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Was ist bloß in den Berliner Kinos los?

Was ist bloß in den Berliner Kinos los?

(19. Juni 2015)

Die Beschäftigten der Yorck-Kino-Gruppe fordern endlich einen Tarifvertrag, denn sie wollen

  • eine angemessene und faire Bezahlung
  • nicht mehr auf freiwillige Zusatzleistungen angewiesen sein
  • eine dynamische Entwicklung der Löhne
  • die klare Regelung der Arbeitsbedingungen, wie sie ein Manteltarifvertrag bietet, also Arbeitszeiten, Regelungen für Urlaub, Regelungen für befristete Arbeitszeit usw.

Warum
diese Forderungen mehr als berechtigt sind?

Seit 15 Jahren haben die Beschäftigten zugunsten der Yorck-Kino-Gruppe zurückgesteckt. Als es Yorck-Kino im Jahr 2000 schlecht ging, ließ man sich auf einen Sanierungstarifvertrag ein. 2005 stimmte man dann aufgrund der weiterhin prekären finanziellen Situation der Kino-Gruppe weiteren Einschnitten zu, sodass es seit zehn Jahren keine Auszahlung auf Weihnachtsgeld mehr gibt. Und Ende letzten Jahres hat die Geschäftsleitung von Yorck-Kino nun auch noch den Manteltarifvertrag gekündigt.

Weitere Informationen
Zur Pressemitteilung des ver.di-Bezirks Berlin-Brandenburg

Im Berliner Kino Babylon in der Rosa-Luxemburg-Straße 30 hingegen hatte die Vereinte Dienstleistungsgesellschaft (ver.di) gestern zu einem siebenstündigen Streik aufgerufen. Es handelt sich bereits um den fünften Streik. In den bisherigen Tarifverhandlungen hat der Arbeitgeber noch kein annehmbares Angebot vorgelegt.

Betroffen von dem Tarifkonflikt sind vor allem die Filmvorführer, die seit 5 Jahren keine Lohnerhöhung mehr erhalten haben. Was das für diese Beschäftigten konkret bedeutet, zeigt der Spot der ver.di-Filmunion aus der Reihe »Wir sind mehr wert«:

 

Obwohl im Kino Babylon die Eintrittspreise gestiegen sind, die Anzahl der Besucher sich deutlich erhöht hat und das Kino vom Berliner Senat mit jährlich 350.000 Euro bezuschusst wird, wollen die Arbeitgeber die Beschäftigten mit einer »möglichen« Lohnerhöhung ab 1. Januar 2016 vertrösten.

Weitere Informationen
Zur Pressemitteilung des ver.di-Bezirks Berlin-Brandenburg

Das darf nicht sein! Die ver.di-Filmunion ist solidarisch.
Wir unterstützten die Forderungen der Kino-Beschäftigten der Yorck-Gruppe und der Beschäftigten des Kino Babylon.
Es müssen endlich anständige Tarifverträge her – für eine faire Bezahlung und angemessene Arbeitsbedingungen. Warum sollten denn auch immer nur die Beschäftigten zurückstecken?