FAQ

Zwangsurlaub?

Zwangsurlaub?

TV FFS 14.1.: Urlaub ist grundsätzlich innerhalb der Vertragszeit zusammenhängend zu gewähren und zu genehmigen. Sofern die Tätigkeit endet, ohne dass der Urlaub durchgeführt werden konnte, wird er abgegolten. Eine pauschale Abgeltung mit der Wochengage ist unzulässig, sie hat gesondert zu erfolgen.

Kurzfristiger angesetzter Urlaub aus produktionstechnischen Gründen (z.B. schlechtes Wetter) verstößt zum einen gegen den Tarifvertrag und zum anderen gegen die Rechtsprechung. Eine arbeitsvertragliche Vereinbarung, welche ein Gewerkschaftsmitglied schlechter stellt, ist  nicht möglich.  Ausschlaggebend ist grundsätzlich der Wunsch des Arbeitnehmers!

Zwangsurlaub ist nur selten möglich. Die einseitige Anordnung von Urlaub gegen den Willen der Arbeitnehmer/in setzt nämlich immer dringende betriebliche Belange voraus. Schlechtes Wetter ist hingegen kein solcher betrieblicher Belang, sondern wird von der Rechtsprechung als  Betriebsablaufstörungen deklariert. Das sog. Betriebsrisiko, d. h. die Gefahr der unwirtschaftlichen Bezahlung von Arbeitnehmern, darf daher die Produktionsfirma nicht durch einseitige Urlaubsanordnung auf den Film- und Fernsehschaffenden abwälzen.