleich in den teilnehmenden Städten die drei durch die Europäische Filmakademie nominierten Filme „Mein Leben als Zucchini“ (Schweiz/Frankreich), „Das Mädchen vom Änziloch“ (Schweiz) sowie „Tschick“, der die meisten Stimmen erhielt. Der Film handelt vom 14jährigen Außenseiter Maik, der die Sommerferien allein zu Hause verbringt, bis er Tschick alias Andrej aus Russland trifft und mit ihm auf große Reise geht.

    https://yaa.europeanfilmawards.eu
    http://www.tschick-film.de/

     

     

     

  • 9. Vier MDM-geförderte Filme beim Festival in Cannes

    Bei den 70. Internationalen Filmfestspielen in Cannes (17.-28. Mai) feiern vier mit Unterstützung der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) entstandene Filme ihre Weltpremiere: „Jupiter‘s Moon“ von Kornél Mudruczó und „Die Sanfte“ von Sergei Loznitsa konkurrieren im Wettbewerb um die Goldene Palme. In der Reihe „Un Certain Regard“ sind „Directions“ von Stephan Komandarev sowie „Western“ von Valeska Griesebach vertreten. MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen (ehemaliger Festivaldirektor von DOK Leipzig) sieht dies als eindrucksvollen Beleg, auf welch hohem künstlerischen und professionellen Niveau in Mitteldeutschland Filme entstehen.

    http://www.mdm-online.de

     

     

  • 10. Social Media I – ver.di: Meinungsfreiheit first

    „Auch wenn wir Fake News und Hate Speech in sozialen Netzwerken aufs Schärfste ablehnen: Im Zweifelsfall muss die Meinungsfreiheit vor der Löschung solcher Inhalte stehen“, erklärte Cornelia Haß, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di anlässlich des am 5. April im Bundeskabinett beschlossenen Entwurfs des „Gesetzes zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in Sozialen Netzwerken“.
    Streng gegen Falschmeldungen, Verleumdungen und Hassreden in sozialen Netzwerken vorzugehen, sei zwar mehr als notwendig. Staatliche Eingriffe aber, die die Plattformen zur Löschung solcher Inhalte verpflichteten, müssten immer mit dem Recht auf Meinungsfreiheit und dem Verbot der Zensur abgewogen werden.

    https://dju.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++3c6e7a86-1a06-11e7-b676-525400940f89

  • 11. Social Media II – Inhalte prüfen, aber wie?

    Einträge aus Facebook, Instagram und Co. werden immer häufiger für Recherchen (und zur Meinungsbildung sowieso) genutzt – doch wie lässt sich effektiv überprüfen, welchen tatsächlichen Informationsgehalt die Meldungen in Social-Media-Kanälen haben? Fiete Stegers vom NDR und Wolfgang Wiechmann von der ARD erklären das in einem Vortrag, der hier nachzuvollziehen ist:
    https://www.evernote.com/shard/s36/sh/ae88f324-e2fd-4d66-b7d0-4c08e7c27b15/8e6e3aaf7dc5dc34

     

     

     

  • 12. Save the Date: 18. Juli 2017

    Schon jetzt in den Kalender eintragen: Am 18. Juli ab 19.30 Uhr ist wieder offener Vorstandstreff der ver.di FilmUnion Berlin, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.
    Wir freuen uns auf den Austausch mit möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen. Bitte meldet euch unter berlin@connexx-av.de an – so können wir euch auch über etwaige Änderungen informieren.

     

     

     

  • 13. Impressum / Abo

    Die ver.di FilmUnion will mit diesem Newsletter für bessere Information und Transparenz bei den Beschäftigten der Produktionswirtschaft von Film und Fernsehen sorgen. Insbesondere greifen wir film- und sozialpolitische Themen auf. Die ver.di FilmUnion bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Fernsehschaffenden und allen anderen Beschäftigten in Produktions-, Dienstleistungs- und Studiobetrieben. Wir treten für Kunstfreiheit, gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und vor allem die Umsetzung tariflicher Bestimmungen ein. Als vorrangiges Ziel streben wir eine integrierte Interessenvertretung der Film- und Fernsehbeschäftigten in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an.

    Der ver.di-FilmUnion-Newsletter erscheint alle zwei Monate. Wer den ver.di-FilmUnion-Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann sich hier abmelden:
    https://filmunion.verdi.de/service/newsletter.

    Bei Fragen, Anregungen oder Kritik sind wir erreichbar:
    ver.di FilmUnion & connexx.av GmbH
    c/o ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg
    Kathlen Eggerling
    Köpenicker Str. 30
    10179 Berlin
    fon: 030.88665416, fax: 030.88665935
    mail: kathlen.eggerling@connexx-av.de

    Texte: Gundula Lasch

    Redaktion: Kathlen Eggerling
    Impressum und V.i.S.d.P.:
    Matthias von Fintel, Geschäftsführer
    connexx.av GmbH
    c/o ver.di
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin

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