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Newsletter 06/2016

Newsletter 06/2016

vom 17. November 2016

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dies ist der letzte FilmUnion-Newsletter des Jahres 2016. Es ist die Zeit der Festivals, der Preisverleihungen und Jahresrückblicke. Allerorts wird Bilanz gezogen, auch ganz persönlich.
Kurz nach dem erschreckend-peinlichen US-Wahlfinale, nicht weniger populistischen AfD-Sprücheklopfern hierzulande, einem scheinbar durchgeknallten Präsidenten in der Türkei, nicht enden wollendem Gemetzel in Syrien und permanenter Terrorgefahr liegt es nahe, 2016 als vor allem beängstigendes Jahr einzuordnen. Dabei vergessen wir schnell, dass es ebenso viel Positives, Ermutigendes gegeben hat. In der Familie, im Freundeskreis, gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz oder Gleichgesinnten bei ehrenamtlichen Aktivitäten.
Festivalarbeiter_innen aus ganz Deutschland trafen sich erstmals, um gemeinsam für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und für den gesellschaftlichen Stellenwert von Filmfestivals zu streiten. Eine ver.di-Jury verhielt sich ganz mottogerecht ungehorsam und teilte ihren Preis beim ältesten Dokumentarfilmfestival der Welt in Leipzig. Ein novelliertes Filmfördergesetz wurde verabschiedet, bei dem soziale Standards für die Beschäftigten in den Fokus rücken. Das wären schon mal drei positive Punkte für das Jahr 2016 - allein aus den letzten Wochen. Wie viele weitere könnt ihr beisteuern?

Eine gute Jahresend-Zeit wünscht euch
Eure ver.di FilmUnion
http://filmunion.verdi.de
http://www.facebook.com/connexx.av

Inhalt

  1. Verhandlungen für Filmschaffende bei ARD-Fernsehproduktionen
  2. FFG-Novelle: Soziale Standards im Fokus
  3. DOK Leipzig I: Häftlinge mit tollen Filmen und eigenem Preis
  4. DOK Leipzig II: Ungehorsame ver.di-Jury teilte den Preis
  5. Sonntags-Krimi mit Happy End
  6. Festivalarbeiter_innen trafen sich in Leipzig
  7. Selbstständigentreff in Kassel
  8. SEMINAR "Bevor die Klappe fällt - Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Filmproduktionen
  9. Diskussion über faire Produktion beim NDR
  10. Siegfried Kracauer Preis 2016 an engagierte Filmjournalisten
  11. Filmförderungen
  12. Zeitschrift Filmdienst vor dem Aus
  13. Urheberrecht: Stellungnahme der VG Bild-Kunst
  14. Mindestlohn steigt zu Beginn 2017
  15. Deutschland als Filmstandort abgehängt?
  16. Impressum / Abo
  • 1. Verhandlungen bei ARD-Fernsehproduktionen

    Verhandlungen für Filmschaffende bei ARD-Fernsehproduktionen

    Nach dem Auftakt am 21. September wurden am 10. November die Verhandlungen zwischen einer Gruppe von 14 Berufsverbänden und Gewerkschaften mit der ARD, der Produzentenallianz und ARD-Degeto fortgesetzt. Ziel sind ein Tarifvertrag und gemeinsame Vergütungsregeln für Auftragsproduktionen der ARD-Sender. Die Verhandlungsgruppe um ver.di ist mit 13 Kernforderungen in die Gespräche gegangen. So will sie unter anderem angemessene Folgevergütungen für Nutzungen von Filmproduktionen durch Wiederholungen oder Streamingangebote in Mediatheken erreichen sowie Erlösbeteiligungen aus Lizenzgeschäften der Sender oder Produzenten, etwa für DVD-Vertrieb oder Auslandsverkäufe.

    https://mmm.verdi.de/tarife-und-honorare/verhandlungsauftakt-fuer-filmschaffende-bei-fernsehproduktionen-35067

  • 2. FFG-Novelle

    FFG-Novelle: Soziale Standards im Fokus

    Im Januar 2017 tritt die Novellierung des Filmförderungsgesetzes (FFG) in Kraft. Dann müssen Filmhersteller in ihren Förderanträgen an die FFA darlegen, ob für die Beschäftigten des konkreten Filmprojekts ein Branchentarifvertrag gilt oder auf anderem Weg die Einhaltung sozialer Standards vereinbart wurde. Ein wichtiger Schritt für die soziale Absicherung für Filmschaffende, deren Arbeitsverhältnisse oft nur wenige Wochen andauern. Mit dem neuen FFG soll auch die Geschlechtergerechtigkeit verbessert werden. Ein wichtiges Signal ist, dass die Förderkommission der Filmförderanstalt künftig paritätisch von Männer und Frauen besetzt werden muss. Die FFA fördert im Jahr rund 50 deutsche Kinofilmproduktionen.

    http://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++2e58ed42-9765-11e6-b9e5-525400940f89

  • 3. DOK Leipzig I

    DOK Leipzig I: Häftlinge mit tollen Filmen und eigenem Preis

    Bereits zum vierten Mal waren akkreditierte Besucher_innen des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm eingeladen, gemeinsam mit Häftlingen einer Jugendstrafanstalt Filme aus dem Programm zu sehen und zu diskutieren. Besonderes Highlight in diesem Jahr: Die Jugendlichen präsentierten ihre selbst produzierten Kurzfilme, die im Rahmen eines Workshops im Gefängnis entstanden waren.

    https://mmm.verdi.de/beruf/dok-leipzig-im-knast-respekt-35829

     

     

     

     

  • 4. DOK Leipzig II

    DOK Leipzig II: Ungehorsame ver.di-Jury teilte den Preis

    Getreu dem Motto des 59. DOK Leipzig "Disobedience" (Ungehorsam) verhielt sich die neu zusammengesetzte ver.di-Jury: Sie teilte den mit 2.500 Euro dotierten Preis gerecht auf zwei Filme auf, die aus ihrer Sicht die besten im Deutschen Wettbewerb waren. So bekamen den "ver.di-Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness" der deutsche Regisseur Jakob Schmidt mit seinem Film "Zwischen den Stühlen" und die deutsch-kurdische Regisseurin Ayse Polat mit ihrem Film "The Others".

    https://mmm.verdi.de/beruf/dok-leipzig-ungehorsam-im-besten-sinne-35885

     

     

     

     

  • 5. Sonntags-Krimi mit Happy End

    Sonntags-Krimi mit Happy End

    Im Auftrag der ARD und unter der Regie von Kilian Riedhof verfilmte die Ziegler Film GmbH & Co.KG (Berlin) das 80er-Jahre Geiseldrama von Gladbeck. Für Produktion und Team hat sich das Projekt jedoch aufgrund der großen Zahl an Außendrehs, der vielen Fahrszenen und der unzähligen Nachtdrehs als große Herausforderung erwiesen. Zudem wirbelten Wetterkapriolen den Drehplan mehrfach durcheinander. Deshalb besuchte sie das Team der ver.di-FilmUnion am 20. Oktober am Set.

    http://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++22c2848c-969f-11e6-b61f-525400ed87ba

     

     

     

     

  • 6. Festivalarbeiter_innen trafen sich in Leipzig

    Festivalarbeiter_innen trafen sich in Leipzig

    An die 100 Kolleginnen und Kollegen von Filmfestivals in ganz Deutschland trafen sich erstmals in Leipzig. Sie haben sich in der Initiative "Festivalarbeit gerecht gestalten" zusammengeschlossen und wollen sich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen. Eine Reihe der Festivalarbeiter_innen sind bereits Mitglied in ver.di, viele andere überlegen nun, ob sie sich ebenfalls anschließen und mit gewerkschaftlicher Hilfe weiter kämpfen.

    https://mmm.verdi.de/tarife-und-honorare/festivalarbeit-kreativitaet-braucht-soziale-sicherheit-35959

  • 7. Selbstständigentreff in Kassel

    Selbstständigentreff in Kassel

    Die in ver.di organisierten Solo-Selbstständigen in Kassel treffen sich regelmäßig zum Kennenlernen und Austausch. Für Sonntag, 11. Dezember, ist ab 11 Uhr ein Weihnachtlicher Brunch im Restaurant Arkadas, Sickingenstr. 10 (Hinterhof) geplant.
    Wer sich zum Treff anmelden oder gern in den Mailverteiler der Selbstständigen in Kassel und Umgebung aufgenommen werden will, schickt einfach eine Mail an jacengelke@web.de.

     

     

     

     

  • 8. Seminar

    SEMINAR "Bevor die Klappe fällt - Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Filmproduktionen"

    In Zusammenarbeit mit der ver.di-FilmUnion, der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, dem BVP und dem BVB führt die BBFC die nächste Klappe zum Thema "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Filmproduktionen" durch und freut sich auf zahlreiche Teilnahme und Anmeldung.

    Die Themen: Rechtliche Rahmenbedingungen, Vorschriften und Verordnungen anhand von sehr praktischer Theorie; Gefährdungsbeurteilung, Risikoeinschätzung und -bewertung, Arbeitsschutzmanagement (ASM), Sicherheitsplanung, Personal, Arbeitszeiten, Verantwortung und die Rolle von Gewerkschaften; Der Praxischeck in der Außenkulisse von GZSZ
    Zur Programmübersicht

    Teilnahme: kostenfrei. Anmeldung erforderlich per Mail an guide@medienboard.de oder über das Anmeldeformular

  • 9. Diskussion über faire Produktion beim NDR

    Diskussion über faire Produktion beim NDR

    Beim Film- und Medienforum Niedersachsen vom 26. bis 28. Oktober in Lüneburg wurden nicht nur Filme gezeigt - Branchenvertreter_innen diskutierten in verschiedenen Panels aktuelle Fragen. So auch am 28. Oktober im Kloster Lüne, wo der Vertreter der ver.di FilmUnion Lars Stubbe in einer Runde mit Vertreter_innen von NDR und Produktionsfirmen zum Thema "Fair produzieren, anständig bezahlen. Auch bei Nachwuchsförderung" diskutierte. Hintergrund war die Reihe "Nordlichter", ein Nachwuchsprogramm, das der NDR zusammen mit der Filmförderung Hamburg Schleswig Holstein und der nordmedia finanziert. Die ver.di FilmUnion hatte dagegen protestiert, dass hier bei Produktionen der geltende Tarifvertrag für Film- und Fernsehschaffende (TV FFS) teilweise um mehr als 30 Prozent unterschritten wird. Lars Stubbe unterstrich, dass auch der Nachwuchs Tarifgagen verdiene. Der NDR reagierte mit der Ankündigung, das Budget der einzelnen Produktionen aufzustocken.

    https://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++cef2e9a4-0211-11e6-82bc-525400ed87ba

  • 10. Siegfried Kracauer Preis 2016

    Siegfried Kracauer Preis 2016 an engagierte Filmjournalisten

    Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und die Film- und Medienstiftung NRW zeichneten am 10. November gemeinsam mit dem Verband der deutschen Filmkritik zwei engagierte Filmjournalisten mit dem Siegfried Kracauer Preis 2016 aus: Ekkehard Knörer gewann den mit 3.000 Euro dotierten Preis für die beste Filmkritik für seinen Text zu "Wild" von Nicolette Krebitz. Er erschien unter dem Titel "Außer sich" in der Zeitschrift Cargo im März 2016. Das Stipendium für das Jahr 2016/17 in Höhe von insgesamt 12.000 Euro erhielt Patrick Holzapfel, der eine sechsteilige Artikelserie zum Thema "Zukunft des Kinos" sowie einen regelmäßigen Blog verfassen wird. Die Preisübergabe fand während der feierlichen Verleihung des Kinoprogrammpreises NRW im Rahmen des Film- und Kinokongresses in Köln statt.

    http://www.vdfk.de/news/view/210-siegfried-kracauer-preis-2016-verliehen

  • 11. Filmförderungen

    Filmförderungen

    Projektförderung vom Deutsch-Polnischen Filmfonds
    Im Rahmen des Deutsch-Polnischen Filmfonds (DPFF) haben die Mitteldeutsche Medienförderung, das Medienboard Berlin-Brandenburg und das Polnische Filminstitut die Förderung von drei neuen Projekten beschlossen: Das Langfilmdebüt "Whatever Happens Next" von Julian Pörksen erhält Produktionsförderung in Höhe von 80.000 Euro. Im Bereich Projektentwicklung wird der neue Dokumentarfilm "Scars" von Agnieszka Zwiefka mit 38.000 Euro gefördert. Der Film wird von Kloos & Co. Medien Berlin/Leipzig und Chili Productions Wroclaw entwickelt. Mit 35.000 Euro fördert der Fonds die Entwicklung des Spielfilmdramas "Twins" von Eva Neymann. Entwicklungspartner sind Niko Film Berlin und Apple Film Warschau. Der nächste Einreichtermin des DPFF für für deutsch-polnische Filmvorhaben ist der 15. Dezember 2016. Antragsformulare und weitere Informationen unter

    https://www.medienboard.de/foerderung/
    http://www.mdm-online.de/index.php?id=20&
    http://www.filmportal.de/institution/polnisches-filminstitut-warschau_016f5a35579845c182bf2d2b8d427c47 

    MDM: Fast 1,9 Mio Euro Fördermittel vergeben
    Die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) hat für 23 Projekte fast 1,9 Millionen Euro Fördermittel verteilt. 450.000 Euro Produktionsförderung erhält z.B. die Erfurter Kinderfilm GmbH/Grown Ups Film für "Endzeit" (AT), den zweiten Langfilm von Carolina HellsgÃ¥rd. Der österreichische Filmemacher Ulrich Seidl bekommt für sein neues Projekt "Böse Spiele" 200.000 Euro MDM-Fördergelder. Die gleiche Summe bekommt die dänische Filmemacherin Pernille Fischer Christensen für ihr Biopic "Young Astrid", eine schwedisch-dänisch-deutsche Koproduktion. Die Hallesche Firma 42film erhält 190.000 Euro Produktionsförderung für das Spielfilmdebüt "Lemonade" der rumänischen Regisseurin Ioana Uricaru. Mit 150.000 Euro wird die Koproduktion (SER/D/HR/F) beim Film "Father" des serbischen Regisseurs Srdan Golubović gefördert und das neue Projekt der Dokumentarfilmerin Sabine Michel "Montags in Dresden" wird mit 90.000 Euro unterstützt.

    http://www.mdm-online.de

    Hessische Filmförderung wird erhöht
    Für die Filmförderung der HessenFilm und Medien GmbH werden im kommenden Jahr zwei Millionen Euro mehr bereitstehen als 2016. Insgesamt beläuft sich die Filmförderung in Hessen dann auf fast zehn Millionen Euro. Hessen soll damit weiter zu einem Filmstandort entwickelt werden. Dies sei eine Investition in eine hochqualifizierte Zukunftsindustrie, die nicht nur Arbeitsplätze schaffe und sichere, sondern sich durch überproportionale Steuereinnahmen auch kurzfristig für den Landeshaushalt rechne", hieß es dazu in einer Stellungnahme der Produzentenallianz.

    http://www.hessenfilm.de/hessenfilm-news/detailansicht/news/detail/News/hessenfilm-und-medien-foerdert-mit-einer-halben-million-euro-kulturelle-filmprojekte.html

    Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern beschlossen
    Erfreulich ist auch die Stärkung der Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern, zu der sich die Partner der neuen Landesregierung, SPD und CDU, in ihrer Koalitionsvereinbarung bekannt haben: "Hierzu soll die Film- und Medienförderung aus dem Bildungsministerium sowie die wirtschaftliche Filmförderung aus dem Wirtschaftsministerium in der Staatskanzlei gebündelt werden. Voraussetzung für eine neue Qualität der Film- und Medienförderung ist eine angemessene finanzielle Beteiligung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks", so die Landesregierung. Der Fördertopf soll mit 1,5 Millionen Euro bestückt werden. Die nächste Einreichfrist für Förderanträge in Mecklenburg-Vorpommern ist der 5. Februar 2017.

    http://www.filmbuero-mv.de/documents/AA_PDFs/20160726_FiF_MV_Positionspapier.pdf

  • 12. Zeitschrift Filmdienst vor dem Aus

    Zeitschrift Filmdienst vor dem Aus

    Die Katholische Kirche fährt ihr Engagement für die Filmkultur drastisch zurück: So soll der Filmdienst, die kirchlich finanzierte Fachzeitschrift für Film und zugleich älteste deutsche Zeitschrift für Filmkritik, nach 70 Jahren ihres Erscheinens eingestellt werden. Die Katholische Filmkommission und der Verlag dreipunktdrei stellten fest, dass es angesichts der Mittelkürzung durch die Kirche keine wirtschaftliche Möglichkeit mehr gäbe, die Printpublikation fortzuführen. Über einen künftigen Webauftritt, der die filmkritischen Inhalte in verringertem Umfang bereithalten soll, werde derzeit nachgedacht. Mit einer Entscheidung sei Ende November zu rechnen. Bereits zum Juli war der freie Verkauf des Filmdienst eingestellt worden.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/filmdienst-deutschlands-aelteste-filmzeitschrift-vor-dem-aus-a-1117972.html

  • 13. Urheberrecht: Stellungnahme der VG-Bild-Kunst

    Urheberrecht: Stellungnahme der VG-Bild-Kunst

    Nach dem aktuellen Urheberrechtspaket der EU-Kommission veröffentlichte die VG Bild-Kunst eine Stellungnahme, in der sie den pragmatischen Ansatz der Kommission auf der Suche nach einem fairen Gleichgewicht zwischen den Interessen der Urheber am Schutz ihrer Werke und an dem Interesse der Allgemeinheit, einfachen Zugang zu diesen Werken zu erhalten, begrüßt. "Diese Suche nach einem fairen Ausgleich zwischen Autoren und der Allgemeinheit gibt es so lange es das Urheberrecht gibt - und bereits in der analogen Welt wurden darum heftige Kämpfe ausgefochten. Während sich die Autoren und die Vertreter der Interessen der Allgemeinheit - z.B. Bibliotheken, Kultusministerien und andere Bildungsträger - in der Regel vernünftig einigen können, empfanden die gewerblichen Verwerter - z.B. Verlage, Musik- und Filmproduzenten - die Schrankenregelungen stets als nicht unbedeutende Eingriffe in ihre Geschäftsmodelle - entsprechend war der Widerstand", heißt es in der Stellungnahme. Dies habe sich im digitalen Umfeld nicht verändert, neu sei aber, dass nun die global agierenden Internetfirmen als "Verwerter" dazu kämen, die Urheberrecht selbst als hinderlich empfänden. Deshalb begrüßte die VG Wort die ausdrückliche Klarstellung der EU-Kommission, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Das war aus Sicht der Rechteinhaber überfällig.

    http://www.bildkunst.de/urheberrecht/position-zur-geplanten-eu-reform-2016.html

  • 14. Mindestlohn steigt zu Beginn 2017

    Mindestlohn steigt zu Beginn 2017

    In Deutschland gilt seit Anfang 2015 ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro je Zeitstunde. Dieser erhöht sich zum 1. Januar 2017 um 34 Cent. Eine ständige Kommission entscheidet alle zwei Jahre über die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns. Im Juni 2016 hatte die Kommission also erstmals getagt und wird sich das nächste Mal 2018 wieder treffen. Im Rahmen einer Gesamtabwägung wird von der Kommission geprüft, welche Höhe des Mindestlohns zu einem angemessenen Mindestschutz der Arbeitnehmer beiträgt, faire und funktionierende Wettbewerbsbedingungen ermöglicht sowie Beschäftigung nicht gefährdet. Bei ihrer Entscheidung orientiert sich die Kommission nachlaufend an der Tarifentwicklung.

    http://www.personalpraxis24.de/aktuelles/nachrichten/?user_aktuelles_pi1[aid]=348308&cHash=ccbb199b53ba2a3b322b3ee71814ffc5

  • 15. Deutschland als Filmstandort abgehängt?

    Deutschland als Filmstandort abgehängt?

    Deutschland werde im internationalen Wettbewerb der Filmstandorte immer mehr abgehängt, konstatierte die Allianz Deutscher Produzenten. Seit 2005 seien in Europa mehr als 20 steuerliche Anreizsysteme für Filmproduktionen neu eingeführt worden und beinahe jedes europäische Land habe erkannt, dass Filmförderung eine Investition in eine hochqualifizierte Zukunftsindustrie ist, die Arbeitsplätze schaffe, sichere und sich durch überproportionale Steuereinnahmen für die Staatshaushalte rechne. "Internationale Großproduktionen werden ihre Millionenbudgets künftig noch weniger als jetzt in Deutschland ausgeben, und die hiesige Produktionswirtschaft muss zunehmend den Mangel verwalten, statt mit auskömmlichen Budgets Filme herzustellen, die ihrem handwerklichen, technologischen und künstlerischen Potential entsprechen würden", so ein Vertreter der Produzentenallianz. Damit Deutschland nicht endgültig von der Karte der bedeutenden Filmländer verschwinde, brauche es eine mit erheblichen Mitteln ausgestattete Filmförderung, wie sie in anderen europäischen Ländern sehr erfolgreich etabliert und laufend weiterentwickelt werde.

    http://www.produzentenallianz.de/pressemitteilungen/pressemitteilungen/inhalte-pressemitteilungen/internationaler-wettbewerb-der-filmstandorte-deutschland-wird-zunehmend-abgehaengt.html

  • 16. Impressum / Abo

    Impressum / Abo

    Die ver.di FilmUnion will mit diesem Newsletter für bessere Information und Transparenz bei den Beschäftigten der Produktionswirtschaft von Film und Fernsehen sorgen. Insbesondere greifen wir film- und sozialpolitische Themen auf. Die ver.di FilmUnion bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Fernsehschaffenden und allen anderen Beschäftigten in Produktions-, Dienstleistungs- und Studiobetrieben. Wir treten für Kunstfreiheit, gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und vor allem die Umsetzung tariflicher Bestimmungen ein. Als vorrangiges Ziel streben wir eine integrierte Interessenvertretung der Film- und Fernsehbeschäftigten in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an.

    Der ver.di-FilmUnion-Newsletter erscheint alle zwei Monate. Wer den ver.di-FilmUnion-Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann sich hier abmelden:
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    Texte: Gundula Lasch

    Redaktion: Kathlen Eggerling
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