FAQ

Der TV und ich?

Der TV und ich?

Wenn du als Beschäftigte/Beschäftigter und deine Film- oder Fernsehproduktion Mitglied in einer der Tarifparteien ist. Ist das der Fall, gelten für dich als ver.di-Mitglied zwingend alle Regelungen des Tarifvertrages.

Das gilt ebenso für deine Produktionsfirma, wenn sie Mitglied in der Produzentenallianz (PA) ist. Die Mitglieder der PA findest du hier.

Die Produzentenallianz bietet auch sogenannte »OT-Mitgliedschaften« an (ohne Tarif). Als ver.di-Mitglied kannst du bei uns nach den tarifgebundenen Produzenten nachfragen.

Ist die Produktion nicht tarifgebunden, gilt für die Filmschaffenden Vertragsfreiheit: Beschäftigungsbedingungen und Gagen werden zwischen Arbeitnehmer/in und Arbeitgeber frei ausgehandelt.

Allerdings sind sie an die gesetzlichen Grenzen, zum Beispiel das Arbeitszeitgesetz, gebunden. So darf in nicht tarifgebundenen Produktionen maximal zehn Stunden pro Tag gearbeitet werden und auch bei der Bezahlung darf eine sittenwidrige Untergrenze nicht unterschritten werden. Deshalb gibt es in vielen Arbeitsverträgen einen Bezug auf die Regelungen des TV FFS.

Aber Achtung: Einseitiges Rosinenpicken zu Ungunsten des Beschäftigten ist nicht gestattet! Relativ häufig, aber unstatthaft ist die Anwendung der tariflichen Arbeitszeitregeln, die tägliche Arbeitszeiten von zwölf bis 13 Stunden gestatten, ohne die gleichzeitige Übernahme der kompletten Ausgleichsregeln wie Zuschlags-, Pausen-, Zeitkontoregeln.