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Bavaria Studios

Bavaria Studios

28.01.2019

Im letzten Jahr hatten wir – aufgrund der von der Geschäftsführung vorgetragenen wirtschaftlichen Situation der Bavaria Studios – statt einer Gehaltserhöhung eine Arbeitszeitverkürzung um eine Stunde abgeschlossen.

In diesem Jahr habt ihr uns in der Mitgliederbefragung den Auftrag erteilt, nun endlich wieder eine lineare Gehaltssteigerung durchzusetzen. Mit der Forderung nach 8% für 24 Monate Laufzeit sind wir am 17.01.2019 in die Verhandlungen gegangen. Diese Vorstellung rang der Geschäftsführung allerdings nur ein müdes Lächeln ab. Angesichts der schlechten Auslastung sowie der – durch den hohen Altersschnitt bedingten – gesunkenen Leistungsfähigkeit der Kollegen, sei die wirtschaftliche Lage der Studios auch in diesem Jahr prekär.

Wir sind der Meinung: Die jahrzehntelang verfehlte Personalplanung des Managements hat dazu geführt, dass die Last – insbesondere im Dekobau – nun von den älter gewordenen  Bestandsmitarbeitern allein geschultert werden muss. Bei einer heterogeneren Altersstruktur können körperlich belastende Arbeiten und Erfahrungswissen weit besser ausbalanciert werden – davon profitieren alle Beschäftigten. Die von der Geschäftsführung als Problem deklarierte Altersstruktur ist ein eigenverantwortlicher, hausgemachter Zustand – den lassen wir argumentativ nicht gegen uns gelten. Wir alle leben im teuersten Teil Deutschlands: Im Oktober 2018 lag die Inflationsrate in Bayern bei 2,8% - wer zusätzlich noch eine Mieterhöhung zu stemmen hat, kann angesichts der Zahl aber nur lachen.

Eine weitere Nullrunde bezüglich Gehalt – auch in Form einer weiteren Arbeitszeitverkürzung – haben wir aber ausgeschlossen. Wir haben signalisiert, dass wir bereit wären über ein Wahlrecht zwischen Arbeitszeitverkürzung und Gehaltserhöhung zu reden, die Entscheidung zwischen Geld und Zeit müsse aber den Mitarbeitern überlassen werden – den Vorschlag hat die Geschäftsführung aber kategorisch abgelehnt: Aus Gründen der Disposition sei dies nicht leistbar.

Schlussendlich hat sich die Geschäftsführung doch noch zu einem Angebot hinreißen lassen: 1% Steigerung in 2019 und 300€ Einmalzahlung in 2020. Den Abschlag bei der Einmalzahlung im Vergleich zum Konzern begründet sie mit den niedrigeren Wochenarbeitszeiten bei euch. Zum Vergleich: Ihr arbeitet 3 Stunden weniger als die Kollegen und sollt dafür 40% weniger an Einmalzahlung erhalten, als dies konzernweit der Fall ist!

Selbstverständlich haben wir dieses Angebot abgelehnt. Die nächste Verhandlung ist für den 7.2. angesetzt. Wir informieren euch weiter!

Übrigens: 1% brutto entsprechen genau dem Mitgliedsbeitrag der ver.di. Zusammen können wir mehr erreichen – bei den Studios und im gesamten Konzern!

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