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Tarifergebnis 2014 für Filmschaffende

Tarifergebnis 2014 für Filmschaffende

4,7 Prozent mehr Geld und neue Arbeitszeitregelung

TV FFS | Tarifergebnis 2014 | ver.di FilmUnion Tarifinformation 140415  – Ergebnis 2014


Berlin, 15. April 2014
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Allianz deutscher Produzenten für Film & Fernsehen haben sich am 7. April auf ein Tarifergebnis geeinigt, das insgesamt eine Erhöhung der Gagen von 4,7 Prozent vorsieht.

Der Tarifvertrag für die etwa 25.000 Filmschaffenden tritt in einer redaktionell erneuerten Fassung mit zahlreichen Verbesserungen neben den Gagenerhöhungen rückwirkend zum Januar 2014 wieder in Kraft und hat eine Laufzeit bis Ende 2015. Gleichzeitig wird der Kleindarsteller-Tarifvertrag mit den bereits vereinbarten redaktionellen Änderungen zur besseren Abgrenzung von Tätigkeiten im Bereich Schauspiel und Komparserie sowie gleichzeitigen Gagenerhöhungen für dieselbe Laufzeit neu abgeschlossen.

Allerdings gibt es bis zum 9. Mai 2014 eine Erklärungsfrist, erst mit Zustimmung beider Tarifparteien wird danach das Verhandlungsergebnis als Tarifabschluss wirksam. Dann sind zusammen mit den beiden zu Jahresbeginn abgeschlossenen neuartigen Ergänzungstarifverträgen für das Schaupiel und die Erlösbeteiligung an Kinofilmen schließlich alle fünf Tarifverträge für den Film- und Fernsehschaffende in Kraft.

»Die Arbeitsbedingungen für Filmschaffende werden durch die getroffenen Vereinbarungen erneut verbessert, indem wir die Arbeitszeiten an vielen Dreh- und Arbeitstagen begrenzen, Pausen verlängern und Zuschläge für lange Arbeitstage erhöhen«, bewertet ver.di-Tarifsekretär Matthias von Fintel den Abschluss. »Die Tariferhöhungen bleiben deshalb hinter derjenigen für öffentlich-rechtliche Sender etwas zurück, sie können sich mit einer Erhöhung um 4,7 Prozent innerhalb der nächsten acht Monate aber gut sehen lassen.« Die Eindämmung langer Arbeitszeiten, Gagenerhöhungen und der besondere Schutz von sozialversicherungsrechtlichen Ansprüchen aus diesem Tarifvertrag seien für Filmschaffende in der Projektbeschäftigung von besonderer Bedeutung, betonte von Fintel.

Das nun erzielte erfreuliche Ergebnis sei auch der aktiven Unterstützung der Filmschaffenden und ihren öffentlichkeitswirksamen Aktionen zu verdanken, zu denen die ver.di FilmUnion auch zusammen mit den Verbänden Bundesverband Filmschnitt Editor (BFS), Berufsvereinigung Filmton (bvft) und der Schauspiel-Gewerkschaft BFFS aufgerufen hatte: beispielsweise die Aktion Es brennt! am 28. Juni 2013 [LINK] oder vor der dritten Verhandlungsrunde in München am 15. Januar 2014 mit einer Aktion am Verhandlungsort [LINK].

Es wird nun von entscheidender Bedeutung sein, dass die Produktionsfirmen und die Fernsehsender diese Tarifverbesserungen nun entsprechend umsetzen und nicht stattdessen durch weniger Drehtage und gedeckelte Budgets auf die Einkommen der Filmschaffenden drücken. »Dieses werden wir kritisch und aufmerksam beobachten«, betonte der Gewerkschafter.

Ansprechpartner und Informationen finden sich auf der Internetseite der ver.di FilmUnion http://filmunion.verdi.de.
Nach endgültigem Abschluss der Tarifverträge Mitte Mai werden die gesamten Texte auf der Seite http://filmunion.verdi.de zur Verfügung gestellt.

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Der aktuelle TV FFS mit Gültigkeit vom 1. Juli 2014 sowie die gesamte Tarifinformation zu den Tarifergebnissen 2014 ist als pdf-Datei hier eingestellt.

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Welche Änderungen gibt es in den nun verhandelten Tarifverträgen?
Seite 2: Manteltarifvertrag
Seite 3: Gagentarifvertrag
Seite 4: Kleindarsteller-Tarifvertrag
Seite 5: Gagentabelle