FAQ

Was sind Ausnahmen?

Was sind Ausnahmen?

Wann darf mehr als 13 Stunden gearbeitet werden?  

Mehr als 13 Stunden darf nur in definierten Ausnahmefällen gearbeitet werden:

  • bei zeitlich eingeschränkter Motivverfügbarkeit

Das trifft zu, wenn z.B.

  • ein Gebäude nur für einen begrenzten Zeitraum als Motiv zur Verfügung steht und die Höchstarbeitszeit nicht ausreicht, um den Dreh dort abzuschließen oder
  • bestimmte Verkehrswege oder Orte, die einer besonderen Genehmigung bedürfen, nur eingeschränkt genutzt werden können.

Dabei gilt grundsätzlich, dass die Einschränkung durch Polizei oder Hausherren erfolgt.

  • bei erheblich erhöhtem Aufwand bei Massenszenen, z.B. in historischen Kostümfilmen, so dass der Dreh nicht in der normalen Zeit abgearbeitet werden kann.
  • bei höherer Gewalt, d.h. bei unabwendbaren Ereignissen wie Naturkatastrophen, Bränden, Verkehrsunfällen.
  • bei nicht planbaren Ereignissen außerhalb des Verantwortungsbereichs des Produzenten, z.B. wenn eine Hauptdarstellerin aufgrund eines ausgefallenen Fluges nicht zum vereinbarten Drehzeitpunkt erscheinen kann oder andere Ereignisse eintreten, die der Produzent nicht planen oder beeinflussen kann.

 

Keine Ausnahmefälle 

sind jedoch so genannte Schauspielersperrtermine (weil sie langfristig planbar sind) oder Probleme mit der technischen Ausstattung (weil der Produzent für ausreichende technische Ausstattung sorgen muss).
Siehe auch: Tarifziffer 5.2.5.3.

Ausnahmen sind nicht vorhersehbar, sie können nicht bzw. behoben werden. Und sie kommen selten vor, nicht regelmäßig.

Verlängerte Ruhepause

Wird über 13 Stunden gearbeitet, muss eine verlängerte Ruhepause zwölf Stunden statt elf gewährt werden.
Siehe auch Tarifziffer 5.2.5.4.

Zu den sonstigen Voraussetzungen siehe auch unter Höchstarbeitszeit.