Archiv

Newsletter 05/2019

Newsletter 05/2019

vom 01. November 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es lohnt sich, Gewerkschaftsmitglied zu sein. Menschen profitieren, wenn sie sich gewerkschaftlich organisieren - auch in „kleinen Branchen“ wie der Filmindustrie. Für die dort arbeitenden Synchronschaffenden hat ver.di zusammen mit anderen Berufsverbänden lukrative Vergütungsregeln ausgehandelt. So werden sie künftig am wirtschaftlichen Erfolg der von ihnen synchronisierten Filme und Serien beteiligt. Das ist ein wichtiger Erfolg in Zeiten der boomenden Streaming-Plattformen, der ohne den Einsatz von ver.di nicht möglich gewesen wäre. Also: Macht mit, es lohnt sich.

Eure ver.di FilmUnion
http://filmunion.verdi.de
http://www.facebook.com/connexx.av

 Inhalt

  1. Noch kein Ende: Tarifverhandlungen in allen ARD-Sendeanstalten
  2. Zusätzliche Geldspritze: Tantiemen für Synchronsprecher_innen
  3. Nach Schulterschluss mit Rechtsaußen: Hessenfilm-Chef abberufen
  4. Rede bei Emmy Verleihung: Exorbitante Ungerechtigkeit bei der Bezahlung
  5. Gelungener Auftakt: Deutscher Fairnesspreis auch in 2020
  6. „Systemsprenger“ im Oscar-Rennen
  7. Das Filmfördergesetz wird novelliert. Aber wie?
  8. Norddeutsche Filmfördergelder für TV-Serien
  9. Deutscher Filmpreis für visuelle Effekte und Animation
  10. DOK Leipzig: Neuer Tauben-Stifter
  11. Matthes’ starkes Plädoyer: "Das Kino muss mehr Geld bekommen!“
  12. FFF Bayern fördert Kinos
  13. Neustart für "Vision Kino“?
  14. Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland 2019 vergeben
  15. MDM: „Fifty-Fifty“-Förderabkommen mit dem ZDF
  16. Filmfestspiele Venedig: Geförderte Filme ganz oben
  17. First Steps Awards vergeben
  18. Baumi Award ausgeschrieben
  19. jetzt: Werden Filmschaffende Diener der Fans?
  20. Termin: Nordische Filmtage noch bis 3. November
  21. Termin: Film- und Medienforum Niedersachsen 6. bis 8.11. in Lüneburg
  22. Termin: cinefest mit Kongress vom 16.-24. November 2019
  23. Termin: Bildungsurlaub Digitalisierung Theatern/Bühnen/Veranstaltungstechnik (kostenfrei für verdi-Mitglieder)
  24. Impressum / Abo
  • 1. Noch kein Ende: Tarifverhandlungen in ARD-Sendeanstalten

    Die Beschäftigten der ARD-Sendeanstalten wollen nicht von der Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst abgekoppelt werden. Anlässlich der festgefahrenen Tarifrunde hatten sich zuletzt am 18. September 2019 rund 3.000 Beschäftigte bundesweit an Streiks und Aktionen beteiligt. Beim WDR, SWR, MDR, SR, BR und NDR kam es zu Programmausfällen. Diese Demonstrationen der Stärke und des Zusammenhalts der ARD-Beschäftigten sind in der Geschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Bundesrepublik Deutschland bislang einmalig. Bislang bleiben die Sender allerdings dabei ihren zu schwachen Angeboten. Deshalb sind weitere Arbeitskampfmaßnahmen nicht ausgeschlossen. Die nächste Verhandlungsrunde in den Sendern BR, SWR und MDR findet am 7.11. statt. Informationen zur Tarifrunde und aktuelle Aktionen gibt es in den social media Kanälen unter dem Hashtag #jetzteinschalten sowie auf den Webseiten
    https://rundfunk.verdi.de/ bzw. https://tinyurl.com/y29y2tr3

  • 2. Zusätzliche Geldspritze: Tantiemen für Synchronsprecher_innen

    Erstmals in der Geschichte der Branche profitieren nun auch die Synchronsprecher*innen von den Einnahmen, die aus der langjährigen Verwertung ihrer schöpferischen Leistungen entstehen. Eine erste entsprechende gemeinsame Vergütungsregel dieser Art konnte ver.di im Verbund mit dem Bundesverband Schauspiel (BFFS), dem Bundesverband Synchronregie und Dialogbuch (BSD) sowie dem Bundesverband Regie (BVR) für die Filmverleiher Constantin Film und Studiocanal abschließen. Sie gelten rückwirkend ab Januar 2019. Die Höhe der Zahlungen richtet sich nach dem Arbeitsaufwand. Hier wird der neue Abschluss ausführlich erklärt:
    https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++faf23442-c400-11e9-847e-525400b665de

  • 3. Nach Schulterschluss mit Rechtsaußen: Hessenfilm-Chef abberufen

    Der fragwürdige „politische Gedankenaustausch“ von Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm und Medien GmbH, und dem AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen im Juli weitete sich innerhalb weniger Tage zu einem handfesten Skandal aus: Mehr als 500 Filmschaffende hatten in einer Erklärung auf der Internetseite des Filmmagazins artechock den Rücktritt des HessenFilm-Chefs gefordert, denn Meuten vertrete „fraglos rechtsradikale Auffassungen" und sei als „strammer Gegner liberaler Kulturproduktion" bekannt, der Ruf der Hessen-Film daher schwer beschädige. Auch die hessische FilmUnion in ver.di schloss sich der Kritik an. Immerhin verwaltet der Chef von Hessen-Film öffentliche Gelder in Höhe von 11,5 Millionen Euro pro Jahr, die laut Förderrichtlinien die kulturelle Vielfalt in Hessen achten und entsprechende Projekte fördern sollen. Der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) zog schließlich die Reißleine und beendete die Zusammenarbeit mit Mendig mit Blick auf sein zerrüttetes Verhältnis zu Filmschaffenden und auf den entstandenen Imageschaden für Hessen bzw. HessenFilm. Als kommissarischer Geschäftsführer wurde Günter Schmitteckert, Ministerialdirigent im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst als kommissarischer Geschäftsführer, eingesetzt.
    https://www.artechock.de/film/text/artikel/2019/09_15_meuthen_mendig_erklaerung_50filmschaffende.html

  • 4. Rede bei Emmy Verleihung: Exorbitante Ungerechtigkeit bei der Bezahlung

    Als Schauspielerin Michelle Williams Ende September mit dem Emmy Award für ihre Darstellung in der Serie „Fosse/Verdon“ ausgezeichnet wurde, widmete sie den Preis dem Kampf um gleichberechtigte Bezahlung von Männern und Frauen. Wie bitter ungerecht es zugehen kann, hatte Williams selbst erlebt: Beim Dreh für den Ridley-Scott-Film "Alles Geld der Welt" 2017 erhielt der Star für die Szenen, die nachgedreht werden mussten, weil Kevin Spacey wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung herausgeschnitten worden war, 1000 US-Dollar Gage. Ihr Filmpartner Mark Wahlberg hingegen bekam 1,5 Millionen Dollar. Das war 2017. Wahlberg kündigte danach in den Sozialen Netzwerken an, seine Gage an den Rechtsschutz-Fonds von "Time's Up" spenden zu wollen, einer Initiative, die von 300 Hollywoodstars zum Schutz von Frauen vor Belästigung am Arbeitsplatz gegründet worden ist.
    https://www.sueddeutsche.de/kultur/michelle-williams-emmys-rede-1.4612204

  • 5. Gelungener Auftakt: Deutscher Fairnesspreis auch in 2020

    Begeistert gefeiert wurde der Deutsche Fairnesspreis Film Fernsehen, der erstmals im Rahmen des Deutschen Schauspielpreises von verdi und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) am 13. September in Berlin verliehen wurde. Nachdem unter dem diesjährigen Motto ‚Diversity/Vielfalt’ die Serie ‚Dr. Klein’ prämiert wurde, steht fest, dass der DFP 2020 in die nächste Runde gehen wird – dann mit einem neuen Motto, das ein besonderes Schlaglicht auf das Thema Fairness im Film- und Fernsehbereich werfen wird. Das Motto und dementsprechend die Besetzung der Jury werden BFFS und verdi im Frühling 2020 festlegen. Wie bereits 2019 werden auch diesmal zahlreiche Berufsverbände aus der Filmbranche dazu eingeladen, Vorschläge für den Preis einzureichen.
    https://filmunion.verdi.de/und-action/nachrichten/++co++3492e962-c997-11e9-a7c2-001a4a160100

  • 6. „Systemsprenger“ im Oscar-Rennen

    Deutschland schickt das Drama „Systemsprenger" der Regisseurin Nora Fingscheidt ins Rennen um eine Oscar-Nominierung in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film". Das gab German Films bekannt. Mit ihrem Debütfilm konnte die Hamburger Regisseurin und Drehbuchautorin Nora Fingscheidt bereits den Silbernen Bären auf der Berlinale 2019 gewinnen. Der Film über ein Mädchen, das durch alle Raster der deutschen Kinder- und Jugendhilfe fällt, ist ein ungewöhnliches Gegenwartsdrama. Der Film ist seit dem 19. September bundesweit in den Kinos. Die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein hat den Film mit 235.000 Euro unterstützt.
    https://www.fbw-filmbewertung.com/film/systemsprenger

  • 7. Das Filmfördergesetz wird novelliert. Aber wie?

    Wir hatten das Thema zwar schon mal im Sommer im Newsletter, aber es ist so wichtig, dass uns eine Erinnerung sinnvoll erscheint: Seit Wochen laden die Bundestagsfraktionen, das Kultusministerium und andere Gremien die Berufsverbände aus der Filmbranche ein, um in unterschiedlicher Besetzung die Köpfe über die anstehende Novelle des Filmfördergesetzes (FFG) zusammenzustecken. ver.di macht sich unter anderem stark dafür, soziale Mindeststandards wie Tarifbindung sowie Gender- und Diversity-Aspekte als Voraussetzungen für die Vergabe von Filmförderungen festzuschreiben und Streamingdienste wie Netflix, amazon prime etc. verbindlicher zu umsatzorientierten Abgaben an die Filmförderungen zu verpflichten. Ein erster Referentenentwurf wird voraussichtlich Anfang 2020 vorliegen.

  • 8. Norddeutsche Filmfördergelder für TV-Serien

    Nicht erst seit dem Erfolg der Serien ‚Berlin Babylon’ und ‚Bad Banks’ fordern Produzent_innen mehr Geld für Serienproduktionen aus den Fördertöpfen der Länder. Die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FHHSH) kann nun einen Erfolg vermelden: Ob am Ende ein oder zwei zusätzliche Millionen Euro in den Fördertopf fließen, um Serien zu fördern, will die Hamburger Bürgerschaft erst Ende 2018 entscheiden. Dass Geld fließt, ist aber schon klar, vermeldeten parallel Kultursenator Brosda und FHHSH-Chef Helge Albers. Einen Wermutstropfen schüttet die WELT in den Feierwein: Mehr als dreiviertel der deutschen Förderung für Serienproduktionen lande bei Titeln, die anschließend bei internationalen Anbietern wie Netflix, Amazon und Sky zu sehen sind: „Finanziert der Steuerzahler damit Netflix und Co?“
    https://www.welt.de/wirtschaft/article202532098/Foerderung-Deutsche-Steuerzahler-machen-Netflix-Serien-moeglich.html?fbclid=IwAR0Uh2Qcn2SMw016EYzhBXO4NQYI6Gw8S6dVxXxFeZb9AdJllb31l7xBnzc

  • 9. Deutscher Filmpreis für visuelle Effekte und Animation

    Von 2020 an wird Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Deutschen Filmpreis erstmals auch für herausragende Einzelleistungen in der neuen Kategorie „Beste visuelle Effekte und Animation” vergeben. Dies hatte die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gemeinsam mit der Deutschen Filmakademie (DFA) beschlossen. Visuelle Effekte (VFX) gehörten inzwischen zum Standardrepertoire erfolgreicher Filmproduktionen und würden immer wichtiger, so Grütters. „Deutsche Firmen sind in diesen Technologien international sehr gefragt. Mit einer neuen Preiskategorie beim Deutschen Filmpreis wollen wir diese Leistung würdigen und so dem VFX-Bereich insgesamt eine größere öffentliche Aufmerksamkeit verschaffen.“ Das Preisgeld von 10.000 Euro solle außerdem einen finanziellen Anschub für VFX-Innovationen ‚Made in Germany‘ ermöglichen. Verliehen werden die „Lolas“ am 24. April 2020 im Berliner Palais am Funkturm.
    http://www.deutscher-filmpreis.de

  • 10. DOK Leipzig: Neuer Tauben-Stifter

    DOK Leipzig hat einen neuen Preisstifter: Der Weltkino Filmverleih stiftet bei der 62. Festivalausgabe die mit 10.000 Euro dotierte Goldene Taube im Deutschen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm. Jährlich wählt das Festival aus den Filmeinreichungen rund zehn herausragende deutsche Produktionen für diesen prestigeträchtigen Wettbewerb aus, alle gehen sie ins Rennen um diesen Preis. Das 62. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm findet noch bis zum 3. November 2019 statt.
    https://www.dok-leipzig.de/de/dok/presse/pressemitteilungen/2019-1/052019-1

  • 11. Matthes’ starkes Plädoyer: "Das Kino muss mehr Geld bekommen!"

    Bei der Filmkunstmesse Leipzig stellte Ulrich Matthes, Chef der Deutschen Filmakademie, eindrucksvoll unter Beweis, welch leidenschaftlicher Fürsprecher für das Kino er ist. In seiner Keynote zu Beginn der zentralen Paneldiskussion formulierte er einen klaren Auftrag: Dem Kino einen Platz im kulturellen Bewusstsein zu verschaffen, wie ihn z.B. Literatur und Theater haben. Kinos, so Matthes, seien zentraler Teil des kulturellen Erbes, sie seien "emotionale Krafträume", "Schulen der Empathie" - und verdienten damit stärkere Unterstützung. Die Spielstätten müssten mehr Geld bekommen, forderte Matthes mit Blick auf die ungleich höhere Subventionierung, die z.B. Theater oder Oper stützt.
    http://www.mediabiz.de/film/news/x/443855?Nnr=443855&NL=LIBlitz&uid=56939

  • 12. FFF Bayern fördert Kinos

    1,5 Millionen Euro hat der Filmförderfonds (FFF) Bayern im Rahmen seines Förderprogramms zur Modernisierung und Verbesserung von Filmtheatern bewilligt. Das ist drei Mal so viel wie im vergangenen Jahr. Mit den Fördermitteln können die beantragten Vorhaben zügig umgesetzt werden. Die Förderquote liegt bei 30 Prozent und damit fünf Prozentpunkte über dem Vorjahr. Ein Zuschuss in dieser Höhe ist bundesweit einmalig.
    http://www.fff-bayern.de

  • 13. Neustart für "Vision Kino“?

    Für eine Revision der Film- und Medienbildung für Kinder und Jugendliche sprechen sich die Bundesverbände Deutscher Kurzfilm und Kommunale Filmarbeit, FILM MACHT SCHULE, der HVC Hauptverband Cinephilie, der Produzentenverband sowie der Verband der deutschen Filmkritik aus. Die anstehende Neubesetzung der Geschäftsführung bei "Vision Kino" biete die Chance zu einem Neustart und einer Revision der bisherigen Arbeit. Filmbildung und -vermittlung sowie ein Verständnis für Kino als eines attraktiven sozialen Orts des Austauschs müssten als wesentlicher Bestandteil von Filmpolitik begriffen werden, denn die Förderung von Filmkultur bei Heranwachsenden sei wichtiger denn je, heißt es in der Erklärung.
    https://www.vdfk.de/ein-neustart-fuer-vision-kino-ist-unumgaenglich-2109

  • 14. Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland 2019 vergeben

    Die Mitteldeutsche Medienförderung GmbH (MDM) vergab im Rahmen der 19. Filmkunstmesse Leipzig die alljährlichen Kinoprogrammpreise in Höhe von insgesamt 79.500 Euro an 21 gewerblich betriebene Kinos in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Hauptpreis für das beste Jahresfilmprogramm 2018 ging an die Schaubühne Lindenfels in Leipzig. Die weiteren Preisträger unter
    http://www.mdm-online.de

  • 15. MDM: „Fifty-Fifty“-Förderabkommen mit dem ZDF

    Die Mitteldeutsche Medienförderung GmbH (MDM) und das ZDF/Das kleine Fernsehspiel haben das neue Förderprogramm „Fifty-Fifty“ ins Leben gerufen, das der Stärkung des Filmnachwuchses in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen dienen soll. Zur Finanzierung von Nachwuchsfilmprojekten wird eine Gesamt-Finanzierung von bis zu maximal einer Million Euro, paritätisch getragen von MDM und ZDF, zugrunde gelegt. MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen betonte den Anspruch, sich aktiv und nachhaltig für den filmischen Nachwuchs in Mitteldeutschland zu engagieren: „So können wir herausragenden Talenten die Möglichkeit eröffnen, einem großen Publikum Geschichten aus der Region mit einer ganz eigenen Handschrift zu erzählen.“ Die Redaktion von Das kleine Fernsehspiel sei dafür der ideale Partner.
    https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/mitteilung/zdfdas-kleine-fernsehspiel-schliesst-neues-fifty-fifty-foerderabkommen-mit-mitteldeutscher-medienfoe/select_category/22/

  • 16. Filmfestspiele Venedig: Geförderte Filme ganz oben

    Bei den 76. Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde der schwedische Regisseur Roy Andersson mit dem Silbernen Löwen für die Beste Regie für die filmstiftungsgeförderte internationale Koproduktion „About Endlessness“ ausgezeichnet. Andersson hatte bereits 2014 einen Goldenen Löwen gewonnen, mit dem ebenfalls von der Filmstiftung geförderten Film „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“. http://www.filmstiftung.de Der Italiener Luca Marinelli erhielt für seine Verkörperung der Titelrolle in Pietro Marcellos „Martin Eden“ die „Coppa Volpi“ als bester Hauptdarsteller. Das Historiendrama nach dem gleichnamigen Roman von Jack London entstand mit Unterstützung der MDM. Marinelli hatte 2010 in dem ebenfalls MDM-geförderten Film „Die Einsamkeit der Primzahlen“ sein Kinodebüt. http://www.mdm-online.de

  • 17. First Steps Awards vergeben

    Am 9. September wurde der wichtigste deutsche Nachwuchspreis der Filmbranche First Steps Award verliehen. In der der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ ging der Award an Autorin und Regisseurin Friederike Güssefeld für „Out of Place“, ihren Abschlussfilm an der HFF München. Der FFF Bayern unterstützte die Produktion mit 50.000 Euro. „Hörst du, Mutter?“ gewann in der Kategorie „Bester Kurz- und Animationsfilm“. Der HFF München-Abschlussfilm von Autor, Regisseur und Produzent Tuna Kaptan (Donaukapitän) lief bereits erfolgreich auf zahlreichen Festivals. Auch hier förderte der FFF Bayern das Projekt mit 38.000 Euro. Der „Abräumer des Abends“ war der nordmedia-geförderte Film „Futur drei“ von Regisseur Faraz Shariat: Er gewann in der Kategorie „Abendfüllender Spielfilm“ sowie den „Götz-George-Nachwuchspreis“ für das Schauspielensemble um Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali und Benjamin Radjaipour.
    http://www.firststeps.de/

  • 18. Baumi Award ausgeschrieben

    Die Ausschreibung des mit 20.000 Euro dotierten Baumi Script Development Award für die Entwicklung außergewöhnlicher Kinostoffe läuft. Bewerben können sich deutsche und internationale Drehbuch-Autor*innen. Der Award hat das Ziel, freie und unabhängige Drehbuchentwicklungen zu ermöglichen und damit gleichzeitig an den Filmproduzenten und Verleiher Karl „Baumi“ Baumgartner zu erinnern und dessen besonderes Gespür für Stoffe und hochwertiges Arthouse-Kino zu würdigen.
    http://www.baumi-award.com

  • 19. jetzt: Werden Filmschaffende Diener der Fans?

    Filme und Serien werden online immer wieder massiv kritisiert. Das sei gefährlich für die Kreativität, so im Beitrag in jetzt, dem jungen Magazin der Süddeutschen Zeitung. Als Beispiel wird u.a. Quentin Tarantinos aktueller Film „Once Upon A Time in Hollywood“ herangezogen. Er sei stinklangweilig, da spritze zu wenig Blut, alles sei viel zu zahm, es würde zu wenig geballert, und überhaupt passiere nicht genug - ist im Netz zu lesen. In der Vergangenheit wurde Tarantino eher für seine exzessiven Gewaltdarstellungen kritisiert. Heute fordern dieselben Fans, die solche Szenen früher als Ausdruck künstlerischer Freiheit verteidigten, plötzlich ein Mitspracherecht in den Filmen des Kult-Regisseurs. Der ganze Artikel hier:
    https://www.jetzt.de/glotzen/filme-wie-die-filmindustrie-unter-den-zuschauerkritiken-leidet

  • 20. Termin: Nordische Filmtage noch bis 3. November

    Bekannte Regiegrößen und spannende Newcomer aus den skandinavischen und baltischen Ländern geben sich ein Stelldichein im Spielfilmwettbewerb der 61. Nordischen Filmtage Lübeck. Das komplette Programm des Festivals, bei dem neun Preise im Gesamtwert von 52.500 Euro vergeben werden, ermöglicht einen detaillierten und spannenden Einblick in das aktuelle Filmschaffen im Norden und Nordosten Europas und umfasst 196 Filme in insgesamt 283 Vorstellungen.
    https://www.nordische-filmtage.de

  • 21. Termin: Film- und Medienforum Niedersachsen 6. bis 8.11. in Lüneburg

    Auch in diesem Jahr lädt das Film- und Medienforum Niedersachsen ins mittelalterliche Kloster Lüne / Lüneburg zum kreativen Austausch zwischen ProduzentInnen, TV-RedakteurInnen, Kino- und FestivalmacherInnen, AutorInnen, FilmemacherInnen, Kulturakteuren, Medienpädagogen und Vertretern aus Politik und Filmförderung. Drei Tage volles Programm, neue Projekte und viele Gespräche plus Verpflegung für einen kleinen Konferenzbeitrag (60 Euro für drei Tage bzw 30 Euro Tageskarte). Mehr Infos und Link zur Anmeldung:
    http://filmbuero-nds.de/proj…/film-und-medienforum/2019.html

  • 22. Termin: cinefest mit Kongress vom 16. bis 24. November 2019

    Um Film zwischen Polit-Komödie und Gesellschafts-Satire, zwischen Lustspiel und ernster Kritik, zwischen anarchischem Lachen, propagandistischer Verwertung und offen politischer Kritik geht es beim 16. Internationalen Festival des Deutschen Filmerbes, dem cinefest in Hamburg. Zu entdecken gibt es neben Meisterwerken von Lubitsch, Neuss, Kubrick oder Wilder eine Reihe alter und neuer Filme, die sich satirisch mit ihrer jeweiligen Gegenwart auseinandersetzen, zB. die Rarität ‚Hin und Her’ von 1947 von und mit Theo Lingen. cinefest versteht sich als Forum für cineastisch, archivarisch, technisch und filmhistorisch Interessierte im Rahmen eines Festivals, das bekannte und vergessene Filmklassiker sowie verloren geglaubte Schätze des deutschsprachigen Film-Erbes präsentiert. Teil der Veranstaltung in Hamburg ist der traditionelle Internationale Filmhistorische Kongress.
    https://www.cinefest.de/

  • 23. Termin: Kostenfreier Bildungsurlaub „Digitalisierung Theater/ Bühnen/ Veranstaltungstechnik“

    Kurzentschlossene verdi-Mitglieder können sich noch für einen eintägigen (anerkannten) Bildungsurlaub am Mittwoch, 13.11. 2019 von 10 – 18 Uhr im Gewerkschaftshaus Hamburg anmelden: Eingeladen sind Beschäftigte und Auszubildende aus technischen Abteilungen, Beschäftigte und Künstler*innen, die an digitalen Schnittstellen enger mit technischem Personal arbeiten, Ausbilder/innen sowie Betriebsräte und Jugend- und Auszubildendenvertreter*innen. Die Veranstaltung ist für ver.di Mitglieder im Mitgliedsbeitrag enthalten und daher kostenfrei. Für Verpflegung ist gesorgt. Referierende sind Hubert Eckart, Geschäftsführer Deutsche Theatertechnische Gesellschaft sowie Christina Barandun, Beraterin für Bühnen und Theater. Für ver.di Mitglieder ist dieser Bildungsurlaub im Mitgliedsbeitrag enthalten und deshalb kostenfrei. Für Verpflegung ist gesorgt.
    Anmeldungen schnellstmöglich an Agnes.Schreieder@verdi.de / Telefon 040 890615-583.

  • 24. Impressum / Abo

    Die ver.di FilmUnion will mit diesem alle zwei Monate erscheinenden Newsletter für bessere Information und Transparenz bei den Erwerbstätigen in der Produktionswirtschaft von Film und Fernsehen sorgen. Insbesondere greifen wir film- und sozialpolitische Themen auf.
    Die ver.di FilmUnion bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Fernsehschaffenden und allen anderen Beschäftigten in Produktions-, Dienstleistungs- und Studiobetrieben. Wir treten ein für Kunstfreiheit, gerechte Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und vor allem die Umsetzung tariflicher Bestimmungen. Als vorrangiges Ziel streben wir eine integrierte Interessenvertretung der Film- und Fernsehbeschäftigten in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an.

    Texte: Gundula Lasch / Tina Fritsche
    Redaktion: Tina Fritsche
    V.i.S.d.P.: Matthias von Fintel, Geschäftsführer
    connexx.av GmbH, c/o ver.di
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin

    Bei Fragen, Anregungen oder Kritik sind wir erreichbar:
    ver.di FilmUnion & connexx.av GmbH, c/o ver.di
    Matthias von Fintel
    Telefon: 030.69562302
    Email: mail@connexx-av.de

    http://www.filmunion.verdi.de
    http://connexx-av.de
    http://www.facebook.com/connexx.av

    Wer den ver.di-FilmUnion-Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann sich hier abmelden:
    https://filmunion.verdi.de/service/newsletter.