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Setbesuch »Der Lehrer«

Setbesuch »Der Lehrer«

Köln, 26. November 2014: Ein nasskalter Herbsttag ganz im Norden der Rheinmetropole. Auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule in Worringen finden derzeit die Dreharbeiten zur dritten Staffel der RTL-Serie »Der Lehrer« statt; Produzentin ist Sony Pictures.

ver.di FilmUnion J. Brückner Am Set  – Die ehemalige Schule in Köln-Worringen ist Kulisse von »Der Lehrer«

Der unangemeldete Besuch der ver.di FilmUnion rief bei den Filmschaffenden ein freundliches Erstaunen hervor. »Find’ ich voll gut, dass ihr hier seid.«, hieß es zur Begrüßung. Kurz vor der Mittagspause bewegten sich nur wenige Kolleginnen und Kollegen auf dem Gelände, die meisten waren noch mit der Motivaufnahme im Schulgebäude beschäftigt.

Die Ersten hatten so die Gelegenheit, recht ungestört mit dem Ansprechpartner der ver.di FilmUnion zu sprechen. Dieser hatte die neuen Tarifverträge im Gepäck, welche dankbar angenommen wurden. Die anderen kamen nach und nach hinzu und schlossen sich vereinzelt den Gesprächen an.

Viele interessierte, wann eigentlich die tarifvertraglichen Leistungen für sie gelten? Anlass der Frage sind die steten Abweichungen von der Tarifnorm in den individuellen Arbeitsverträgen, die die Filmschaffenden ausgehändigt bekommen. »Nur Gewerkschaftsmitglieder auf der einen und tarifgebundene Produktionsgesellschaften auf der anderen Seite können die Rechte und Pflichten aus dem Tarifvertrag einfordern«, lautete die klare Auskunft. Diese Information war einigen neu.

Auch Fragen zu Urlaubsansprüchen und Zuschlägen bezogen sich auf die Regelungen des Tarifvertrages. Manche berichteten, dass in den Verträgen Ansprüche ausgeklammert oder verrechnet würden. Gleichzeitig bestünde Angst davor, die Forderungen geltend zu machen, weil man ja auf der »Schwarzen Liste« der Produktionsgesellschaft landen könne.

Es ist vor allem ein Kommunikationsproblem: niemand redet über seinen/ihren Vertrag und keine/keiner mag den ersten Schritt tun, die eigenen Rechte einzufordern. Gemeinsames Handeln würde helfen. Denn »sie [die Produzenten] können nicht das ganze Team auf die Schwarze Liste setzen«, so ein Filmschaffender. Eigentlich ganz einfach.

Konkretes Lob oder Kritik mochte niemand äußern. Dem Vernehmen nach zu urteilen herrschte gute Stimmung und emsiges Treiben.

Falls Du meinst, das Team der ver.di FilmUnion wäre auf deinem Set genau richtig, lass es uns einfach wissen. Natürlich behandeln wir alle Eingaben absolut vertraulich.