FAQ

Annahmeverzug

Annahmeverzug

Üblicherweise wird eine Filmschaffende für einen durchgehenden Vertragszeitraum durch den Arbeitsvertrag für eine Tätigkeit verpflichtet. Der Produktionszeitraum ist meist konkret für den Beginn datiert bis zum voraussichtlichen Ende. In diesem Zeitraum ist die Filmschaffende in der Regel zu einer Arbeitsleistung im Umfang von 50 Wochenstunden für eine bestimmte Gage vertraglich verpflichtet. Will der Arbeitgeber nun an bestimmten Tage darauf verzichten, die Arbeitsleistung abzurufen, darf er die Arbeitnehmerin nicht einfach von der Arbeit freistellen und für diesen Tag darum kein Entgelt bezahlen. Das würde gegen die Vereinbarung im Arbeitsvertrag verstoßen, denn dort ist eine durchgehende Tätigkeit vereinbart. Nimmt der Arbeitgeber die Arbeitsleistung nicht an und gibt für einen Tag frei, so entsteht der sogenannte „Annahmeverzug“. Der Arbeitgeber gerät in Verzug die Arbeit anzunehmen. Das entbindet ihn aber nicht davon, das Entgelt für diese Zeit zu zahlen.

Mehr Details dazu: https://www.verdi-bub.de/index.php?id=2005